Con Air (1997)
Con Air (1997)
Oder: Come fly with us....
Disziplin, Gehorsam und die Liebe für's Vaterland. Das alles vereint die US Rangers. Einer von ihnen, Cameron Poe (Nicolas Cage) trifft in einer kleinen Bar seine schwangere Frau Tricia (Monica Potter) wieder und freut sich auf das zivile Leben und die bevorstehende Geburt seiner Tochter. Als er auf dem Parkplatz in Notwehr einen angreifenden Schläger tötet, kommt er vor Gericht und wird zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt.
Im Knast sitzt er nicht nur seine Zeit ab, sondern beschäftigt sich mit Krafttraining, Sprachstudium und dem regen Briefkontakt mit seiner inzwischen schulpflichtigen Tochter. Da kommt unverhofft das Entlassungsschreiben. Poe kann zurück nach Hause. Und weil's schnell gehen soll, wird er in ein Flugzeug gesetzt, dass die brutalsten und bösesten Verbrecher in ein anderes Gefängnis bringen soll.
Es kommt wie's kommen muss. Die Verbrecher, angeführt vom wahnsinnigen Cyrus "The Virus" Grissom (John Malkovich), überwältigen die Wärter und übernehmen das Flugzeug. "Welcome to Con-Air"!
Der Verantwortliche für die Sicherheit des Fluges, US Marshall Vince Larkin (John Cusack) muss sich also nicht nur mit entlaufenen Schwerverbrechern rumärgern und versuchen diese Katastrophe zu beenden, sondern auch mit dem grossmäuligen und sturen DEA-Agent Duncan Malloy (Colm Meaney), der nicht nur seinem Agenten verbotenerweise eine Waffe mit ins Flugzeug gegeben hat, sondern nun auch drauf und dran ist, den Flieger mit Gewalt vom Himmel zu holen.
Nach einem kurzen Zwischenstop, um mehr Häftlinge einzuladen, wird Cyrus' Coup bemerkt und das Militär hängt sich an die Fersen des entführten Flugzeugs. Doch Cyrus, Diamond Dog (Ving Rhames), Johnny-23 (Danny Trejo) und Konsorten wollen sich diese Chance auf Freiheit nicht entgehen lassen und sind bereit, zum äussersten zu gehen. Und mittendrin der Ranger Cameron Poe, der ja eigentlich nur nachhause zu Frau und Kind will....
DVD-Rating
Nicolas Cage war 1996 schon ein angesehener Hollywoodstar. Ein bisschen spezialisiert auf aussergewöhnliche Rollen und noch nicht so richtig massentauglich. Da kam ihm das Angebot von Jerry Bruckheimer für den Film The Rock gerade recht. Einen Actionhelden, hatte Cage bis dahin noch nicht gegeben. Dieser Film war dann auch so erfolgreich, dass das gleiche Gespann nur ein Jahr später den nächsten Action-Film in Angriff nahm. Con Air vereinte nicht nur diese Zwei Personen noch einmal, sondern konnte auch mit einer beeindruckenden Liste von Co-Stars aufwarten.
Die Geschichte ist typisch für einen Actionfilm. Ein netter, aber brandgefährlicher Mann wird in eine Situation gesteckt, die er durch seinen Willen, ein familiäres Ziel zu erreichen, zu meistern versucht. Dass man ihm hier eine ganze Flugzeugladung Schwerverbrecher gegenüberstellt, ist einerseits gut für die Action und andererseits gibt es Konfrontationen, die sich gewaschen haben. Die Gruppe der Guten ist bei Con Air nämlich erschreckend klein. Da wäre mal der Ranger und der US-Marshall. Voilà. Der Rest der Cops und Militärs bleibt gesichtslos und hat keinerlei Chance gegen das charismatische und gnadenlos auftrumpfende Böse.
Überhaupt, vergesst Nicolas Cage! Und labt euch an den Darstellungen von John Malkovich, Steve Buscemioder Colm Meaney. Ach, eigentlich kann man (mit wenigen Ausnahmen) alle Schauspieler der Verbrecher hier loben. Keiner spielt schwach, alle haben Spass am Böse sein und das merkt man jederzeit. Dass vor allem Malkovich überzeugen würde, konnte man erahnen, dass er aber so präsent sein würde und seine Sprüche (und seien sie noch so brutal) so zynisch und witzig sind, ist eine absolut positive Überraschung.
Fazit: Con Air ist ein aufgeblasenes, lautes, spannendes und total unterhaltendes Popcorn-Kino, dass man sich ohne weiteres immer wieder anschauen kann. Schauspielerisch top, musikalisch Bruckheimer-mässig passend unterlegt und wenn man nicht weiss, was machen, dann lässt man etwas explodieren. Der Showdown in Las Vegas hätte man dann zwar vielleicht besser lösen können, aber er passt. Con Air ist einer der besten, unterhaltsamsten und erfolgreichsten Actionfilme der 90-Jahre. In diesem Sinne: "Buckle up and enjoy the inflight-movie"...
Die DVD bietet nebst einer grossen Auswahl an Sprachversionen und deren Untertitel ein paar interessante Features. So lernt man zum Beispiel, wie der Showdown in Las Vegas gefilmt wurde und man darf staunen, wieviel davon am Computer erstellt werden kann... Dazu ein Making-of, das den Zuschauer hinter die Kulissen blicken lässt und indem die Schauspieler über die Dreharbeiten schwärmen dürfen. Dazu der originale Kinotrailer und ein spezieller Blick auf Pearl Harbour.
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4.1 Sterne (109 Bewertungen) | 31 Kommentare
DVD-Infos
Special Edition, erschienen am 10.07.2001
- Bildformat: 1:2.35 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1), Spanisch (Dolby 5.1), Russisch (Dolby 2.0)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Isländisch, Portugiesisch
- Extras: Making of (View from above), Zerstörung von Las Vegas, Kinotrailer, Extra-Trailer von Pearl Harbour



