Space Cowboys (2000)
Space Cowboys (2000)
Oder: Kaffeefahrt ins All
USA, 1958: Frank Corvin (Clint Eastwood), Hawk Hawkins (Tommy Lee Jones), Jerry O'Neil (Donald Sutherland) und Tank Sullivan (James Garner) bilden das Team Daedalus. Sie sind Air Force Testpiloten mit einem ehrgeizigen Ziel: Die ewigen Weiten des Weltraums. Naja... sie wären eigentlich schon mit einem Orbitalflug zufrieden. Unglücklicherweise ersetzt NASA die Air Force und damit Schimpansen die Crew.
Jetzt, knapp in halbes Jahrhundert später, droht der russische Kommunikationssatellit Ikon aufgrund eines Fehlers im Leitsystem auf die Erde zu stürzen. Blöd: Der Satellit ist zu gross um wieder einzufangen. Und ein Aussetzen seiner Tätigkeiten würden auf der Erde Chaos verbreiten... Wie so alles Russische ist auch diese Satellitentechnologie hoffnungslos veraltet. So veraltet, dass seine ursprüngliche Entwickler mittlerweile fast alle verstorben sind. NASA-Bürokrat Bob Gerson (James Cromwell) und Mission Director Sara Holland (Marcia Gay Harden) bleibt nur noch eine Person die sie um Hilfe bitten können: Frank. Er entwickelte in den 50er das Navigationssystem für Skylab.
Klar dass Frank sich wundert, wie seine Entwicklung in einen russischen Satelliten gelangte. Und auf Gerson ist er äusserst schlecht zu sprechen, hat diesen ihn doch damals zum Affen gemacht... äh durch einen solchen ersetzt. Doch man kann ja nicht nachtragend sein wenn's um Welt-Rettung geht. Und Frank auch nicht. Er akzeptiert seine Mission aber nur unter der Bedingung, dass seine ursprüngliche Daedalus Crew die Arbeiten selbst übernehmen.
Die Zeit drängt, und so bleibt Gerson nichts anderes als einzuwilligen. Die Crew wird zusammengetrommelt. Auf die vier alten bald-doch-noch-im-Weltall-Männer wartet der einmonatige NASA-Schnellkursus "Astronaut in 30 Tagen", bis sie schliesslich zusammen mit den "jungen" Ethan Glance (Loren Dean) und Roger Hines (Courtney B. Vance) in den Orbit geschossen werden. Noch ist der Erfolg nicht garantiert, die Reperaturmission wird äusserst kritisch... Und die Uhr tickt mal wieder.
Kinofilm-Rating
Armageddon im Seniorenheim? Seniorenheim ja... Armageddon-Action nein. Space Cowboys ist weder Fisch noch Vogel: Während die erste Hälfte auf komödiantische Weise gemächlich die Vorbereitungen auf den Flug zeigt, beschäftigt sich die zweite Hälfte - der "Action"-Teil (*gähn*) - mit den Flug und die Reparatur. Ich habe etwas mehr Pepp erhofft, stattessen erweist sich die Handlung als langweilige "Amerikaner retten mal wieder die Welt"-Kitschstory. Wären nicht noch ab und zu ein paar Gags und tragisch-lustige Szenen eingebaut...
Trotz langweiliger Story ist der Film zumindest überzeugend gemacht. Kein Wunder: Regie übernahm Eastwood gleich selber, Special Effects kommen von ILM, und auch der Rest der Schauspieler sind alles andere als unerfahrene Neulinge. Alle schon ältere Semester, spielen sie ihre Rolle mit einer Prise frischer Selbstironie, ohne sich aber über ältere Leute lustig zu machen.
Bist du Exil-Amerikaner? Oder hast zu einem der Schauspieler eine besondere Beziehung? Dann ab ins Kino. Wenn du mehr auf Action stehst, leih dir Armageddon aus. Haste mehr davon.
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3.5 Sterne (54 Bewertungen) | 4 Kommentare





