O Brother, Where Art Thou? (2000)
O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee
O Brother, Where Art Thou? (2000) O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee
Oder: Garantiert Warzenfrei
Wenn man in frühen Jahren, in der Region des Mississippi, eine Straftat begangen hat, dann durfte man unter glühend heisser Sonne, schön im Takt eines deprimierenden Liedes, am Strassenrand Steine klopfen. In Gefängnismontur, bewacht von Polizisten mit Gewehren, die auf Pferden sitzen und den Takt angeben. Einer von diesen armen Seelen ist (oder war) Ulysses Everett McGill (George Clooney). Doch er zieht die Rennerei und die Anstrengung einer Flucht vor. An seiner Seite rennen, springen und flüchten Delmar (Tim Blake Nelson) und Pete (John Turturro). Ihnen hat der schlaue Everett einen Schatz versprochen, wenn sie mit ihm fliehen. Und genau diese Belohnung wollen sie nun suchen gehen.
Auf ihrer Reise in die Freiheit und zum (vermeintlichen) Reichtum stellen sich dem illustren Trio diverse ebenso komische Figuren in den Weg. Allen voran Sheriff Cooley (Daniel von Bargen), der nichts unversucht lässt, die drei Flüchtigen wieder einzufangen. Dann ist da noch ein hellseherischer, kauziger Mann auf einer Draisine, der den Jungs eine Zukunft voraussagt, die so ganz anders tönt als sie das eigentlich geplant hatten.
Ebenso treffen die Flüchtigen auf den Schwarzen Thommy Johnson (Chris Thomas King), mit dem sie in einer Radiostation kurzerhand den Überraschungshit der Saison aufnehmen. Dann ist da noch Pappy O'Daniel (Charles Durning), der im Wahlkampf steckt und nach dem entscheidenden Faktor zur Wiederwahl sucht. Ebenfalls treffen sie auf den bösen "Big" Dan Teague (John Goodman), der zwar vorgibt, Bibeln zu verkaufen, sich aber als ganz übler Geselle entpuppt.
Als unsere drei "Helden" schlussendlich dem von Everett versprochenen Schatz immer näher kommen, rückt dieser mit der Auflösung des Rätsels raus. Seine Frau Penny (Holly Hunter) will wieder heiraten und das muss verhindert werden. Und diese Nachricht ist für die Stimmung in der Gruppe nicht besonders hilfreich....
DVD-Rating
Regisseur Joel Cohen und sein Bruder Ethan Cohen haben sich in den letzten Jahren eine guten Namen gemacht, in dem sie immer wieder spezielle Filme ins Kino brachten, die sich dann als gelungen und kultig herausgestellt haben. The Big Lebowski oder Fargo sollen hier stellvertretend für alle Werke dieser beiden stehen. Mit O Brother Where Art Thou verpflichteten sie diverse Darsteller, die regelmässig in ihren Filmen auftreten und schufen ihre eigene Version von Homers "Odyssey". Dazu entdeckte man den Sound des Südens neu, brachte die Songs auf CD in den Handel und konnte auch in den Musikcharts mit den Soundtrack unerwartete Erfolge einfahren.
Die Geschichte der drei Flüchtigen ist im heissen und schwülen Süden der USA angesetzt. Das merkt man nicht nur an den herrlichen Akzenten der Hauptfiguren, sondern auch an den ebenso schönen Landschaftsaufnahmen. Die Anspielungen auf den klassischen Text und die Geschichte sind zahlreich. Teufel, Sirenen, Überschwemmungen oder Einäugige Wesen. Wer sich mit dieser alten Geschichte befasst, wird noch viel mehr Anspielungen finden.
Unsere drei Hauptfiguren sind herrlich. Gespielt werden sie voller Leidenschaft und von hervorragenden Akteuren. Natürlich wird George Clooney als Hauptperson genannt und die Besorgnis um sein Haar, inklusive "Dapper Dan" Pomade, der er fast mehr Aufmerksamkeit widmet, als allem anderen. Seine Partner sind ebenso toll und natürlich stiehlt, wie fast in seiner Filme, John Turturro allen die Show. Bekannte Gesichter tauchen im ganzen Film regelmässig auf und wenn John Goodman die Szene betritt, kann sowieso fast nichts schief gehen.
Zu der lustigen, teils etwas gar schrägen Geschichte kommt ein Soundtrack, der sich im Lauf des Filmes sehr gut entwickelt und an dem man, nach anfänglichem Zögern und Skepsis, durchaus Gefallen findet. Der Song, den unser Trio zum Besten gibt, ist sogar ein richtiger Ohrwurm...
Fazit: O Brother Where Art Thou ist schräg, kultig und definitiv einen Blick wert. Man mag sich an den Erzählstil des Regisseurenduos erst gewöhnen müssen und teils Szenen wirken künstlich in die Länge gezogen, aber der Film passt als ganzes Produkt einmal mehr, wie die Faust aufs Auge. Wer den etwas anderen George Clooney erleben will, der ist mit diesem Film sehr gut aufgehoben.
Die vorliegende DVD bietet leider keine Extras. Ausser den verschiedenen Sprachfassungen und den dazu gehörenden Untertiteln.
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4.4 Sterne (60 Bewertungen) | 9 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 20.04.2001
- Bildformat: 2.35:1
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1), Italienisch (Dolby 5.1), Spanisch (Dolby 2.0)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Holländisch und noch einen ganzen Haufen mehr
- Extras: Leider nix.




