Deep Impact (1998)
Deep Impact (1998)
Oder: Ein Meteoritenmovie
Die Geschichte beginnt mit mehreren jungen Hobby Astronomen, welche den Sternenhimmel beobachten. Nur zufällig sehen sie am Himmel einen unbekannten Stern. Natürlich haben sie nicht die Mittel um herauszufinden, was das für ein Problem ist und geben es an einen professionellen Astronom weiter, der dann auch herausfindet, was genau es mit dem Stern auf sich hat. Es ist ein Komet in der Grösse von Texas, der sich auf direktem Kollisionskurs mit der Erde befindet. Falls dieser Komet einschlägt, kann man das als globalen Killer bezeichnen, die Auslöschung des Lebens, so wie wir es kennen. Blöderweise kommt der Astronom bei einem Autoumfall ums Leben, als er die gefundenen Angaben abliefern wollte.
Ein Jahr später findet die junge Journalistin Jenny Lerner (Tea Leoni) über mehrere Quellen heraus, dass hinter dem Rücktritt eines Generalsekretärs mehr steckt, als die offizielle erzählte Geschichte und kommt langsam hinter eine Top Secret Operation der Regierung, welche auch mit dem Komet und mit der letzten Hoffnung für unser Überleben zu tun hat.
Ab diesem Zeitpunkt beginnt der Wettkampf gegen die Zeit. Einerseits um das Überleben der Menschheit und andererseits: Wie kann der Komet aufgehalten werden, der scheinbar unaufhaltsam auf die Erde zurast?
DVD-Rating
Deep Impact kam etwa zur selben Zeit wie Armageddon ins Kino und machte damals an den Kinokassen den Tauchgang. Im Gegensatz zu Armageddon, der mit Bruce Willis und einer typischen amerikanischen Heldengeschichte auffuhr, die ebenso farbig wie bombastisch inszeniert war, setzte Deep Impact ganz andere Prioritäten, welche jedoch kaum die Massen ansprechen konnten. Gerade deswegen hat Deep Impact Qualitäten, die bei Armageddon überhaupt nicht vorhanden sind.
Die Geschichte ist primär aus Sicht der Medien erzählt, was auch die Möglichkeit bietet, die Geschehnisse beinahe dokumentarisch zu gestalten und zusätzliche Informationen hineinzuflechten, welche das ganze viel realer machen. Während bei Armageddon die Helden unter Freudengejohle auf ihre Mission gehen, wirkt hier alles viel ernster und professioneller. Die vielen Stunden Nachforschungen, wie die Menschen auf diese Bedrohung reagieren würden, sind dabei deutlich zu erkennen und zeichnen sich auch in der sehr sorgfältig ausgearbeiteten Handlung aus. Dabei werden auch mögliche Antworten auf die Fragen geliefert, wie wir unseren way of life zu erhalten würden und was für Möglichkeiten es gäbe einen solchen Kometen überhaupt aufzuhalten. Dieser Realismus färbt auch auf das Design des Schiffes ab, welches den Meteoriten aufhalten soll. Anstatt ein möglichst cooles Schiff zu präsentieren, wurde mit den Mitteln gearbeitet, welche auch heute in der Raumfahrt zum Einsatz kommen.
Einige Macken hat der Film dennoch: es sind enorm viele Personen, welche die Geschichte tragen und somit sind auch viele davon sehr oberflächlich beleuchtet und verlieren sich auch in der Story. Jenny Lerner, die auch den Zuschauer auch durch den Film führt ist, wird von Tea Leoni gespielt, welche aber eher farblos und auch langweilig wirkt. Dennoch Deep Impact erzählt eine gute Geschichte und nutzt die verschiedenen Personen recht gut um aufzuzeigen, wie verschieden sich manche Menschen auf den bevorstehenden Untergang vorbereiten.
Fazit: Deep Impact mag zwar weit von dem Mainstram-Fast-Food-Action-Kino im Stil von Armageddon entfernt sein, kann jedoch mit einem sehr gut ausgearbeiteten Szenario überzeugen und wie die Menschen auf so eine Bedrohung reagieren würden. Dabei hat man sich klar darauf konzentriert mit den vielen Personen eine gute Geschichte zu erzählen und nebenbei überdeutlich in der CGI-Sektion gespart. Dies stört jedoch kaum und macht Deep Impact - trotz einiger Produktionsmängel - zu einem der realistischsten und glaubwürdigsten Katastrophenfilme der letzten Jahre.
Die DVD Ausstattung der Special Edition ist eher dürftig. Neben dem obligatorischen Audiokommentar gibt es einige Dokumentationen über die Entstehung des Filmes, wie würde NASA auf die Bedrohung reagieren und Kurzdokumentationen über den perfekten Verkehrsstau und das Ende der Welt.
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3.1 Sterne (46 Bewertungen) | 37 Kommentare
DVD-Infos
Special Edition, erschienen am 29.11.2000
- Bildformat: 2.35:1
- Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1
- Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch
- Extras: 2 Original Kinotrailer


