In the Mood for Love - Fa yeung nin wa (2000)

In the Mood for Love - Der Klang der Liebe

In the Mood for Love - Fa yeung nin wa (2000) In the Mood for Love - Der Klang der Liebe

Oder: ...was uns verbindet

In the Mood for Love - Fa yeung nin wa

*gränn* *flänn* *zänn*

Hong Kong - Anfang der 60er Jahre
Die hübsche Sekretärin Li-zehn (Maggie Cheun) und der charmante Zeitungsredakteur Chow (Tony Leung) ziehen schicksalsmässig zufällig (...uhhhh!) an denselben Tag in benachbarte Wohnungen ein. Da Li-zehns Mann regelmässig in Japan arbeiten muss/darf/will, bleibt sie häufig alleine in der gemeinsamen kleinen Wohnung zurück. Auch Chow bekommt seine Gattin vermehrt nicht zu sehen. Anscheinend verlangt der Job plötzlich (!) mehr Reisewilligkeit von ihr. Also auch sie: zufälligerweise ab nach Japan. Wenigstens kriegt er manchmal einen netten Brief von ihr.

In the Mood for Love - Fa yeung nin wa

... leave it all behind.

Kein Wunder, dass Li-zehn und Chow bald einmal ein Gespräch über ihre Ehepartner führen. Leider ist der Verdacht unumgänglich: die jeweilige bessere Hälfte hat ein Verhältnis mit der anderen. (...blöd, blöd...) Verhältnis = Affäre = zusammen Fremdgehen = gemeinsam Ehepartner betrügen ...

In the Mood for Love - Fa yeung nin wa

Hungry for LOVE

Li-zehn versucht soviel Mut wie möglich aufzubringen, um ihrem Mann zur Rede zu stellen. Sie scheitert jedoch bei "Proben" mit Chow, da sie einfach zuviel Rücksicht auf ihren Ehemann nimmt.

Tja. Naheliegend wäre in dem Fall, dass sich Chow und Li-zehn auch zusammentun würden. Ob das eine Lösung ihrer Einsamkeit ist? Oder gibt es eine andere Möglichkeit, ihrem Schicksal eine Wende zu geben?


Kinofilm-Rating

"Wow, was für ein Film!", ist der hängengebliebene Eindruck. Wir haben's hier eindeutig mit einer bisher wenig bekannten Art der Präsentation von Schauspiel- und Regiekunst zu tun. Poesie gepaart mit höchstem Talent an feiner Ironie und Gefühlswelt-Inszenierung. Ein Liebesdrama voller melancholischer, witziger und gleichzeitig harmonischer Szenen.

Regie: ein wahres Genie - ein Kultregisseur, dieser Wong Kar-wai. Jemand, der ungezügelt und reaktionsschnell jegliche Einfälle gleich umsetzen darf und will.
Kamera: als Unterstreichung der eindrücklichen Szenen mit besonderer Kunst geführt. Von langsamen, Slow-Motions bis hin zu "leeren" Bilder. Einfach ungezwungen!
Musik: der absolute Hammer! Witzig, traurig-dramatisch, tragisch, verstärkend... perfekt!
Kulisse: 1-A! Da Zeit und Orte so am besten harmonieren. Wäre das Szenario in der heutigen Zeit eingegliedert worden, hätte es an Glaubwürdigkeit verloren. Die verschiedenen, jedoch immer wiederkehrenden Orte des Geschehens vermitteln bald ein Gefühl von: "Ah, kenn' ich ja schon. Und genau, da waren sie auch schon!".
Schausspieler: ich habe keine Ahnung, obs noch Bessere gibt. Nein, es kann keine besseren Actors geben. Wirklich eine Top-Leistung, die verständlicherweise mehrfach prämiert wurde. Hoffentlich ohne Ende!
Humor/Dramatik: oft durch musikalische Klänge unterstrichen. Die betrügenden Ehepartner bleiben unerkannt = eine sehr gute Idee!

All in all: ein wirklich sehr empfehlenswerter Film für die etwas "nicht immer durchschnittlich denkenden" Kinogänger.

5.2 Sterne
5.2 Sterne (26 Bewertungen) | 4 Kommentare

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17.01.2001 / nd