Halloween H20: 20 Years Later (1998)

Halloween H20 - 20 Jahre später

Halloween H20: 20 Years Later (1998) Halloween H20 - 20 Jahre später

Oder: Ungewollte Familienvereinigung

Halloween H20: 20 Years Later

Hei Mami, was ist los?

Seit dem Massaker in Haddonfield im Jahre 1988 sind zwanzig Jahre vergangen. Nur mit äusserster Mühe konnte der Serienkiller Michael Myers in einer Explosion gestoppt werden, doch seine Leiche wurde niemals gefunden. Dies ist auch der Grund, warum sich Laurie (Jamie Lee Curtis) stets davor fürchtet, dass ihr wahnsinniger Bruder immer noch hinter ihr her ist. Sie hat sich deshalb von diesen traumatisierenden Ereignissen nie wirklich erholen können. Trotz allem fand sie einige Jahre später einen Partner und ihr Sohn John (Josh Hartnett) wurde geboren. Inzwischen ist dieser 17 Jahre alt, und lebt wie auch Laurie unter falschem Namen in Kalifornien, wo sie eine exklusive Luxusschule leitet.

Halloween H20: 20 Years Later

Och, hab' blos von meinem Bruder geträumt.

Doch die vielen Jahre der Angst zehren an Laurie und haben aus ihr eine Alkoholikerin gemacht, die John mit ihrer Übervorsicht in den Wahnsinn treibt. Sie verweigert ihm jede Aktivität ausserhalb ihrer Aufsicht, und so kommt es immer wieder zu heftigen Streitereien. Doch Michael Myers ist noch immer unterwegs und hat sich jetzt auf den Weg gemacht, um mit dem Kapitel Laurie endlich abzuschliessen. Im Haus des verstorbenen Dr. Loomis findet er schliesslich den entscheidenden Hinweis, und so wird das, was für andere nur ein üblicher Halloween ist, für Laurie ein weiteres Mal zum Alptraum...


DVD-Rating

Zwanzig Jahre, nachdem Laurie Strode das letzte Mal auf Michael Myers traf, kehrt die ursprüngliche Scream Queen Jamie Lee Curtis als gestandene Frau wieder zu der Serie zurück, wo sie einst ihr Filmdebut gegeben hat. Ursprünglich hatte sie das Ziel, die ursprüngliche Crew von Halloween nochmals zu vereinigen und mit John Carpenter ein 20-Jahre-Jubiläum zu feiern. Leider wurde daraus nichts, da die Salärforderungen von Carpenter nicht erfüllt werden konnten, und so übernahm der einstige Friday the 13th-Regisseur Steve Miner diesen Posten. Des Weiteren wurde die Entscheidung getroffen, die Auswüchse der Sequels 4 bis 6 - welche sich unter anderem um Lauries Tochter Jamie sowie die Ursache hinter Michaels Taten drehten - komplett zu ignorieren und storymässig gleich an Halloween 2 anzusetzen.

Durch diesen Neustart der Saga, was später mit Rob Zombies Halloween nochmals geschehen würde, kehrte die nach Halloween 6 doch sehr komplex gewordene Saga wieder zu den Basics zurück: Michael jagt Laurie, und bis auf einen kurzen Rückblick auf das Leben des verstorbenen Dr. Loomis (Donald Pleasence) wird kaum etwas aufgegriffen, was in der zwanzigjährigen Lücke geschehen sein könnte. Dies, kombiniert mit einem sauberen Drehbuch, guter Kameraführung und einem ordentlichen Spannungsbogen, gibt dem klassischen Slasher im Vergleich zu seinen Vorgängern auch einen deutlichen Qualitätsschub und ermöglicht es dem Zuschauer, das Ganze auch wieder etwas zu geniessen.

Wer jetzt aber eine grosse Überraschung erwartet, kann jetzt schon beruhigt sein. Halloween H20 lässt sich ohne weiteres in die I know what you did last Summer-Slasher-Kategorie einordnen, wo auch einige Schablonenteenies von einem Killer gejagt werden und schliesslich einen Weg finden, sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen. Lediglich die Vergangenheitsbewältigung von Laurie sowie ihre Konfrontationen mit Sohn John (der auch hier sehr farblos von Josh Hartnett gespielt wird) heben das Ganze etwas aus der Menge heraus, denn die Macher haben sich wirklich bemüht, zu zeigen, wie traumatisiert Laurie ist und wie schwierig es für sie ist, als sie wieder mit ihrem Bruder konfrontiert wird.

Fazit: Halloween H20 lässt sich sicher als solides Sequel klassieren, das rückblickend auch ein ordentlicher Abschluss der Saga gewesen wäre. Der Film liefert eine gute Kombination zwischen Vergangenheitsbewältigung und einem letzten grossen Showdown zwischen Laurie und Michael. Selbst wenn Ellie Cornell und Danielle Harris über die Sequels einen beinahe besseren Eindruck als Jamie Lee Curtis hinterlassen haben, bleibt sie immer noch der Urgegner von Michael Myers. So ist es, wie schon bei Nightmare on Elm Street 7, natürlich um so besser, diese beiden nochmals gegeneinander antreten zu sehen.

Die DVD ist ein Neurelease und liefert den Film in einer ungeschnittenen Version und einer sauberen Bild- und Tonqualität. Allerdings lassen sich bei der englischen Tonspur die deutschen Untertitel nicht ausblenden. Das Bonusmaterial setzt sich aus zwei Interviews und einigen On-Set-Aufnahmen zusammen. Nicht wirklich viele Informationen werden hier geboten, aber wenigstens zwei, drei Anekdoten haben Platz.

3.4 Sterne 3.4 Sterne
3.4 Sterne (24 Bewertungen) | 1 Kommentar

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07.04.2010 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 07.05.1999

  • Bildformat: Widescreen 2.35:1 (Anamorph)
  • Sprachen: Englisch (DD 5.1); Deutsch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch (bei englischer Sprache nicht ausblendbar), Englisch
  • Extras: Making-of; Interviews