The Yards (2000)
The Yards - Im Hinterhof der Macht
The Yards (2000) The Yards - Im Hinterhof der Macht
Oder: Marky Mark unter Mordverdacht
In Queens wird das Geld durch Instandsetzung und Reparatur von Eisenbahnwagen gemacht. Die Aufträge werden jeweils von der Stadtverwaltung an die verschiedenen, konkurrierenden Geschäfte verteilt und das sorgt für Korruption und böses Blut.
Leo Handler (Mark Wahlberg) wird nach jahrelanger Haft entlassen und macht sich auf den Weg nach Hause. Dort wartet seine Familie, mitsamt seinem besten Freund Willie Gutierrez (Joaquin Phoenix), um ihn wieder in der Gesellschaft begrüssen zu können. Auf Arbeitssuche, bekommt Leo die Möglichkeit, beim Mann seiner Tante, Frank Olchin (James CaanName) vorzusprechen. Dieser Frank ist der Besitzer einer Firma, die sich auf Reparatur und Wartung von Eisenbahnwagen spezialisiert hat.
Nach und nach findet Leo heraus, dass Frank mächtig in Korruptionen verwickelt ist und dass Willie sein „Handlanger" ist. Trotzdem ist Leo dabei, als es eines Nachts auf die Piste geht, um Sabotage an einem Mitbewerber auszuführen. Der Job geht in die Hose, ein dortiger Wachmann wird getötet und ein Polizist komareif geschlagen. Der Polizist kann Leo identifizieren und sogar der Mord wird ihm angehängt.
Der Versuch, seine Unschuld zu beweisen, bringt Leo immer tiefer in kriminelle Abgründe und er muss feststellen, dass sogar sein vermeintlich bester Freund tiefer im Sumpf steckt, als er es wahrhaben will....
DVD-Rating
Wenn sich Jungstars in einem Drama treffen, dann kann das entweder ein geniales Stück Film werden oder auch ein totaler Flop. Von diesem „the Yards" hatte ich noch nie etwas gehört. Aber mal schauen....
Was als erstes auffällt, ist die Dunkelheit, die diesen Film beherrscht. Da ist das Bild sogar schummrig, wenn einmal die Sonne scheint... Halt stimmungsvoll. Denn was sollen die Leute auch lachen und fröhlich sein, wenn's mit der Arbeit nicht klappt und das Geld nicht reicht...
Ein anderer Kritikpunkt ist die fehlende Spannung. Okay, beim nächtlichen Ausflug auf die „gegnerischen" Geleise kommt zeitweise so etwas wie Spannung auf. Die verfliegt aber sofort wieder, wenn der Film, nach diesem Abstecher, zurück in's routinierte und bekannte Schema fällt. Da wird gemurmelt, unverständlich leise gesprochen und die künstlichen Akzente der Schauspieler sind eher nervend, denn verständlich.
Überhaupt, was besetzen die Filmemacher immer wieder Mark Wahlberg als Hauptdarsteller? Der Typ trägt hier zwar einen herrlich blöden Scheitel spazieren, zeigt aber wieder einmal, dass man ihn vielleicht als Unterhosenmodel brauchen kann, aber nicht als „Träger" eines Films. Ihm stehlen die Nebendarsteller Joaquin Phoenix und Charlize Theron in jeder Szene die Show und machen ihre Sache dafür solide und gut. Von James Caan war ich auch ein bisschen enttäuscht. Vielleicht lag's an der Rolle, aber ich habe diesen ansonsten guten Schauspieler schon besser gesehen.
Fazit: Dunkel, leise, stimmungsvoll und kein bisschen spannend. So präsentiert sich „The Yards". Grundsätzlich wäre die Geschichte durchaus spannend und hätte eine bessere Umsetzung verdient. So muss man sich doch enorm konzentrieren, um nicht wegzudösen oder halt die Pinkelpause eigenmächtig zu verlängern. Schade, da wäre mehr möglich gewesen. Und wenn man einen Mark Wahlberg als Hauptfigur besetzt, sollte man halt einfach auf Action und Explosionen setzen, anstatt auf dialoglastige Dramen.
Die DVD bietet eine beschränkte Auswahl an Extras. Ein Kommentar des Regisseurs, die sogenannte B-Roll und ein Blick hinter die Kulissen. Dazu noch eine kleine Trailershow, bei dem allerdings der Trailer zum vorliegenden Film fehlt.... Was ist mit Berichten über die reale Situation in Queens? Schauspieler-Biographien? Schade, dass ein Medium wie die DVD nicht vollständig genutzt wird
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3.3 Sterne (24 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 22.08.2003
- Bildformat: 2.35:1 (16:9 anamorph)
- Sprachen: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Audiokommentar vom Regisseur, B-Roll, Behind the Scenes, Trailershow



