Men of Honor (2000)

Men of Honor (2000)

Oder: Die weissschwarze Hassfreundschaft

Men of Honor

Wenn Blicke töten könnten ...

Carl Brashear (Cuba Gooding Jr.) ist ein schwarzer Junge, der auf dem Land aufwächst und dessen Vater hart arbeiten muss, um seine Familie am Leben erhalten zu können. Wir schreiben übrigens das Jahr 1943 ... anstatt in die Schule zu gehen, entschliesst sich Carl seinem Vater auf dem Hof zu helfen und somit deren Existenz zu sichern. Die Zeit vergeht, Carl wird älter und beschliesst in die Navy zu gehen. Zum Abschied sagt ihm sein Vater, er wolle ihn nie wieder zu hause sehen, er solle kämpfen für das was er in Zukunft erreichen wolle, auch wenn dazu manche Regeln gebrochen werden müssen.

Men of Honor

"HALLOOO???"

Der Traum von einer Militärkarriere ist jedoch schon bald ausgeträumt, Schwarze taugen ja kaum zu etwas und haben somit auch in den höheren Rängen der Armee nichts zu suchen. Er findet sich als Koch auf hoher See wieder und seine Freude der Navy dienen zu können ist schon wieder verflogen. Da es aber im südpazifischen Raum so heiss ist, dürfen die Matrosen natürlich ab und zu baden gehen: Dienstags die Schwarzen und sonst die Weissen - aber ja nie zusammen! Carl ist dies ziemlich egal, den Weissen jedoch ganz und gar nicht: Es kommt zum Wettschwimmen. Doch siehe da, Carl lässt seinen Gegner im Regen stehen! (Hauptsache nass!). Kurzerhand wird er bei den Rettungsschwimmern eingeteilt und schafft somit ein erstes Schrittchen nach oben zu gelangen.

Auf dem selben Schiff befindet sich derzeit Major Sunday (Robert De Niro), Profitaucher der US Navy, doch nicht mehr lange: Bei einem Hubschauberabsturz versucht er alles menschenmögliche um die Opfer zu bergen und vergisst seine eigene Gesundheit. Dafür muss er schwer büssen, denn er wird in seinem Leben nie wieder tauchen dürfen und wird zum Ausbilder für Navy-Taucher ernannt.

Men of Honor

"Helm auf!"

Unterdessen versucht Carl bei den Tauchern aufgenommen zu werden. Sein Erfolg führt dazu, dass er schon bald wieder auf Sunday trifft. Es beginnt eine Ausbildung, welche durch Rassendiskriminierung, Stärkemessen und den Tod von Carls Vater überschattet wird. Doch auch diese Hürde kann Carl nicht aufhalten und abgesehen davon, dass er die Taucherprüfung besteht, lernt Carl auch noch Jo (Aunjanue Ellis) kennen, dass ihm die nötige Unterstütung gibt ....

Alles scheint in bester Ordnung, doch eins sei noch verraten: die letzte Hürde ist noch lange nicht überstanden!


Kinofilm-Rating

Robert De Niro als der gescheiterte Held der Nation: am Boden zerstört lässt er seinen Hass an all seinen Mitmenschen aus, aber irgendwo ganz weit drinnen kann man noch ein klein wenig Fairness entdecken ... aber nicht viel. Die Rolle ist auf ihn zugeschnitten und wie man sichs bei ihm gewohnt ist, bringt er auch in Men Of Honor eine schauspielerische Glanzleistung zu Tage. Der veruchte Offizier, der als Baby schon nie glacht hat und dem, ausser ihm selbst, niemand wichtig zu sein scheint.

Aber auch Cuba Gooding Jr. spielt seinen Charakter äusserst überzeugend und lässt den Zuschauer herzlichst mitfühlen. Er muss im Film alles über sich ergehen lassen und das nur weil seine Hautfarbe scharz ist.

Zu bemängeln gibt es an diesem Film eigentlich nicht viel, ausser dass man das Thema nun schon in genügend Filmen gesehen hat: Der Schwarze wird erniedrigt, muss immer die doppelte Leistung erbringen, er lässt sich jedoch davon nicht einschüchtern und zeigt schlussendlich allen Weissen wos lang geht. Gerade dadurch das die Thematik immer wieder und wieder aufgezeigt wird, ist der Film auch vielerorts vorhersehbar und das machts auch nicht spannender. Da es aber ein "Based on a true story"-Film ist, wird dieser negative Punkt etwas aufgewertet.

Fazit: Ein guter Film, aber halt trotzdem nicht viel Neues. 4.5 Sterne

3.9 Sterne
3.9 Sterne (39 Bewertungen) | 3 Kommentare

4.5 Sterne4.5 von 0.0-6.0
12.04.2001 / pj