Final Fantasy (2001)
Final Fantasy - Die Mächte in Dir
Final Fantasy (2001) Final Fantasy - Die Mächte in Dir
Oder: Auch für Fantasielose geeignet.
Die Erde im Jahr 2065. Die "Phantoms", scheinbar beinahe unbesiegbar, haben die Herrschaft an sich gerissen. Die Städte sind zerstört und die meisten Menschen von den Aliens durch Extraktion ihres Geistes getötet. Genau dieses Seelenstehlen scheint der Theorie von Doktor Sid (mit der Stimme von Donald Sutherland) und Wissenschaftlerin Aki Ross (Ming-Na) eine Grundlage zu geben. So solle jede Lebensform einen Geist besitzen, und die Gesamtheit aller Lebenswesen forme "Gaya", das Leben.
Mit Hilfe der "Wellentheorie" von Dr. Sid sollen die Invasoren geschlagen werden können: Durch Extraktion der acht "Spirits", spezielle Lebensgeister verschiedener Organismen, soll die Energie der Phantoms durch gegenseitige Überlagerung neutralisiert werden. Bisher ist Aki gelungen, sechs der acht für die Neutralisationswelle benötigte Schlüsselgeister zu sammeln. Nun sind sie auf der verwzeifelten Suche nach den beiden letzten Geistern. Und die Zeit drängt...
Einerseits entwickelt das Militär die Zeus Cannon, eine gigantische Laserwaffe mit dem die Aliens ein für alle mal erledigt werden sollten. Sollten, denn noch ist der Beweis nicht erbracht. Die Regierungen fürchten deshalb den Einsatz der gewaltigen Waffe. General Hein (James Woods) kann mit der Wellentheorien nicht viel anfangen und drängt deshalb auf einen baldigen ultimativen Einsatz. Und ihm ist jedes dafür nötige Mittel recht und billig.
Andererseits wird auch für Aki die Zeit knapp. Bei einem Experiment wurde sie mit einem Phantom infisziert. Normalerweise tödlich, ist es Dr. Sid mit Hilfe der unfertigen Neutralisationswelle das Phantom im Körper Akis zu bändigen. Doch täglich nimmt dessen Kraft zu. Je mehr das Alien Kontrolle über Aki gewinnt, desto komischer wird die täglich wiederkommenden Albträume von fernen Planeten, Wesen, Kämpfen und Tod. Für Aki nehmen die Träume jedoch langsam einen Sinn und Inhalt an, sie beginnt die fremde Macht und die Krise, die sie zur Erde brachte, zu verstehen. Doch werdens auch die anderen verstehen?
Eines ist klar: Zeus darf nicht zum Einsatz kommen, die Gaya Erde könnte vital verletzt werden! Aki und Sid werden in ihrer Suche nach den verbleibenden zwei Spirits von Captain Gray Edwards (Alec Baldwin) und seiner kleinen aber unerschrockenen Truppe "The Deep Eyes" - bestehen aus Ryan (Ving Rhames), Neil (Steve Buscemi) und Jane (Peri Gilpin) - unterstützt.
Kinofilm-Rating
Nun ja, was soll ich sagen. Ich bin enttäuscht. Als erfahrener Final Fantasy Spieler (immerhin 3 der bisher 9 Spiele durchgespielt) hatte ich natürlich gewisse Mindestanforderungen an den Film gestellt. Die Spiele brillieren durch ihre vielfältige und tief verschachtlete Handlungen auf mehreren Ebenen. Was einem in Final Fantasy: The Spirit Within aufesetzt wurde ist nicht nur eine äusserst flache, sehr viele Fragen offenlassende und an der Nase herbeigezogene Story, sondern zudem noch kombiniert mit äusserst naiven Dialogen und einem grösstenteils unpassenden Soundtrack. Du glaubst mir nicht? Ich wollte es selber nicht recht wahrhaben, denn da ist noch etwas...
... Die Grafik. Absolut genial, State-of-the-Art, setzt neue Massstäbe, beinahe photorealistisch, usw. usw. usw... Etwas Vergleichbares gibts bisher noch nicht. Die stimmungsvollen Umgebungen und Landschaften... bis ins kleinste Detail ausgeführte Animationen... von Menschen kaum unterscheidbare Charakter... Szenerien die wirklich aus Träumen stammen könnten...
--- Äh HALT! Sagte ich gerade eben "von Menschen kaum unterscheidbar"? Leider falsch. faaaalsch. falsch. Und dies ist die eigentliche grosse Enttäuschung. Photorealistisch ja. Als Stil(l)bilder gut. Doch die Animation... sorry, sind wir Puppen? Die Charakter laufen herum als wären ihnen vor kurzem beide Schulterngelenke ausgekugelt worden. Die Bewegungen sind viel zu flüssig und soft als dass jemand da etwas menschliche Unperfektion erkennen könnte. Und für Mimik und Gefühlsregungen in den Gesichtern der Akteure hat wohl das Riesenbudget nicht mehr gereicht. Ist ja schon super dass Aki's Haarschopf alleine schon 70 Millionen Dollars verschlungen hat. Doch eventuell hätte man sie mit einer Badekappe rumlaufen lassen sollen und ihr dafür ein wenig Menschlichkeit einprogrammiert. Oder man hätte die Menschlis gleich durch Roboter ersetzten können. Oder von mir aus Cyborgs. Oder... oder...... *hrmpf*
Tja. Echt schade. Nichts desto trotz freue ich mich auf die DVD. Dann kann ich den ganzen Film als Serie von Standbildern angucken und muss mich nicht mehr an den Bewegungen der Menschleins ärgern. Und dass Final Fantasy: The Spirits Within ein Riesenerfolg wird, ist klar: Die 30 Millionen, die sich schon die Spiele gekauft haben, werden in jedem falle auch den Film nicht verpassen wollen. In diesem Sinne: Hebt sorg zu Gaya!
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3.4 Sterne (75 Bewertungen) | 2 Kommentare





