Mimic (1997)
Mimic - Angriff der Killerinsekten
Mimic (1997) Mimic - Angriff der Killerinsekten
Oder: Käfer auf dem Vormarsch
In New York geht eine Seuche um, die Kinder zu Hunderten sterben lässt. Kein Medikament scheint zu wirken, und so muss man das Übel an der Wurzel angehen. Die Kakerlaken werden als Überträger identifiziert, und die Insektenforscherin Dr. Susan Tyler (Mira Sorvino) entwickelt mit Ehemann Peter (Jeremy Northam) ein Gegenmittel. Die Mischung zwischen Termite und Gottesanbeterin soll helfen. Die Viecher werden ausgesetzt, deren Sekrete und Ausscheidungen vernichten die Kakerlaken, und die Seuche wird besiegt. Und eigentlich hätten die "Judas-Kakerlaken" nach ein paar Wochen von selber sterben sollen...
Drei Jahre später bringen zwei Kids, die mit gefundenen Käfern Geld machen wollen, ein besonders spezielles Insektenexemplar zu Susan Tyler ins Labor, und die erkennt das Teil sofort. Es ist eine der Judas-Kreaturen, die damals für ausgestorben gehalten wurde. Und die hat sich nicht nur genetisch verändert, sondern auch einen tödlichen Hunger entwickelt. Die Forscherin macht sich mit Gatte und einem Cop (Charles S. Dutton) auf die Suche nach den Viechern, die inzwischen auch den autistischen Sohn eines Schuhmachers entführt haben. Man wagt sich in die Höhle des Löwen...
DVD-Rating
Bevor Guillermo Del Toro mit Filmen wie Pan's Labyrinth und Hellboy zum gefeierten Genre-Regisseur wurde, drehte er bereits 1997 mit Mimic einen interessanten, spannenden und vor allem recht ekligen Grusler. Denn wenn Kakerlaken mutieren, die Form eines Menschen (im langen Mantel) annehmen können und dann auf selbige losgehen, dann darf man einiges erwarten.
Der Film bietet nicht nur Spannung (besonders im Mittelteil), sondern auch eine Story, deren Ausgangslage nicht mehr so futuristisch daherkommt, wie man das glauben möchte. Wer schon mal in New York war, dürfte wissen, wie es dort in den Schächten und Röhren zu und her geht...
Mira Sorvino (immerhin Oscargewinnerin für Mighty Aphrodite) gibt die Insektenforscherin solide und passabel. Bei solchen Filmen liegen ja bekanntlich die Hauptaufgaben der Darsteller darin, schockiert in die Kamera zu blicken und eklige, schleimige Sachen anzufassen. Das machen Sorvino und ihre Filmpartner überzeugend. Auch Giancarlo Giannini (Casino Royale) und ein sichtlich jüngerer Josh Brolin fallen dabei nicht ab. Hauptdarsteller bleiben aber die Schaben, die durch die Effekte sehr bedrohlich rüberkommen und sogar fliegen können.
Fazit: Mimic ist ein gelungener, spannender und natürlich auch etwas ekliger Käferfilm, in dem es einiges an Schleim zu sehen gibt und natürlich das Geflatter und Getapse der Viecher, das einem noch ein paar Stunden nach dem Film durch den Kopf gehen könnte. Dafür ist das Ende nicht ganz so stark geworden, aber da hat sich der Regisseur bekanntlich den Standards von Hollywood anpassen müssen.
Die vorliegende DVD hat ausser ein paar Texttafeln zu Darstellern und Filmhintergründen keine Extras zu bieten. Ebenso fehlt eine englische Tonspur. Trotzdem, Ton und Bild machen einen angenehmen Eindruck, auch wenn in den dunklen Szenen manchmal etwas der Überblick verloren geht.
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3.7 Sterne (13 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 29.04.2010
- Bildformat: 1:1.66 (Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1)
- Untertitel: keine
- Extras: Trailer



