Saving Grace (2000)
Grasgeflüster
Saving Grace (2000) Grasgeflüster
Oder: Gärtnertipps zum Hanfanbau
Nach dem Tod ihres Mannes steht Grace (Brenda Blethyn) vor dem finanziellen Ruin. Nicht nur dass ihr Mann durch Finanzspekulationen hinter ihrem, zugegeben naiven, Rücken gewerkelt hat, er hatte in London auch eine Geliebte. Vor allem steht aber das Anwesen der leidenschaftlichen Hobbygärtnerin aus dem Spiel. Und das trifft Grace doppelt hart. Als das Haus kurz vor dem Verkauf steht, schmiedet sie mit ihrem ehemaligen Gärtner einen waghalsigen Plan.
Hanfanbau. Aus ein paar mickrigen Pflänzchen zaubert Grace mit ausgeklügelten Dünge- und Wassergaben, viel Extralicht und Geheimniskrämerei, eine veritable Hanfplantage. Feinstes Marihuana wird gezüchtet. Doch nach der Gartenarbeit kommt der Geschäftsbereich. Wie bringt man so viel Dope nun an den Mann?
DVD-Rating
Saving Grace, oder zu Deutsch Grasgeflüster, ist ein "Klassiker" in Sachen Hanfanbauanleitung und englischem Humor. Nicht so rabenschwarz wie der brillante Waking Ned Devine und auch nicht über die ganze Länge so lustig, ist Saving Grace trotzdem ein vergnügliches Filmchen aus dem gar nicht so prüden England (Fussballfans: Inge-lääänd), damals auch ein ziemlicher Knaller an den Kinokassen.
Zwar ist der Film aus hobbygärtnerischer Sicht ein Dilemma (all die schönen Treibhauspflanzen fallen diesem Stinkegras zum Opfer?), dennoch obsiegt der Sympathie- und Geldbeschaffungsfaktor und so freut man sich mit den beteiligten Pflanzenfreuden ob dem gewinnbringenden Züchten der "Teeblätter". Man leidet mit der naiven Grace bei ihren finanziellen Problembewältigungen und ihren heftigen Inhalierungsnachwirkungen. Die wunderlich abgedrehten Typen setzen der witzigen Geschichte das Krönchen auf: der Westentaschenrocker, der müde Fischersgehilfe, die beiden Teekränzchen -Damen. Köstlich.
Spassige Unterhaltung eines Regiedebütanten, fein gespielt mit etwas zu abgedrehtem Schlussdrittel. Auch für Nichtraucher geeignet.
Extras: Für Fans des Films dürfte die Steelbook-Variante der DVD eine willkommene Neuauflage des vor einigen Jahren entstandenen Films sein, es sei denn, sie besitzen bereits die alte Special Edition. Einen inhaltlichen Unterschied in Sachen Extras zur 2005er DVD-Version konnte ich nicht feststellen (Making Of, die Howard Marks-Doku, Produktionsnotizen). Auch die animierte Menügestaltung scheint die gleiche (man kann die persönliche Grafik auswählen... hm...) - nur rundherum, eben in Sachen Verpackung, ist alles neu. Leichtes Bildrauschen und ein etwas hoher Kontrast begleiten die Optik des Films. Stört nicht, ist einfach so.
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3.8 Sterne (11 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 10.05.2001
- Bildformat: 1.78:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1, DTS)
- Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Filmografien, Behind the Scenes, Making of, Interview(s), Biografien, Trailershow, TV-Beiträge, Dokumentation über Howard Marks (52 Min.)



