Star Trek: First Contact (1996)

Star Trek: Der erste Kontakt

Star Trek: First Contact (1996) Star Trek: Der erste Kontakt

Oder: Resistance is Futile!

Star Trek: First Contact

Du hast da was am Hals...

Das Führen von Kriegen oder das Erhalten von Frieden hat regelmässig seinen Preis. In diesem Falle war es das Flaggschiff der Föderation, die Enterprise D und der legendäre Captain Kirk. Die Crew unter Captain Picard (Patrick Stewart) überlebte den Vorfall rund um den mythischen Nexus und sie begaben sich mit der neuen verbesserten Enterprise E wieder auf Mission. Die Feuertaufe des neuen Flaggschiffs lässt auch nicht lange auf sich warten. Die Borg, eine der schlimmsten und beinahe unaufhaltsamen Feinde der Föderation, haben einen neuen Kubus geschickt, um die Erde zu assimilieren.

Star Trek: First Contact

Scream for me!

Wie schon bei der grossen Schlacht von Wolf 359, wo acht Jahre zuvor der erste Borgangriff gestoppt worden war, will die Föderation auch diesmal die Borg in einer Schlacht aufhalten. Die Borg sind der Föderation allerdings weit überlegen und metzeln sich ohne Probleme durch die Angriffswellen der Föderation. Entgegen direkten Befehls, stösst die Enterprise schliesslich zum Kampf hinzu und schafft es, den Kubus nach einer Eingebung von Picard, der beim letzen Angriff der Borg von ihnen assimiliert wurde, zu zerstören. Doch in letzter Sekunde verlässt ein kleines kugelförmiges Raumschiff den Kubus und nimmt Kurs auf die Erde.

Star Trek: First Contact

*hicks*, was für ein Drecksjob

Die Enterprise folgt der Kugel, die in einen mysteriösen Wirbel eintritt, der sich vor ihrem Bug formt und muss tatenlos mit ansehen, wie vor ihren Augen die Erde zu einer Borg-Kolonie wird. Die Borg haben anscheinend in der Vergangenheit die Erde assimiliert und nur der Wirbel hat die Enterprise E von der Veränderung geschützt. Picard folgt den Borg in die Vergangenheit und kann dort auch das kugelförmige Schiff zerstören, doch die Borg haben schon sehr viele Schäden an der Planetenoberfläche verursacht.

Picard findet heraus, dass sie sich einen Tag vor dem ersten Kontakt mit einer ausserirdischen Rasse befinden, der unbedingt stattfinden muss, da ws sonst die Föderation nie geben wird. Also müssen sie dafür sorgen, dass der erste Warpflug der Phoenix stattfindet und gleichzeitig die Enterprise gegen die Borg verteidigen, die sich in letzter Sekunde an Bord gebeamt haben. Ein Kampf gegen die Zeit und gegen einen gnadenlosen Gegner entbrennt, der vor nichts Halt macht und weder Gnade noch Erbarmen kennt. Widerstand ist Zwecklos.


DVD-Rating

Star Trek First Contact läutete endgültig die neue "The Next Generation"-Ära ein und nach Generations war es der erste Film, der von der neuen Crew komplett alleine bestritten wurde. Jonathan Frakes (Riker) gab sein Kino-Regie-Debüt und lieferte den mit Abstand düstersten Star Trek Kinofilm ab.

Nachdem in den alten Filmen primär die Klingonen den Gegner markierten, übernahm einer der besten jemals kreierten Bad Guys diese Rolle: Die Borg. Eine Rasse aus Cyborgs, welche seit Tausenden von Jahren Rasse für Rasse in ihr Kollektiv einverleiben, um Perfektion zu erreichen. "Widerstand ist zwecklos", einer der Sätze, welche sie auszeichnet, denn sie machen vor nichts und niemandem halt. Während sie später in der TV-Serie Star Trek Voyager sinnlos verheizt wurden, hat man ihnen in First Contact wirklich das Eindrückliche, Unaufhaltsame und Eiskalte gegeben, was sie auch verdienen. Das alptraumhafte Aussehen und die enorme Präsenz macht sie zu einer ernsthaften Gefahr und zu einem Gegner, den man nicht unterschätzen soll.

Jonathan Frakes hat es geschafft, diesen übermächtigen Gegner sehr gut in eine klassische Star Trek Geschichte zu integrieren, die genauso von Humor wie auch von Menschlichkeit geprägt ist. So trifft die Crew auf den Schöpfer der Föderation, welcher sich als ganz andere Person herausstellt, als angenommen wurde. Viele humorvolle Dialoge und köstliche Sequenzen zwischen dem Cast prägen den Film und geben ihm, mit den dezent hinein gewobenen Weisheiten, die typische Qualität, die Star Trek ausmacht. Die kommentarlos eingeführte Enterprise E überzeugt mit ihrem neuen, schnittigen Design von der ersten Minuten an und führt die Saga der Enterprises sauber weiter.

Dennoch bleiben immer noch einige Punkte, die einen Schatten auf die 6er Wertung werfen. Durch das Debüt auf der grossen Leinwand von Jonathan Frakes als Regisseur merkt man auch, dass viele Szenen von eher unerfahrener Regie geprägt sind. Träger Schnitt und einige recht verhauene Szenen sind die Relikte seiner Unwissenheit, welche aber mehr und mehr im Verlauf des Films abnehmen.

Fazit: Star Trek First Contact kombiniert einen abgrundtief bösen und unaufhaltsamen Gegner mit einer intelligenten Story und einem sehr guten Cast und macht daraus einer der besten und düstersten Filme in der Star Trek Saga. Dank vielen humorvollen Szenen versprüht der teilweise recht brutale Film dennoch den typischen Star Trek-Charme, welcher den Film sehr sympathisch macht. Trotz einiger Schnitzer gehört First Contact zu den Must-See-Filmen der Serie.

Die Special Editionen der Kinofilme, welche über die Jahre erschienen sind, bieten das Bonusmaterial und das Hintergrundwissen, welche dem Inhalt der Filme auch gerecht werden. So wurde bei First Contact eine umfassende Dokumentation über die Borg eingefügt, wie sie ursprünglich für die Serie entwickelt wurden bis hin zur finalen Version im Kinofilm. Die Hintergrundinfos über diese äusserst komplexe Rasse fallen jedoch recht dünn aus. Des weiteren gibt es "Star Trek-Universum"-Dokus, welche sich mit Charakteren wie Zefram Cochrane beschäftigen und darüber, wie sie in der ganzen Geschichte stehen oder über das Seti-Programm, welches in der realen Welt nach Aliens sucht. Dazu gibt es mehrere Dokumentationen, die sich umfassend mit der Entstehung der verschiedenen Designs und der Story beschäftigen und lassen die Leute vor und hinter der Kamera gut zu Wort kommen. Der Audiokommentar von Regisseur Jonathan Frakes fällt allerdings eher unbeholfen aus.

5.2 Sterne 5.0 Sterne
5.2 Sterne (27 Bewertungen) | 7 Kommentare

5.5 Sterne5.5 von 0.0-6.0
25.12.2006 / db


DVD-Infos

Special Edition, erschienen am 07.04.2005

  • Bildformat: Widescreen 2.35:1 (Anamorp)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1) / English (DD 5.1) / Tschechisch (DD 2.0) / Ungarisch (DD 2.0) / Polish (DD 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Türkisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Bulgarisch
  • Extras: Audiokommentar von Regisseur und Schauspieler Jonathan Frakes und von den Drehbuchautoren Brannon Braga und Ronald Moore / Textkommentar von Michael Okuda und Denise Okuda / Ein Tribut an Jerry Goldsmith / Das Vermächtnis von Zefram Cochrane / Der Erste Kontakt: die Möglichkeiten / Die Produktion: Die Story, Das Raketensilo, Das Schutzschild, Von „A“ bis „E“ / Making of / „Der erste Kontakt“ – das Design / Das Borg-Kollektiv: Unimatrix Eins; Die Queen; Die Design-Matrix / Rekonstruktion der Szenen: Borg-Queen-Montage; Fluchtkapsel-Start; Der Untergang der Borg-Queen / Storyboards / Fotogalerie / Original Kino Trailer und Teaser