The Replacements (2000)
Helden aus der zweiten Reihe
The Replacements (2000) Helden aus der zweiten Reihe
Oder: Die Indianer von Cleveland hüten ihr Ei
Noch drei von ihren vier letzten Spielen der regulären Saison fehlen den Washington Sentinels, um in die Profi-League zu kommen. Die Chance ist also da. Nur wie packt man diesen goldenen Zipfel? Mit Eddie Martel (Brett Cullen), einem der besten Quarterbacks der League sollte ein Vorwärtskommen drinliegen. Doch oh weh! Die restlichen Spieler beginnen einen Streik! Edward O'Neil (Jack Warden), der Oberboss muss sich schleunigst etwas einfallen lassen:
Er schnappt sich den altausgedienten Coach Jimmy McGinty (Gene Hackman) und weist ihn an ein Replacemtent-Team aufstellen, um diese vier letzten Spiele durchzubringen. Obwohl McGinty erst überhaupt nicht begeistert reagiert sagt er zögernd zu. Sein neuer Quarterback soll Shane Falco (Keanu Reeves) werden, ein einstiger College-Spieler, der von seinem absoluten Spielhöhepunkt in ein tiefes Loch gefallen war - ein tragischer Spielfehler vor sieben Jahren war sein "Aus". Tja, es gibt Hochs und Tiefs im Leben... Armer Shane...
Sodeli, Shane gibt nach langem Hin und Her endlich sein Einverständnis. Zudem kommen u.a. Clifford Franklin (Orlando Jones) und Daniel Bateman (Jon Favreau) ins Replacement-Team. Zwei wirklich durchgedrehte Typen. Jeder mit speziellen Stärken, aber leider auch Schwächen... Von einem ehemaligen Knacki bis hin zu einem Ex-Sumaringer findet man wirklich fast alle Arten von Menschen in diesem *peep*Team.
Was bleibt: Zuwenig Zeit, zuviel zu trainieren und dazu noch ein Team, dessen Chemie überhaupt keine Reaktion zeigt.
Was übrigbleibt: Etwas Hoffnung auf Glück und die "professionelle" Unterstützung durch die abgefahrenen Cheerleaders (allen voran Annabelle Farrell (Brooke Langton), die zusätzlich Shane in ihren Bann zieht.)
Und zuletzt: Werden die Washington Sentinels ihr Ticket in die Playoffs holen? Oder kriegen sie einen deftigen Fusstritt Richtung *nowhere*?
Kinofilm-Rating
Ja, ja. Die Indianer wurden zu Sentinels, Cleveland ist nun Washington. Nur "neu" ist es bestimmt nicht. Warum wird eine gute Sportkomödie einfach etwas aufgewärmt, ab und zu ein bisschen verändert und dem (blöden?) Publikum präsentiert. Ok: Football-Players haben eventuell ihr Freudeli an der Sache. Oder jene, die noch nie im Leben etwas von Die Indianer von Cleveland (ich muss es einfach nochmals schreiben), Waterboy und Sequenzen aus unzähligen Blödelfilmen mögen damit ihre innere Lachmuskel trainieren. Nix gegen die schauspielerische Leistung. Die ist bestimmt i.o. Etwas unglaubwürdig ist jedoch Reeves' Verkörperung dieses Shane-Typs... erinnert vielmehr an Bill und Teds verrückte Reise.... Nach Matrix ein echter Charakterflopp!
Nun. Mit diesen ziemlich negativem Rüberbringsel ist wahrscheinlich auch nicht allen geholfen. Gut, gut, ich versuche mich zu präzisieren: Anspruchslose, gmögige, leicht zum Lachen überzeugbare Menschen werden The Replacements wohl oder übel mögen. Filmgucker, die schon etwas gesättigt sind und eigentlich eher auf der Suche nach gutem Stuff sind, sollen die Finger von diesem Movie lassen. Eine Alternative wäre die TV-Ausgabe in ein paar Jährchen. Oder vielleicht ein Candlelight-Dinner mit der/dem Ex. Oder sogar ein gutes Buch. Oder gar nix.
Freiheit für alle! Ich übernehme keine Verantwortung! Cheers!
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