Conspiracy Theory (1997)

Fletchers Visionen

Conspiracy Theory (1997) Fletchers Visionen

Oder: Weder Fisch noch Vogel

Conspiracy Theory

Du, da liegt was am Boden!

Jerry Fletcher (Mel Gibson) ist ein unruhiger Taxifahrer in New York. Unruhig, weil er genau weiss, dass die Regierung Geheimnisse hat und eine Verschwörung die nächste jagt. Dummerweise sind seine Theorien an den Haaren herbeigezogen, unglaubwürdig und nervend. Vor allem die Staatsanwaltschaft in Person von Alice Sutton (Julia Roberts) muss unter Jerrys Einbildungen leiden. Doch nun hat Jerry anscheinend einen Nerv getroffen. Denn er wird verschleppt und von Dr. Jonas (Patrick Stewart) gefoltert. Dem kann er zwar in die Nase beissen und flüchten, aber von nun an ist Jerry Fletcher auf der Flucht.

Conspiracy Theory

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Hilfe holt er sich bei "seiner" Alice, die nun herausfinden muss, mit welcher der Theorien Jerry seinen Glückstreffer gelandet hat. Doch zum Untersuchen und Ermitteln bleibt praktisch keine Zeit, denn die Verfolger sind dem Duo auf den Fersen und machen vor keinen der kleinen Fallen Fletchers Halt. Als Fletcher und Sutton herausfinden, in was für ein Projekt Dr. Jonas involviert war und was das für die aktuelle Regierung bedeutet, schweben die beiden in tödlicher Gefahr.


DVD-Rating

Dass Mel Gibson mal ein richtig guter Schauspieler war, mag man heutzutage kaum glauben. Inzwischen taucht er nur noch mit Frauengeschichten, peinlichen Äusserungen oder gewöhnungsbedürftigen Filmen (Passion of the Christ) auf. In den Neunzigerjahren sah das noch anders aus. Braveheart, Ransom oder auch Lethal Weapon 3 sprachen eine deutliche Sprache. Ebenfalls in diese Reihe gehört Conspiracy Theory, der aber trotz Staraufgebotes zu den schwächeren Gibson-Werken der Dekade gehört.

Die Geschichte beginnt hektisch, unübersichtlich und lässt den Hauptdarsteller erstmal eine Runde drauflos verschwören. Erst mit dem Auftauchen von Julia Roberts wird ein Gang zurückgeschaltet, und wenn Patrick Stewart beginnt, den Mistkerl raushängen zu lassen, wird die nervös inszenierte Sache sogar ein bisschen interessant. Leider sind solche Highlights jeweils nur von kurzer Dauer, und Regisseur Richard Donner (der mit Gibson diverse andere Filme realisierte) setzt danach vermehrt auf solide, aber altbekannte Actionmomente. Die spielen auch fast durchgehend in der Nacht, so dass das Gerenne und Gespringe kaum Eindruck macht.

Das illustre Darsteller-Trio Gibson/Roberts/Stewart zeigt solide Arbeit, kommt aber in der verworrenen Story nicht recht zur Geltung. Das gilt vor allem für Patrick Stewart, der als Bösewicht einen unterforderten Eindruck macht und in Actionrollen irgendwie fehl am Platz scheint.

Fazit: Conspiracy Theory ist zwar ein solider Actionfilm geworden, der mit grossen Namen auftrumpft, bietet aber eine verworrene Story, die kaum in Fahrt kommt und schussendlich auch etwas langweilt. Zudem ist der Film dunkel umgesetzt, was es dem Zuschauer nicht immer einfach macht, dem Geschehen zu folgen. Auch Witz und Humor sucht man hier leider vergebens.

Die vorliegende DVD hätte auch mal wieder eine technische Überarbeitung verdient. Der Ton ist zwar solide und ansprechend abgemischt, aber in Sachen Bildqualität ist man sich inzwischen schon Besseres gewohnt. Fleckige Bilder zeugen davon. Auch Bonusmaterial sucht man vergebens. Da gibt es höchstens ein paar Filmtipps zu den Hauptdarstellern.

3.5 Sterne 3.0 Sterne
3.5 Sterne (26 Bewertungen) | 0 Kommentare

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03.10.2011 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 25.09.1998

  • Bildformat: 16:9
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Spanisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch; Spanisch; Dänisch; Finnisch; Französisch; Italienisch; uvm.
  • Extras: Zusatzinformationen zu den Darstellern