Keeping the Faith (2000)
Glauben ist alles!
Keeping the Faith (2000) Glauben ist alles!
Oder: "I'm not drunk - I'm Irish!"
Vater Brian Finn (Edward Norton) und Rabbi Jake Schram (Ben Stiller) sind seit frühester Kindheit Best Friends. Zusammen wachsen sie in der Weltmetropole New York - Manhattan - auf. Trotz der unterschiedlichen Religionsrichtungen, denen sie entspringen (hüpf), sind sie absolute Kumpels. Mit ihrem männlichen Charme, Witz und Verständnis, ihre Gemeinden nach moderner und aufgestellter Art zum Glauben zu ermutigen, erreichen sie bald, was so viele Priester oder Rabbis seit jeher versuchen: Brian füllt die Kirche, Jake die Synagoge.
Natürlich gibt es auch in dieser Hinsicht wieder traditionell angehauchte Meinungen, die von einem solchen Gottesdienst überhaupt nichts halten: Larry Friedman (Ron Rifkin) ... aber der ist eh nebensächlich.
Nun gut. Brian, der Vater der Väter, hat aus Glaubensgründen keine Absichten eine Frau zu ehelichen. Jake hingegen ist noch Jungeselle und wird von mehreren, ach nein - von fast allen - jüdischen Müttern dazu angehalten, ihre reifen Töchter zu heiraten. Da wäre Bonnie Rose (Holland Taylor), die ihre Tochter Rachel (Rena Sofer) auf dem Ehe-Opfertisch anbietet. Rachel ist attraktiv, gescheit, intelligent und eine sehr erfolgreiche TV Reporterin - los Jake! Zupacken! (Das mit dem Opfertisch ist eine Metapher!)
Auf der anderen Seite ist Anna Reilly (Jenna Elfman), das Jugendgspänli von Jake und Brian. Sie ist die absolut genialste Erfindung von Frau, der Männerkumpel schlechthin, der andere Stern... der den Jungs schon als Mädchen voll und ganz in den Kram gepasst hatte. Nun kehrt sie aufgrund beruflicher Umstände nach Manhattan's Upper West Side zurück. Natürlich sind Brian und Jake zur Stelle und... "Wow - was für eine Frau ist aus ihre geworden!!! *Kiefer hängt tief*"
Tja... Warum bloss einfach das Erstaunen und die aufkommenden Liebessegen frei mitteilen wenn Mann's auch komplizieren kann: Jake und Anna kommen zusammen, wollen Brian aber nicht unnötig mit ihrer Ehrlichkeit "belasten". Brian (ein Zölibatärer) merkt gar nix von Jakes und Annas Gehopse, so kommts wies kommen tut: er verliebt sich allmählich aber deftig in Anna... Jakes Mutter Ruth (Anne Bancroft), die seit einigen Jahren nicht mehr mit ihrem Bruder gesprochen hat, weil er eine Nicht-Jüdin geheiratet hatte, bewirkt bei Jake zusätzlich das Gefühl, nicht ehrlich sein zu dürfen (was sein Gehopse betrifft). Ui ui ui... Anna Anna... was machst du bloss aus den zwei netten Jungs?
Liebe ist nicht gleich Liebe. Und Priester sind geistig also doch nicht so standhaft wie...
So sei gefragt wer zu wem steht und wer wem vergeben kann und ... ?
Kinofilm-Rating
Ein "luschtiger" Film dank Edward Norton, den ich ab sofort zu meinem Lieblinigsschauspieler erkläre. Nortons Sprüche überzeugen mit Note 6+ und lassen verknorzte Hirnzellen etwas in Schwingung geraten. Auch Jenna Elfman, die mir bisher eher unbekannt war, darf ihr schauspielerisches Können präsentieren - tip top! Was den lieben (Annahme), guten (nicht meine Meinung) Ben Stiller betrifft: sorry, der hats schon von Geburt an bei mir schwer. Was Stiller in Keeping the Faith darstellt ist ein Déjà-vu von vergangenen Filmen, in denen er agieren durfte/musste/sollte/[...]. Nichts gegen seine Ohren. Rein äusserlich kann auch er nichts dafür. (Warum zieh' ich über den her? Der kann mir doch gestohlen bleiben...).
Keeping the Faith, um es nochmals zu plaudern, hat mich zum Lachen gebracht (Bravo Norton, das schaffen nicht viele). Etwas weniger überzeugend ist das Faktum, dass ein einigermassen normaler Spectacteur das Ende des Films erahnen tut. Nein, eigentlich ist er sich ziemlich sicher, dass es so kommen muss, wie es kommt.
Aber das ist auch egal. Hauptsache ein paar Lacher und Edward Norton ... (Himmel, der ist geil! Oder bin ich das?!)
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4.6 Sterne (54 Bewertungen) | 48 Kommentare




