Starship Troopers (1997)
Starship Troopers (1997)
Oder: Käferjagd mal ganz anders....
In einer fernen Zukunft wird die menschliche Gesellschaft in zwei Arten unterteilt. Die Zivilisten und die "Citizen". Diese Beförderung zum "Citizen" bekommt jeder Schulabgänger, in dem er in die Armee eintritt. Belohnungen, wie zB. die Lizenz zum Kinder kriegen oder Ausbildungsmöglichkeiten, machen den Reiz des Militärs aus. Natürlich wird einem nicht gesagt, dass im Militär Todesfälle an der Tagesordnung sind und das ein intergalaktischer Krieg vor der Haustür steht.
So melden sich dann auch die Schulabgänger Johnny Rico (Casper Van Dien), Carmen Ibanez (Denise Richards) und Carl Jenkins (Neil Patrick Harris), nach mehr oder weniger grösseren Problemen im jeweiligen Elternhaus, im Militär an und starten ihre Karrieren. Während Johnny, als Sport-ass, sich in vorderster Front mit dem Feind herumschlagen muss, werden Carmen (als Pilotin) und Carl (als Wissenschaftler) eher im Hintergrund die Fäden ziehen. Denn kurz nach deren Ausbildung heisst es - Ab in den Krieg!
Seit längerem schon ist die Erde in Bedrängnis. Und zwar durch Attacken von Insekten, welche auf ihrem Heimatplaneten um ihre Existenz fürchten. Und als eines Tages Grossstädte vernichtet werden, heisst es für die Menschheit zurück zu schlagen. Man macht sich auf, zum Heimatplaneten der Viecher, um sie ein für alle mal platt zu walzen. Doch was als einseitige Sache zwischen intelligenten Menschen und dummen Käfern geplant war, entwickelt sich zum Desaster. Denn die Käfer sind bei weitem nicht so dumm, wie sie aussehen und die stationierten Truppen (eine davon unter der Leitung von Johnny) werden dahingemetzelt.
Nun heisst es, den Feind ernst zu nehmen und sich zum letzten Gefecht zu stationieren. Denn irgendwo, tief in den Höhlen des Planeten, muss es ein Hirn geben, dass die Käfer lenkt. Und wie die Menschen die gefangenen Insekten durch Folter und Grausamkeiten studieren, beginnen auch die Käfer damit, den gefangenen Soldaten das Gehirn auszusaugen um so deren Vorgehensweise zu verstehen.
Wer wird überleben? Wer wird diese Schlacht gewinnen? Do you want to know more?
DVD-Rating
Jaja, Käfer plattwalzen. Schiessorgien und keinerlei Handlung oder Hintergedanken. Es könnte doch so einfach sein... Der holländische Regisseur Paul Verhoeven, der immerhin schon Total Recal oder Basic Instinct gedreht hat, wird sich schon was gedacht haben, als er die Menschheit in den sinnlosen Kampf gegen die Käfer schickte. Denn was anfangs als einer matten Matsch-Action aussieht, entpuppt sich nach mehrmaligen Gucken zu einer ganz bösen Satire auf den Militärismus und den Krieg im allgemeinen.
Denn mit welcher Geilheit rufen die Soldaten "War! We're going to War!". Mit welcher Entzücktheit wird auf die Käfer losgeballert. Mit schöner Regelmässigkeit und in allen Details werden TV-Berichte eingespielt, die den daheimgebliebenen auch etwas vom Blutrausch des Krieges vermitteln sollen. Und überhaupt, das Militär geht über alles und sogar schon Jungs und Mädels machen Werbung dafür. Da bietet sich endloser Diskussionsstoff über Sinn und Unsinn solcher Institutionen...
Aber zurück zum eigentlichen Film. Natürlich geht es um Käfer. Die einen fliegen, die anderen robben, wieder welche "furzen" Raketen in den Himmel und dann hat es noch den Standard-Käfer, der halt einfach draufloshackt. Und diesem Übel wird hier der Gar aus gemacht. Auf, meiner Meinung nach, spektakuläre Weise und absolut unterhaltend. Spannend ist es zwar nicht unbedingt, aber man hat so seinen Spass dran. (Ich jedenfalls..)
Schauspielerisch wird auf junge, damals noch nicht so bekannte, Namen zurückgegriffen. Den einen oder anderen wird man in der Zwischenzeit schon öfters gesehen haben (Denise Richards), andere tümmeln in Videotheken vor sich hin. Aber hier geht es nicht primär um die Namen, denn die Stars des Filmes sind einzig und allein die Käfer....
Fazit: Wenn man ein bisschen über den Tellerrand hinausschaut, dann ist Starship Troopers ein interessanter Film mit grossem Diskussionspotenzial. Will man sich einfach unterhalten lassen, so gibt es durchaus schlechtere Wege, als den Jungs zu zuschauen, wie sie Käfer platt machen. Aber das ist, wie immer, reine Geschmacksache. Ich fands sehr gut.
Die vorliegende Silberscheibe fährt mit einem satten Aufgebot von Extras auf. Neben dem üblichen wie dem Audiokommentar, dem Making-of oder der Trailern, bietet diese DVD zusätzlich einen Blick über die Schulter des Regisseurs, wo man erfährt, wie denn einige Szenen ursprünglich gedacht waren und sich im Lauf der Dreharbeiten verändert haben. Ebenso interessant ist der Screen-Test von Casper Van Dien und Denise Richards. Und dazu gibt es noch eine Horde von unveröffentlichten Szenen, die eigentlich recht gut in den Film gepasst hätten. Gute Ausstattung.
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4.5 Sterne (84 Bewertungen) | 30 Kommentare
DVD-Infos
Special Edition, erschienen am 10.07.2001
- Bildformat: 1:1.85 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1), Spanisch (Dolby 5.1), Russisch (Dolby 2.0)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Isländisch, Portugiesisch
- Extras: Audio-Kommentar, Making-of, Szenen-Entwicklungen, Unveröffentlichte Szenen, Kinotrailer, Test-Aufzeichnung, Trailershow, Special-Booklet



