Species 2 (1998)
Species 2 (1998)
Oder: Manchmal ist das erste Mal das letzte Mal...
Einige Jahre sind seit dem Zwischenfall mit Sil vergangen, ein Geschöpf, welches aus menschlicher und Alien-DNA geklont wurde und aus dem Labor ausbrach. Dabei wurde klar, dass es sich bei Sil und ihren Artgenossen um eine tödliche Bedrohung für die menschliche Rasse handelte und sich die Menschen auf eine allfällige Rückkehr vorbereiten mussten. Deshalb wurde Eve (Natasha Henstridge) - ein weiterer Embryo aus dem Sil Experiment - aufgetaut, der den Menschen helfen sollte, die Aliens zu töten.
Zur selben Zeit kehrt eine Marsexpedition von ihrer Mission zurück. Die drei Astronauten bringen jedoch nicht nur Gesteinsproben, sondern auch eine neue, tödliche Bedrohung für die Menschen auf die Erde. Während eines sieben Minuten langen Blackouts, in dem das Shuttle nicht mehr erreichbar war, ist etwas Schlimmes an Bord des Raumschiffes geschehen. Unwissend von den Monstern, die sie in sich tragen, mischen sich die Astronauten wieder unter die Leute und gehen ihrem alltäglichen Leben nach. Schon bald häufen sich Berichte über grausam zerhackte oder einfach verschwundene Frauen und die Polizei hat keine Ahnung, wer der Täter sein könnte.
Als man schliesslich das Blut der Astronauten untersucht, findet man Hinweise auf eine Alien-Kontamination, doch diese entspricht nicht der DNA von Eve. Also gibt es mindestens ein weiteres Alien auf dem Planeten. Press Lennox (Michael Madsen), der Kopfjäger, der auch Sil getötet hat, wird nochmals hinzugezogen, um das neue Alien aufzuhalten - ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
DVD-Rating
Die Alien-Saga wurden in vier Teilen erzählt, warum sollte es nicht auch ein Sequel zur kleinen Schwester geben. Nach dem gewaltigen Erfolg von Species, bei dem der Schweizer Künstler H.R. Giger das Design der Ausserirdischen lieferte, folgte dieses unvermeidbare Sequel drei Jahre später. Entgegen allen Erwartungen wurde die neue Geschichte nicht um die Ratte aufgebaut, welche am Ende von Species mit der Alien DNA infiziert war, sondern es wurde ein völlig neues Szenario entwickelt. Dieses wurde primär darauf ausgelegt, die Erfolgsformel vom ersten Teil in die Extreme zu treiben und alle Logik links liegen zu lassen.
Natürlich gibt es kein Species ohne Natasha Henstridge. Das Model kehrt in der Rolle des Aliens - diesmal Eve genannt - zurück. Es wird deutlich, dass Henstridge sich inzwischen viel sicherer ist und obwohl sie sich in Sachen Schauspiel nicht viel verbessert hat, nimmt man ihr das Alien mehr ab als im Vorgängerfilm. Rein vom Szenario her kam es mir wie bei Terminator 2 vor, wo man die Kampfmaschine auf die Seite der Guten gestellt hat, um gegen einen neuen Angriff eine Chance zu haben. So kann der Zuschauer wenigstens etwas mehr über die Eve-Artgenossen erfahren und wozu sie alles fähig sind. Dies ist aber auch der einzige Aspekt, der als Positiv zu bezeichnen ist, denn der Rest ist nur noch tragisch.
Die Aliens werden diesmal von den Teilnehmern einer Mars-Mission eingeschleppt, also haben wir mehrere Aliens, das bedeutet mehr Schleim, mehr Blut und natürlich mehr Sex. Anscheinend haben die Produzenten die Erfolgsformel vom ersten Teil gut studiert und wollten einfach mehr von dem bieten. Leider will es beim besten Willen nicht funktionieren. Obwohl es mit der Marsmission zu Beginn noch ganz interessant ist und es sogar noch etwas mehr Hintergrundinformationen über die Aliens gibt, wird der anfänglich positive Eindruck sehr schnell in vielen unnötigen Szenen ersäuft. Schliesslich bleibt nicht viel übrig als infizierte Astronauten, welche sich durch die Gegend kopulieren und dabei gehörige Sauereien anrichten.
Obwohl zwei aus dem Greiferkommando des ersten Teils, nämlich Michael Madsen und Marg Helgenberger, wieder dabei sind, kann man sich mit dem Sequel kaum anfreunden. Die Chemie unter den Hauptdarstellern, welche im ersten Teil noch gut funktioniert hat, ist nicht zu spüren, und dass die Handlung nur mit immer öder werdenden Sexszenen vorangetrieben wird, will auch nicht begeistern. Dazu kommt noch, dass die neuen Aliens - welche in Species 2 ohne Gigers Hilfe weiterentwickelt wurden - wie mit Schleim überschüttete Zombie-Dogs aus Resident Evil aussehen. Schande über sie, Gigers Arbeit so zu verhunzen.
Fazit: Species 2 macht es sich sehr einfach: Alle Logikregeln aus Teil eins über Bord werfen und das Konzept so lange prügeln, bis man daraus ein Sequel machen kann. Von der spannenden Hetzjagd des Vorgängers bemerkt der Zuschauer nichts mehr. Dafür bekommt man eine Sex- und Gewaltorgie serviert, welche mit platzenden Bäuchen und literweise Blut um sich schmeisst und dabei weder in Sachen Story noch in der Handlung oder Spannung überzeugen kann. Damit wurde so ziemlich das Ende der Species Serie eingeläutet. Wie Madson auf seiner offiziellen Homepage treffend schreibt: "Big Mistake".
Die DVD vermag kaum zu begeistern und liefert den Film in durchschnittlicher Qualität ab. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf einige Deleted Scenes. Schade, aber ich glaube kaum, dass noch jemand nach dem Ansehen des Filmes noch nach viel Bonusmaterial schreit.
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2.2 Sterne (22 Bewertungen) | 7 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 30.04.1999
- Bildformat: Widescreen (1.85:1)
- Sprachen: Dolby Digital 5.1 Deutsch, Dolby Digital 5.1 Englisch, Dolby Digital 5.1 Spanisch
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Spanisch, Polnisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Portugiesisch
- Extras: Audiokommentar vom Regisseur- Zusätzliche, bisher unveröffentlichte Szenen- Orginal Kino-Trailer- 8-seitiges Booklet



