Boiler Room (2000)
Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum
Boiler Room (2000) Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum
Oder: Auf gut Deutsch: Dampfkessel-Raum.
Die Handlung von Boiler Room ist einfach: Jeder hat sicher schon vom American Dream geträumt. Vom Tellerschlecker zum Miliardär. Oder so. Seth Davis (Giovanni Ribisi) träumt jedoch nicht nur, sondern ist im Begriff sein Ziel ziemlich schnell zu erreichen: $$$. Sein eigenes Casino (illegal versteht sich) läuft gut. Nur Seth's Vater (John Rifkin) hat keine Freude. Er als Bezirksrichter stellt ihn vor die Wahl: Entweder das Casino - oder die Familie.
Als Seth Greg Weinstein (Nicky Katt) kennen lernt, ist er von dem jungen, arroganten Börsenmakler und dessen Lifestyle (sprich GELD) fasziniert. Greg bietet ihm ein Vorstellungsgespräch bei seiner Firma J.T. Marlin an. Zusammen mit anderen Jungs wird Seth vom Personalchef Jim Young (ja, es ist wirklich Ben Affleck!) ins Business eingeführt. Hauptdevise: Aktien verkaufen - um jeden Preis. Während seiner Probezeit lernen die Jungs langsam die richtige Verkaufstaktik. Besonders Seth sticht hervor, nach kurzer Zeit darf er - unter strenger Beobachtung von Greg - Hauptgeschäfte abwickeln.
Es scheint für Greg alles rund zu laufen: Liebeleien mit der Sektretärin Abby (Nia Long); ein freundschaftliches Verhältnis zu Chris Varick (Vin Diesel), einem der "alten" Makler-Gurus sowie florierende Geschäfte. Die Million rückt greiffbar nahe, der Ferrari steht auch schon fast vor dem Haus. Doch durch Zufall kommt Seth hinter das Geheimnis des Erfolgs... und wenig später, nach einigen bedrückten Verkaufsdeals und dem Besuch des FBI's droht das ganze zu eskalieren. Da holt die Vernunft Seth doch noch ein... jedenfalls das bisschen, das davon noch übrig geblieben ist. Ob's reicht? Vieleicht ;¬)
Kinofilm-Rating
Doch... Boiler Room hat mir gefallen. Ich nehm mal an des einfachen Geldes wegen. Jawoll. Ich will Millionär werden. Davon träumt doch eingentlich jeder. Wer hat noch nicht diese Zeitungsinserate gelesen: "10000.- in einem Monat verdienen". Obwohl da offensichtlich was falsch ist, ist eine gewisse Anziehung, Verlockung nicht zu verleugnen. Klar, Geld ist nicht alles, aber es macht halt vieles einfacher. Deshalb kann ich gut mit Seth mitfühlen, sein Drang nach mehr, nach Erfolg... und eben einem Ferrari (naja, Geschmackssache) vor der Hütte. Sein Werdegang innerhalb der Firma ist äusserst interessant mitzuverfolgen. Wie er langsam die Methoden seiner Ausbilder annimmt, um unschuldige und unwissende Opfer zu sinnlosen Aktienkäufen zu bewegen. Es verwundert mich spätestens nach diesem Film nicht mehr, dass unzählige Leute auf die Maschen reinfallen.
Auch nicht-Bänkler werden Gefallen an Boiler Room finden. Die Rollen sind perfekt besetzt. Einziger Wehrmutstropfen: Das Ende des Filmes. Der plötzliche moralische Wandel ist zu einfach, 0-8-15-mässig... aus bös wird gut. Da hätte sich Regisseur & Drehbuchauthor Ben Younger was besseres einfallen lassen können... zumindest hätte er Seth doch noch einen Ferrari zukommen lassen können... in diesem Sinne: Los, in den Ferrari, und *brrroum* ab ins Kino. Denn dies ist einer der besseren Filme.
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4.5 Sterne (12 Bewertungen) | 2 Kommentare



