Books of Shadows: Blair Witch 2 (2000)
Books of Shadows: Blair Witch 2 (2000)
Oder: Auf, auf, zur Hexenjagd!
Ein Jahr nach The Blair Witch Project: Horden von Neugierigen und Filmfans überfallen Burkittsville, MD, USA, auf der Suche nach den Schauplätzen des Filmes. Dass BWP pure Fiktion ist, interessiert die wenigsten. Die Bewohner sind gespalten: Einerseits fühlen sie sich in ihrer Ruhe gestörrt, andererseits bringen die Touristen Geld.
Auch der junge Jeff (Jeffrey Donovan) mischt im Souveniergeschäft mit: Als Betreiber des grössten Online-BWP-Internetshop bietet er nicht nur Steine, Äste und Erde aus dem Wald an, sondern führt auch Touren zu den "Originalschauplätzen" im Sortiment auf. Eine solche haben Stephen (Stephen Turner), seine schwangere Freundin Tristen (Tristen Skylar), Gruftie Kim (Kim Director) und die Wicca-Hexe Erica (Erica Leerhsen) gebucht. Während Stephen und Tristen für ihr Buch über das "Blair Witch" Phänomen recherchieren wollen, fasziniert Kim vorallem den Film und Erica möchte mit der Blair Hexe Kontakt aufnehmen...

"Gestatten: Blair, Hexe Blair."
Es wird also im Blair Wald übernachtet, genau an der Stelle, wo die inzwischen weltberühmten Videoaufzeichnungen gefunden wurden. Eine zufällig ebenfalls an dieser Stelle eintreffende andere Tourgruppe wird weggeschickt, und man macht sich ans seriöse Untersuchen: Es wird gesoffen und gekifft bis zur Ohnmacht. Als die muntere Truppe am Morgen darauf erwacht, finden sie ihr Camp verwüstet und in ihrem Gedächtnis eine fünfstündige Lücke... Vielleicht bringen die Videobänder der zerstörrten Kameras Aufschluss, was in dem kollektivem Black-Out passierte.
Da kündigt sich das Böse an: Tristen hat eine Fehlgeburt. Nach dem Spitalaufenthalt will die Gruppe deshalb in Jeff's Absteige - ein altes verlassene Fabrikgebäude - die Videotapes der vergangenen Nacht anschauen, um endlich zu erfahren, was passierte. Doch irgendwas stimmt nicht... Irgendwas haben sie aus dem Wald mitgebracht... Halluzinationen, Wahnvorstellungen... bis langsam aber bestimmt die Bänder das grausige Geheimnis preisgeben...
Kinofilm-Rating
Die Erwartungen nach Blair Witch Project sind hoch. Schaffts die Fortsetzung, am Erfolg anzuschliessen? Leider käumstens: Zwar verspricht BWP2 einige spannende Minuten, doch besser als andere Horrorstreifen ist's nicht. Obwohl zu Beginn des Filmes versprochen wird, die Handlung beruhe ebenfalls auf reinen Tatsachen, wird allzuschnell klar: Die Macher waren nur noch auf Effekthascherei aus. Vom ursprünglichen, laienhaften Flair des ersten Filmes ist leider gar nichts mehr übrig geblieben. Made In Hollywood
Auch als Horrorfilm kann BWP2 nicht viel bieten. Die Vermischung von Realem und Irrealem ist wahrlich nichts neues. Eine Handlung ist kaum vorhanden, der Film springt von einer Szene zur anderen, die Charakter sind clichébehaftet. Erwartungen geschürrt, möge doch endlich was passieren. Doch nein, ausser ein paar Blutschmierereinen, lauter Musik und Geisterscheinungen passiert wenig. Zu wenig. Wenn schon Hollywood, dann bitte richtig!
Schade, schade. Aber irgendwie war's ja voraussehbar...
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2.2 Sterne (32 Bewertungen) | 3 Kommentare




