28 Days (2000)

28 Tage

28 Days (2000) 28 Tage

Oder: Santa Cruz und der letzte Schluck.

28 Days

Shake it Baby!

Gwen (Sandra Bullock) ist ein menschlicher Alk-Sex-Party-Haufen. Zusammen mit ihrem gleichgesinnten Freund geniesst sie die wilden, nächtlichen Ekzesse in den verschiedensten Bars Manhattens NY. Ihre ungebändigte Art und Sichtweise das Leben zu durchfeiern endet aber vorläufig tragisch an der Hochzeit ihrer Schwester. Betrunken und ohne Realitäts- bewusstsein ruiniert Gwen die Feierlichkeiten. Sie vermiest den Gästen und dem Hochzeitspaar ganz deftig die Laune und schwafelt ungehobeltes Zeug - irrsinnig lustig... Der ganze Alk-Mist gipfelt schliesslich in einem Autounfall, der *Glück im Unglück* keine unbezahlbaren Folgen mit sich bringt. (Aber hätte können. Und genau da hört der Spass auf ...)

Gwen wird durch Gerichtsentscheid für 28 Tage in eine Entzugsklinik gesteckt. (Die bessere und mildere Variante zum Knast.)

28 Days

Knuddelbär und Schwarzenegger

Heimleiter Cornell (Steve Buscemi), der mit seinen ungewöhnlichen Ansichten bezüglich Entzug bei Gwen keinen Stein im Brett hat, lässt ihr die möglichen Freiheiten: bleiben oder gehen = Gefängnis. Gute Voraussetzungen zur widerwilligen Unterordnung.

Was sich ihr an jenem abgelegenen Ort alles blüht: Gruppengesänge, monotones Runtergeleier sinnvoller Sätze (gehen wahnsinnig unter die Haut), entgegenkommende Typen mit Sprüchen um den Hals hängen und süssigkeitsvertilgende DrogenSüchtis. Ein wirklich harmonischer Ort voller guter Energie... wirklich! Denn die "Gäste" dort sind speziell wie sonst nirgends.

28 Days

Eine schrecklich nette Familie

Erst blockt Gwen jeglichen Kontakt zu den anderen Insassen ab, befreundet sich jedoch nach einiger Zeit und begleitenden Alk-Entzugssymptomen mit ihrer drogensüchtigen Zimmergenossin Lilly (Elizabeth Perkins) und dem alkigen Baseballprofi Eddi (Viggo Mortensen).

Doch Gwen muss sich entscheiden. Will sie zurück und ihr einstiges, alkoholbetäubtes Leben wieder aufnehmen oder neue Wege beschreiten, die doch etwas langfristiger sind?


Kinofilm-Rating

Nun wissen es alle: Alkohol ist ungesund und macht krank. Oder wie ging das schon wieder? Einerseits möchte man vor Peinlichkeiten, die Gwen bietet im Kinosessel untertauchen. Aber da sind die ironisierten Szenen, die an die Bauchmuskeln gehen. Ok, auch die sind nicht grad ein Grund zum laut Rauslachen, aber ein Smile mit begleitendem Schütteln des Oberkörpers liegt drin - die stille Variante, sozusagen.

Rein filmtechnisch bietet der Film nichts Aussergewöhnliches. Jedoch wird auch keine derartige Spezialität erwartet. Schliesslich handelt es sich um eine Drama-Komödie die in der heutigen Zeit spielt.

28 Days ist sehenswert. Genug der langen Worte.

3.4 Sterne
3.4 Sterne (39 Bewertungen) | 4 Kommentare

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17.05.2000 / nd