Hollow Man (2000)
Hollow Man - Unsichtbare Gefahr
Hollow Man (2000) Hollow Man - Unsichtbare Gefahr
Oder: Now you see him -- now you don't!
Das kleine Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Dr. Sebastian Caine (Kevin Bacon) hat den Durchbruch geschafft: Mit ihren radioaktiven Serums können sie nicht nur Lebewesen unsichtbar machen ("That's the easy part, you know" - jaja, wer's glaubt), sondern auch den Prozess wieder umkehren. Zumindest beim armen Gorilla-Versuchskaninchen hat's geklappt. Doch statt den Erfolg ihrem Auftragsgeber (das grosse, sternförmige Haus...) zu melden, überredet Caine seine Arbeitskollegin und Exfreundin Linda McKay (Elizabeth Shue) und Wissenschaftler (und geheimer Linda-Lover) Matthew Kensington (Josh Brolin) zu "Phase 3" zu wechseln.
Phase 3: Der Versuch am Mensch. Und weil Caine nicht nur superintelligent sondern auch eingebildet und ein kleiner Möchtegerne-Gott ist, will er der erste Mensch auf dem Mars sein... - äh nein, falscher Film - der erste unsichtbare Mensch sein. Et voilà: The Invisible Man! Zu Beginn ist alles noch lustig, Caine albert mit "Wo-ist-er-denn-hin?"-Jokes und macht sich beim Rest des Teams damit beliebt. Oder eben nicht. Nach 3 Tagen sollte der Unsichtbarprozess wieder umgekehrt werden - so schreibts das Forschungsprotokoll fest. Tragischerweise ist Caine kein Affe - seine Umkehrung misslingt.

[insert Bacon joke here]
Fieberhaft wird nach einer Lösung gesucht, doch die bleibt ungefunden. Caine nimmts cool und überwindet seine Miseré, indem er sich zum Psycho mausert. Als die anderen Mitarbeiter daraufhin das Projekt beenden (lassen) wollen, wird Caine für sie zu einem äusserst gefährlichen Gegner. Gefangen im unterirdischen Hochsicherheitslabor kämpfen sie ums Überleben. Unsichtbar == unaufhaltbar? Scheint so...
Kinofilm-Rating
Und wieder einmal versucht Hollywood mit einer Unmengen von Special Effects die Zuschauer zu blenden: Die visuellen Effekte von Hollow Man sind beeindruckend, zugegeben. Die Transformationsszenen wirken äusserst realistisch. Ebenso auch die Szenen, in denen Caine's Körper durch Rauch, Wasser, Dampf, Feuer und gar Blut teilweise sichtbar wird. Doch genügt das?
Ganz klar nicht. Dem The Invisible Man Remake fehlt die Ideen. Ist die Handlung in der ersten Hälfte noch einigermassen ansprechend, verkommt sie im Verlaufe des Filmes zu einem lächerlichen Bös-jagt-Gut-0815-Klamauk. Störend sind zudem die zahlreichen Fehler in Kontinuität, Medizin und Logik. So wird beispielsweise beim Unsichtbarmachen Bacon's Hüfte mit einem Tuch bedeckt - doch je nach Kamerastellung ist's vorhanden oder nicht. In den Infusionen und Spritzen sind Luftbläschen *R.I.P.*. Der Unsichtbarkeits- prozess verläuft von aussen nach innen. Warum sollte deshalb der Umkehrprozess von innen nach aussen verlaufen? Und und und...
Fazit: Stupider Actionfilm. Schade. Da hätte man mehr daraus machen können, Herr Verhoeven!
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2.8 Sterne (91 Bewertungen) | 4 Kommentare



