Frailty (2001)

Dämonisch

Frailty (2001) Dämonisch

Oder: Besessenheit kann töten...

Frailty

Evil lurks in the shadows....

Seit 20 Jahren ist die Polizei auf der Suche nach einem Killer. Dieser nennt sich selber „God's Hand" und köpft seine Opfer, die er willkürlich ausgesucht hat. Mit unerbittlicher Präzision und Ausdauer vollbringt er sein Werk, ohne das jemand ihm auf die Spur kam.

Eines Nachts taucht ein junger, fremder Mann (Matthew McConaughey) in der örtlichen Polizeistation auf und verlangt den Agent Wesley Doyle (Powers Boothe) zu sprechen. Nachdem dieser eingetroffen ist, beginnt der Mann zu erzählen, dass er wisse, wer dieser mysteriöse Mörder sei. Nämlich sein Bruder.

In Rückblicken wird nun die Geschichte eines einfachen Mannes (Bill Paxton erzählt, der zusammen mit seinen 2 Söhnen Adam und Fenton auf einem Bauernhof lebt. Gottesfürchtig, immer fleissig und streng, aber herzlich zu seinen Söhnen. So lebt die Familie ihr Leben, bis der Vater eines Tages eine Vision hat. Ein Engel sei ihm erschienen und habe ihm gesagt, dass das Ende der Welt kurz bevorstehen würde. Die Aufgabe der Familie sei es nun, die Dämonen (die in menschlicher Gestalt auf Erden wandern würden) zu vernichten. In einer weiteren Vision werden dem Vater Werkzeug und Namen mitgeteilt. Der Auftrag kann beginnen....

Frailty

schaurige Schattenspiele

Während der eine Sohn (Adam) voll hinter seinem Vater steht und es kaum selber erwarten kann, einen Dämon zu vernichten, hat der ältere Sprössling (Fenton) grosse Zweifel. Ist sein Vater noch normal? Auch durch diverse väterliche Bestrafungen lässt sich der Junge nicht von seinem Zweifel abbringen. Wie kann ein Vater Menschen töten und danach sagen, es geschehe auf göttlichen Rat? Der Zwist zwischen Vater und Sohn wird immer grösser und eskaliert schlussendlich....

In der Gegenwart nimmt der fremde Mann den Polizisten mit auf eine Reise durch den Regen in die eigene Vergangenheit. Wer ist der mysteriöse Mann? Weiss er wirklich, wo all die verschwundenen Leichen begraben sind? Was für ein Geheimnis trägt der Polizist in sich?


DVD-Rating

Das Regiedebüt von Bill Paxton besticht durch intensives Schauspiel, eine packende Atmosphäre und weniger durch die brutalen Taten, die geschildert werden. Denn so richtig gruselig oder brutal wird's nicht. Allerdings hat der Film eine Grundstimmung, die einem ein paar Mal Gänsehaut verspricht.

Die Geschichte spielt meist in der Vergangenheit. Man lernt die Familie kennen und nimmt an ihrem einfachen, und doch immer komplizierter werdenden Leben teil. Denn sobald die Visionen des Vaters ihren Anfang nehmen, ist nichts mehr so, wie es war. Die Konfrontation zwischen Vater und Sohn ist hervorragend gespielt und beklemmend, dass man ein paar mal leer schlucken muss. Vor allem wenn der Vater versucht, den Sohn durch Bestrafung auf die „richtige" Seite zu ziehen....

Der Film lebt natürlich von den bekannten Namen, die hier allesamt hervorragende Rollen spielen und jederzeit überzeugen. Vor allem Bill Paxton als Vater ist eine Wucht. Schon lange war der gute Mann nicht mehr so überzeugend aufgetreten. Die heimlichen Stars sind aber die zwei Söhne. Sie spielen ihre Rollen grandios und man nimmt ihnen jederzeit ihre Rollen ab.

Wenn man nach etwas negativem sucht, dann wird man meist auf fündig. Hier könnte es vielleicht der Schluss sein, der etwas konfus daherkommt und irgendwie nicht zum wirklich intelligenten und packenden Rest des Filmes passt. Allerdings gibt es sicherlich schlimmeres, als ein Ende, dass nicht so ist, wie man es erwartet hat...

Fazit: Frailty ist ein beklemmender, sehr gut gespielter Thriller, dem etwas der Speed fehlt. Allerdings macht gerade die fehlende Geschwindigkeit den Reiz des Filmes aus. Es wird sich Zeit genommen, die Geschichte zu erzählen. Mir hat er sehr gut gefallen und ich verstehe halt nicht, warum solche guten Filme nicht in die Kinos kommen, wo dafür zeitweise Filme laufen, die man sich nicht mal im Free-TV anschauen sollte. Frailty hätte es mehr als verdient, ein grösseres Publikum zu bekommen. Denn was man hier sieht, ist grandioses Kino.

Die DVD kommt zwar auf zwei Disc's daher, aber ich denke, man hätte die Extras auch noch locker auf eine einzelne draufpacken können. Da gibt es die üblichen Audiokommentare und Interviews mit Regisseur und Darstellern, sowie einige geschnittene Szenen mit Kommentar. Dazu ein Making-of, eine Reportage über die Entstehung einer einzelnen Szene, ein Blick hinter die Kulissen und diverse TV-Spots. Alles in allem eine solide und gute Ausstattung.

4.5 Sterne 4.5 Sterne
4.5 Sterne (29 Bewertungen) | 6 Kommentare

5.5 Sterne5.5 von 0.0-6.0
26.10.2003 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 24.10.2003

  • Bildformat: 1:1,78 (16:9 anamorph)
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Audiokommentare, Interviews mit Regisseur und Darstellern, Geschnittene Szenen mit Kommentar, Dokumentation über die Entstehung einer Szene, Behind-the-Scenes, Making-of, TV-Spots