Mission to Mars (2000)
Mission to Mars (2000)
Oder: Hollywood, we've got a problem!
Wir schreiben das Jahr 2020. NASA hat's nun doch noch geschafft und ein Expeditionsteam auf den Mars geschickt, dass dort eine Forschungsanlage aufbauen soll. Wie es das Schicksal (wohl eher das Drehbuch...) so will, geraten die Forscher während des Erkunden des Planeten in Schwierigkeiten. Nur Kommandeur Luke Graham (Don Cheadle) gelingt es mit letzter Reserven einen unverständlichen Hilfe-Funkspruch in Richtung Erde zu senden. In aller Eile wird eine zweite Mission gestartet... Jim McConnel (Gary Sinise), Woody Blake (Tim Robbins), Terri Fisher (Connie Nielsen) und Phil Ohlmyer (Jerry O'Connell) machen sich in Mars-II auf den 13 Monate langen Flug.
Ein paar "Ich bin Astronaut und langweile mich in meinem Shuttle"-Szenen später hat M2 ihr Zielort schliesslich erreicht... fast. Wäre da nicht noch diese Sauerstoffpanne. Mühsam. Und dass Astronaut Woody einen Spaziergang in die Ewigkeit startet, das hatte unsere Crew doch eher nicht begeistert. Nach all diesen Mühen und Strapazen treffen die drei Verbliebenen auf Mars den vermissten Robinson äh Luke Graham. Wie wir es von pflichtbewussten Astronauten erwarten, beginnt man sofort mit den wichtigsten Tasks: Die USA-Flagge wird wieder aufgerichtet und Luke kriegt einen Haarschnitt. Da anschliessend noch ein wenig Zeit überig bleibt, macht man sich an die Erforschung des unerklärlichen Vorfalls.
Luke hat ein komisches Geräusch empfangen, und in seiner Zeit der Einsamkeit entschlüsselt. Dank Jim McConnel's M&M's stösst die Truppe auf den Ursprung des Geräuschs. Was sie dort finden, das stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten: Vergiss die Biblische Schöpfungsgeschichte. Hier wirds gezeigt, wie es wirklich geschah. Wer's glaubt wird selig. Amen.
Kinofilm-Rating
Endlich mal wieder ein toller Sci-Fi Film... schön wär's. Die Special Effects sind gut, der Weltraumflug erscheint äusserst real und glaubwürdig, auch die Marsoberfläche stellt sich wohl jeder in etwa so vor - Mars Explorer sei dank. Doch das ist schon alles Rühmenswerte. Neben den Spezialeffekten hat der Film absolut nichts zu bieten. Die Story ist schwach, der Handlung fehlt jedliche Spannung und die Schauspieler haben sichtlich Mühe ihre Rollen zu spielen. Schade.
Als Zuschauer kommt das Gefühl auf, den ganzen Film schon mal irgendwo gesehen zu haben. Die Drehbuchautoren bedienten sich schamlos an Elementen aus 2001: A Space Odyssey, Apollo 13, Contact und gar Abbys. Trotzdem - oder gerade deswegen - schafften sie es, keine nahtlose Geschichte zu erstellen, ich hatte ein paar mal das Bedürfniss mir an den Kopf zu langen. "Zu viele Köche verderben den Brei". Dies vermögen die zahlreichen Effekte und der schräge Soundtrack leider nicht überdecken.
Eigentlich müsste der Film einen anderen Namen haben... So etwas in der Richtung: 2020: A Space Odyssey for Dummies. Deshalb: Schiesst den Film auf den Mars... äh Mond.
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2.7 Sterne (46 Bewertungen) | 8 Kommentare




