Space Jam (1996)

Space Jam (1996)

Oder: Fly like an Eagle!

Space Jam

Looney Tarantinos

Im Basketball gibts einen Höhenflieger, der es geschafft hat, zum unsterblichen Star zu werden. Michael Jordan hat alles erreicht und tritt, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, zurück. Er will von nun an Baseball spielen.

Gleichzeitig sieht sich weit im Weltall Mr. Swackhammer (Stimme von Danny De Vito) einem Problem gegenüber. Sein Vergnügungspark "Moron Mountain" zieht nicht mehr. Die Besucher laufen davon, die Attraktionen sind abgenützt. Auf der Suche nach einem neuen Aufhänger entdeckt Swackhammer im TV die Looney Tunes. Die sind schnell, lustig, abgefahren und vor allem "Looney". Er schickt eine Gruppe Aliens ins Cartoonland, um Bugs Bunny, Daffy Duck und Konsorten zu entführen.

Space Jam

His Airness gehts an den Kragen

Doch Hase Bugs ist nicht auf den Kopf gefallen. Er verlangt eine Chance zur Verteidigung und fordert die Aliens zu einem Spiel in Basketball heraus. Der Gewinner kriegt alles. Die kleinen Aliens, böse wie sie sind, organisieren sich inzwischen die Talente verschiedener NBA-Spieler und wachsen körperlich in die Höhe. Unseren Tunes bleibt eigentlich nur noch eine Chance: Michael Jordan.

Beim Golfspiel wird der ehemals beste Basketballer der Welt in die Cartoonwelt "entführt" und soll dort die Looney Tunes auf Vordermann bringen. Ob ihm das gelingt, ob die verrückten Cartoonfiguren wirklich auf den dunklen Planeten reisen müssen und was genau Bill Murray mit diesem Spiel aller Spiele zu tun hat, sind nur einige Fragen, die erst dann beantwortet werden können, wenn der letzte Korb geworfen ist. Und die Chancen für die "Tune Squad" stehen denkbar schlecht.


DVD-Rating

Wir kennen die Technik aus Who Framed Roger Rabitt oder Cool World. Der Zusammenschnitt von Cartoon-Figuren und realen Charakteren in einem abgefahrenen Abenteuer, das meist in der Cartoonwelt spielt. Die Looney Tunes haben ja inzwischen mit Looney Tunes: Back in Action bereits ihren zweiten Film vorgelegt. 1996 taten sie sich mit Michael Jordan zusammen und eroberten die Leinwand. Dazu gabs ein paar coole Werbespots für den Schuhhersteller und das Duo Jordan/Bunny machte grosse Kasse. Space Jam schaffte es allerdings nicht, die 100-Millionen-Dollar-Grenze an den Kinokassen der USA zu brechen.

Der ganze Film dreht sich (natürlich) um Michael Jordan, der vom Basketball zurücktritt und am Ende nochmals ein paar Saisons ranhängt. Dazwischen gibts teilweise gute, alte Cartoontricks und herrliche Charaktere. Foghorn Leghorn, Tazmanian Devil ("Lemony-Fresh"), Pepe Le Pew (*stink*) oder auch Tweety ("I tought I taw - I did! I did! I did tee Michael Jordan!") und der Roadrunner ("Beep Beep") sowie all die anderen verrückten Viecher versprechen geniale Szenen, die teils leider ein bisschen kurz ausgefallen sind. Vor allem beim über 30 Minuten dauernden Basketballspiel gibts dann aber witzige und schöne Animationen en masse. Auch der teils recht anarchische Witz der Looney Tunes bricht zwischendurch mal hervor, allerdings haben die Macher mehrheitlich darauf geachtet, dass der Film massenkompatibel bleibt.

Dass "His Airness" kein Schauspieler ist, beweist er praktisch in jeder Szene ausserhalb des Basketball-Courts. Egal, denn dort hat er Verstärkung durch Bill Murray (herrlich) und Wayne Knight (lustig), welche dieses Problem zu lösen verstehen. Danny de Vito ist leider nur stimmlich zu hören. Er spricht den Bösewicht vom Weltraum. Die Zusammenarbeit mit den Zeichentrickfiguren passt sehr gut, die einzelnen Viecher bekommen ihre eigenen Szenen und im Spiel geht dann die Post definitiv ab.

Was bei Space Jam ebenfalls nicht vergessen werden darf, sind die Songs. Da schafft R. Kelly mit "I Believe I can Fly" den Durchbruch zum endgültigen Star, Seal schmettert "Fly like an Eagle" und die "Monstars Anthem" wird auch von grossen Namen der Hip-Hop-Szene von sich gegeben. Wirklich sehr gelungen und jederzeit ein Ohr wert.

Fazit: Space Jam macht Spass. Allerdings erst so richtig, wenn die Cartoon-Figuren vorkommen und so richtig Gas geben. Die einzelnen Szenen in der "realen" Welt, sind nicht übel, haben aber einfach nicht den "Drive" der animierten Variante. Da können die NBA-Basketballer noch so herrlich gegen Türen laufen.

Die DVD ist leider recht mager ausgestattet. Ausser dem Trailer und ein paar Produktionsnotizen gibts da nichts zu finden. Dafür wurden neun Sprachfassungen auf beide Seiten (ja, die Disc kann man wenden) gebrannt, von denen aber nur wenige im 5.1 Dolby Sound zu hören sind. Das Bild ist klar und deutlich, was vor allem in der quietschbunten Cartoonwelt ein dickes Plus ist.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.54.5

 

01.08.2007 / muri

Community:

Bewertung: 3.3 (36 Bewertungen)

 

 

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