A.I. Artificial Intelligence (2001)

A.I. - Künstliche Intelligenz

A.I. Artificial Intelligence (2001) A.I. - Künstliche Intelligenz

Oder: INPUT 'love' DOES NOT COMPUTE.

A.I. Artificial Intelligence

"I can see... dead robots!"

Vor langer, langer Zeit lebte einst ein Junge namens Pinocchio. Er hatte ein klitzekleines Problemchen: Er war aus Holz, und hölzerne Jungs habens nicht einfach. Und doch hatte er das Glück auf die blaue Fee zu treffen, welche ihn in ein richtiger Junge verwandelte. Warum ich das Märchen hier summiere? Ganz einfach: Ich vermute Pinocchio wurde wiedergeboren...

Irgendeinmal in der Zukunft (naja, wohl immernoch das 21. Jahrhundert, aber egal) hat der Treibhauseffekt die polaren Eiskappen geschmolzen, das Klima wurde chaotisch und andere wüste Dinge passierten. Das bedurfte natürlich gewisse Anpassungen im täglichen (Menschen)Leben. Frauen brauchen eine Lizenz zur Schwangerschaft und Roboter - beinahe menschlicher als die Menschen - haben eine wichtige Rolle im täglichen Leben erhalten.

A.I. Artificial Intelligence

"Blöde Bedienungsanleitung, nächstes Mal kauf ich kein Taiwan-Modell mehr!"

Doch Professor Hobby (William Hurt) will mehr: Roboter sollen nicht nur die Freunde und Helfer der Menschheit sein. Hobby möchte Gott spielen, indem er einen liebenden Roboter schafft. Und was gibt es reiner und ehrlicher als die Liebe eines Kindes zu seiner Mutter?

A.I. Artificial Intelligence

Robot Love? Love-Robot!

David °1 (Haley Joel "I see dead people" Osment) wird er-/ge-schaffen: Mutter soll Monica (Frances O'Connor) und Vater Henry Swinton (Sam Robards) werden. Die beiden wollen mit dem Cybersohn über die Trauer um ihren im Koma liegenden Sohn Martin (Jake Thomas) hinwegkommen. Alles läuft gut, und wirklich scheint Davids Liebe für Monica unendlich zu sein. Tragisch wirds jedoch, als Real-Sohn Martin unverhofft - kommt oft - aus dem Koma erwacht und sogleich David unmissverständlich klar macht, dass Elektronik und Fleisch & Blut halt doch ganz was anderes sei.

Und hier beginnt das eigentliche Märchen: Zusammen mit dem androiden, sexy Giggolo Joe (Jude Law) und Talking Teddy, The SuperToy™ (mit der Stimme von Jacke Angel) macht sich David auf die lange Suche nach der legendären Blauen Fee...


Kinofilm-Rating

Eigentlich wusste ich's ja schon bevor ich A.I. gesehen hatte. Regel #419a: Spielt dieser Bengel Osment mit, kann der Film nur Sch...rott sein. Und wieder einmal konnte die Regel nicht gebrochen werden. Bringt doch dem Jungen mal Schauspielern bei bitteeeee! Danke.

Doch ganz alleine an A.I.'s Versagen ist Osment nicht schuld. Der Film hat zwei verschiedene Facetten: einerseits langsame, ruhige und schleppende, andererseits zuckersüsse, moralbelastete und mitleiderhaschenwollende Szenen. Dieser Zwiespalt kommt offensichtlich durch die zwei Regisseure, die ihre Hände im Spiel hatten, zustande. Stanley Kubrick (ruhe er in Frieden) hat sich jahrelang am Stoff zu A.I. die Zähne ausgebissen, und Steven Spielberg hat durch Beimischen von unzähl (von ihm) repetierte Elemente (Tränendrüsendrücker, Spezialeffekte, Rückgriffe auf alte Filme - E.T. hat wohl telefoniert!) das Chaos vervollständigt. Herausgekommen ist ein langweiliger Film mit möchtegernemoralisierendem Inhalt, der den Besucher bewusst ans ethische Thema "Mensch spielt Gott" regelrecht heranprügeln versucht.

Und wirklich, ein paar Fragen hab ich mir schon gestellt:
- Roboter begehen Selbstmord? Futurama's Suicidal Boots lassen grüssen!
- Sind Autos wirklich die einzigen Dinge, die in der Zukunft anders aussehen? Klaaaro
- "... 2000 years later ..." und der David-Robo läuft immernoch? Duracell-sei-Dank!
- Kinder halten sich Ewoks als Haustiere? Äh Moment, das soll ja ein Teddy sein...

Zum Schluss doch noch was Gutes: Jude Law's Verkörperung des Cybergigolos ist echt gut. Und die A.I. Website ist genial und extrem umfangreich. Und auch die Robotermodelle sind noch "nett". Und die Musik von Maestro John Williams auch. Und dass sich einer ans komplexe Thema Künstliche Intelligenz herangewag hat muss auch angerechnet werden. Aber damit hat's sich's dann auch bald mal...

3.3 Sterne
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04.09.2001 / th