A Beautiful Mind (2001)

A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

A Beautiful Mind (2001) A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

Oder: Wunder-Schopf mit irrem Inhalt

A Beautiful Mind

Ready - steady - Go!

Princeton, 1947. John Forbes Nash - ein brillianter Mathematiker bekommt dank seines Genies die Möglichkeit, unter Professor Helinger (Judd Hirsch) seinen Intellekt auszuschöpfen. Während seine Kommilitonen Richard Sol (Adam Goldberg), Bender (Anthony Rapp) und Martin Hansen (Josh Lucas) Johns mathematische Fähigkeiten klar erkennen, empfinden sie ihn und seinen besessenen, zwanghaften Versuch anders zu denken eher ungesund als erstrebenswert.

A Beautiful Mind

Après-Kopfnuss in Slowmotion

Charles Hermann (Paul Bettany), sein charismatischer Zimmergenosse jedoch versteht Nashs Charakter und Ziele - er versucht sogar John zu Spass an der Sache zu verhelfen. Bald ist es soweit, der langersehnte Lebenshöhepunkt ist entdeckt: Nashs revolutionäre wirtschaftliche These ist in dessen Kopf geboren. Durch seine "Idee" erhält dieser einen Job beim MIT Campus of Wheeler Defense Labs (irgendeine Organisation der amerikanischen Regierung) und bereits 1953 muss er den einen oder anderen Soviet-Code knacken.

A Beautiful Mind

"Doktor, warum wächst ihm ein Rattenschwanz?"

Geheimagent des Verteidigungsdepartement William Parcher (Ed Harris) sieht in John Nash "die ultimative Soviet-Code-Knackmaschine" und überträgt ihm einen weiteren, streng geheimen Auftrag. Nebenbei führt John gemäss Parchers Ratschlag ein einigermassen normales Leben als Professor. So trifft er seine zukünftige Frau Alicia Larde (Jennifer Connelly), eine entschlossene und wunderschöne Physikstudentin.

Zeit vergeht, während John mehr und mehr paranoiden Vorstellungen hinterherrennt. Alicia sorgt sich um ihren Ehemann und schliesslich bleibt ihr nichts anderes übrig, als Dr. Rosen (Christopher Plummer) zur Abklärung des Geisteszustandes ihres Mannes herbeizuziehen. Wo schliesslich Realtitäten auf Wahnvorstellungen treffen, gilt abzuklären.


Kinofilm-Rating

Lose basierend auf Sylvia Nasars viel gerühmten Biografie des Mathematikers John Forbes Nash, zeigt dieser Film in beeindruckender Weise das Genie eines Mannes, der mehr wahrnimmt und es als real erachtet, als da wirklich ist. Eine interessante, wenn auch teilweise erschütternde Story. Drehbuchautor Goldsman intensiviert von Minute zu Minute die Komplexität, Verwirrtheit und Wahnvorstellungen des Hauptdarstellers. Dies führt zu einem spannenden Unterton - gelungen und überzeugend.

Und doch könnten u.U. gewisse Langweiligkeitserscheinungen auftreten. Lasse ich in groben Zügen die Thematik, Umgebungen und weiteren Was-auch-immer im Geiste nochmals vorbeiziehen, frage ich mich: "Nachträgliche Einseitigkeit - ja oder nein?" Bewusst lasse ich die Frage offen. Jedoch unbestritten empfinde ich Crowes Performance als sehr überzeug- und ergreifend. Golden Globe jawohl! Oscar ahoi!

Trotz der erstklassigen Verkörperung der Hauptfigur, treten die "Nebendarsteller" keineswegs in den Hintergrund. Auch ihre Charaktere sind rein-weiss und durchgebügelt!

I.c. (hihi) empfehle ich den Film all denjenigen, welche sich gerne ab und zu Enigma, Das Wunderkind Tate und Good Will Hunting zu Gemüte führen - wiederholt, versteht sich. Sowohl Psychologen, Mathematiker, Nobelpreisanwärter, Verschwörungstheologen, Geheimagenten, etc. etc. sind im anvisierten Zielpublikum erfasst. Nicht empfehlenswert für Kleinkinder, Säuglinge, Nager und Wechselblüttler (Nacked-Ei).

4.6 Sterne
4.6 Sterne (166 Bewertungen) | 18 Kommentare

55
04.02.2002 / nd