19 (2000)

19 (2000)

19

In den SBB bald verboten...

Usami ist ein durchschnittlicher, japanischer Student. Auf seinem Heimweg von der Uni wird er urplötzlich von drei Fremden Jugendlichen in ein Auto gezerrt und entführt. Die Kidnapper fesseln Usami jedoch nicht in irgend einem Kellerloch, sondern bringen ihn zum Einkaufen, in den Zoo und schliesslich an den Strand, wo sie einige Spielereien mit ihm vorhaben. Eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht, und doch ist sich Usami auch immer der Gefahr bewusst, die von seinen Entführern ausgeht.


Kinofilm-Rating

Schreibblockade, wer kennt sie nicht? Man sitzt da mit einem Blatt Papier und einem Stift, der sich sträubt etwas zu schreiben. So geht es auch mir, dem Hobbyjournalist, der sich doch immer bemühen möchte, originelle Reviews zu schreiben, die aber auch informativ sind.

19 kommt ohne wirkliche Story aus, und ist doch spannend. 19 wurde auf Video gedreht und ist trotzdem visuell interessant. Der Film wirkt improvisiert und spontan, die Schauspieler laienhaft aber gut. Regiseur Watanabe spielt den Gangleader höchstpersönlich. Eine Figur, die gerade deshalb erschreckend ist, da sie liebenswert und barbarisch zugleich ist. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten, wie ich in einem Interview mit dem Regisseur las. Der Film übte eine merkwürdige Faszination auf mich aus, obwohl ich nicht behaupten kann, dass mir klar ist, was er mir sagen möchte. Es sind einzelne Momente, Dialogfetzen, die in Erinnerung bleiben und die Angst, die Usami verspürt. Ein Film, den man sich auf jeden Fall anschauen sollte. Warum jedoch, weiss ich auch nicht genau. Sicher ist, die 19 im Titel bezieht sich auf die genau 19 Einstellungen aus der 19 besteht. Die allergrösste Frage ist aber, warum der Film erst fünf Jahre nach seiner Premiere am Filmfestival in Toronto in die Schweizer Kinos kommt.

3.8 Sterne
3.8 Sterne (5 Bewertungen) | 0 Kommentare

4.54.5
08.09.2005 / ma