Rear Window (1998)
Das Fenster zum Hof
Rear Window (1998) Das Fenster zum Hof
Oder: Gegenüber passiert Übles
Jason Kemp (Christopher Reeve) ist nach einem schweren Verkehrsunfall vom Kopf abwärts gelähmt und muss sich auf ein Leben einrichten, das er nur mit der Hilfe und Unterstützung anderer Menschen bewältigen kann. Nichtsdestotrotz zieht er zurück in seine Wohnung, die er mit allerlei technischen Hilfstmitteln hat ausrüsten lassen. Zusammen mit Pfleger Antonio (Ruben Santiago-Hudson), versucht er, das Beste aus seiner schlimmen Situation zu machen. Beispielsweise sitzt er gerne in der Dunkelheit am Fenster und beobachtet das Treiben im Nachbarhaus.
Dort fällt ihm, neben den Bauarbeitern und einer schönen Blondine, ein Paar auf, das sich regelmässig streitet. Nachdem er bereits einmal die Polizei hat rufen müssen, um der Frau zu helfen, muss er eines Nachts hilflos zuhören, wie es in der Wohnung über der Strasse kracht und blitzt. Als ein Schrei erklingt und die Frau danach nicht mehr in der Wohnung zu sehen ist, steht für Kemp fest, dass sie ermordet wurde. Er benutzt seine Bekannte Claudia (Daryl Hannah), um der Sache auf den Grund zu gehen und begibt sich dabei in tödliche Gefahr.
DVD-Rating
Christopher Reeve war Superman, ein durchtrainierter und gesunder Schauspieler und ein beliebter Gast Hollywoods. Bis er 1995 nach einem Reitunfall gelähmt blieb und sich nur noch vereinzelt vor die Filmkameras wagte. Einer seiner letzten Fernsehfilme hiess Rear Window und war die Neufassung des Klassikers von Alfred Hitchcock von 1954, in dem James Stewart mit Gipsbein die Nachbarn beobachtete.
Die Geschichte des Filmes zieht ihre Faszination nicht etwa aus dem Verbrechen im Haus gegenüber, der Verwirrung um blonde Frauen oder gar aus den schauspielerischen Leistungen. Es geht einzig und allein um Christopher Reeve, dessen Schicksal man kannte und der trotzdem eine solche Rolle spielen wollte - kein Schauspieler, der mit Pseudo-Gips im Rollstuhl sitzt, kein Star der eine Behinderung spielt, sondern ein Mann, der mit dieser Rolle Real- und Bildschirmleben vereint. Bemerkens- und bewundernswert.
Und trotzdem braucht der Film eine Weile, bis sich die Spannung entwickelt, und auch dann scheint sie kaum aus den Startlöchern zu kommen. Zu bekannt ist die Story, zu blass sind die Darsteller. Neben Reeve verblassen Namen wie Darly Hannah oder Robert Forster, weil halt der Mann mit dem multifunktionalen Röhrchen die Szenerie jederzeit an sich reisst.
Fazit: Rear Window ist ein solider Fernsehfilm geworden, der nicht mit dem Original mithalten kann, aber durch das Schicksal des Hauptdarstellers trotzdem ans Herz geht. Christopher Reeve wird unvergessen bleiben.
Die DVD von Rear Window hat weder Bonusmaterial noch Untertitel zu bieten. Den Film gibt's im englischen Original und in der deutschen Synchro, das Bild ist passabel, aber nicht überragend, und der Ton vermag ebenfalls nicht gross zu überzeugen. Da wäre eine Überarbeitung sicherlich nicht schlecht gewesen.
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4.0 Sterne (2 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 21.01.2010
- Bildformat: 4:3
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Keine
- Extras: Keine



