The Rock (1996)

The Rock - Fels der Entscheidung

The Rock (1996) The Rock - Fels der Entscheidung

Oder: Touristenfalle!

The Rock

Wo sind die Bondgirls?

Stanley Goodspeed (Nicholas Cage) ist eine Laborratte des FBI. Er kennt sich mit chemischen Substanzen aus, langweilt sich den grössten Teil seines Arbeitstages und wenn mal ein mysteriöser Koffer eingeliefert wird, gerät er in Panik. Er zahlt schon mal 600 Dollar für eine Langspielplatte, fährt einen beigen Volvo und seine Freundin hat ihm gerade gesagt, dass er Vater wird. Als der Anruf kommt...

Francis Hummel (Ed Harris) ist ein hochdekorierter Militärgeneral. Ausgezeichnet mit Verdienstordern aller Art ist er eine Art Held des Landes. Unter seinem Kommando sind in verschiedenen Kriegen diverse Soldaten ums Leben gekommen, die vom Heimatland weder geehrt wurden, noch deren Familien entschädigt. Das will er ändern und erpresst von der amerikanischen Regierung 100 Millionen Dollar. Sonst lässt er chemische Raketen auf San Francisco los. Er hat sich mit seinen Männern auf Alcatraz positioniert und will seinen Plan durchziehen. Egal, was kommen mag.


The Rock

Jetzt hab ich alle Migros-Murmeln!

Stanley Goodspeed wird vom FBI-Direktor kontaktiert und nach San Francisco geflogen. Er soll eine Einheit von Marines dabei unterstützen, die Festung auf der Insel zu erobern und die chemischen Raketen zu eliminieren. Dabei helfen soll der Truppe ein alter Mann namens John Mason (Sean Connery), der "offiziell" gar nicht mehr existiert und für sich beansprucht, der einzige Mensch zu sein, der jemals von Alcatraz flüchten konnte. Er war zwar 30 Jahre hinter Gittern gesessen und fühlt sich ein wenig eingerostet, aber er soll sein Wissen von damals in die Gruppe einbringen, um den scheinbar wahnsinnig gewordenen General zu stoppen.

Doch das FBI spielt nicht fair mit Mason. Und der britische Ex-Agent weiss das. Und trotzdem muss er mit der Laborratte Goodspeed zusammenarbeiten, wenn er diesen Wahnsinn überleben will.


DVD-Rating

Wie man aus einem Schauspieler für spezielle Rollen zum angesagtesten Actionstar werden kann, bewies Nicholas Cage, in dem er Mitte der 90er Jahre einen sehr erfolgreichen Ausflug ins Actiongenre wagte und mit drei Filmen seinen Platz dort festigen konnte. Bevor er in Face off mit John Travolta über die Leinwand kämpfte und in Con Air eine Flugzeugladung Bösewichte auseinander nahm, schickte ihn Regisseur Michael Bay als Laborratte auf Alcatraz, um eine Katastrophe zu verhindern. The Rock, durchgestylt bis zum grossen Finale, wurde ein riesiger Erfolg und katapultierte Nicholas Cage endgültig hinauf zu den Superstars von Hollywood.

Produziert wurde dieser Knaller, wie könnte es anders sein, von Jerry Bruckheimer. Er und sein inzwischen verstorbener Kumpel Don Simpson hatten bereits Bad Boys oder auch Top Gun produziert und konnten inzwischen ihren Reichtum kaum mehr zählen. Das (und wahrscheinlich einiges andere) sorgte dafür, dass Don Simpson 1996 tot aufgefunden wurde. Gerüchteweise mit über zwanzig verschiedenen Drogen in seinem Körper.

Die Story von The Rock ist ebenso einfach, wie klassisch. Ein Mann aus dem Labor muss mit einem vermeintlichen Bösewicht zusammenarbeiten, ist in der Gefahrenzone bald auf sich allein gestellt und muss über sich hinaus wachsen, dass er die Aufgabe überhaupt erfüllen kann. Dazwischen werden Sprüche geklopft, die Actionszenen mehrheitlich in Zeitlupe und untermalt mit bombastischem Sound gezeigt und die anfänglich so durchorganisierten Bad Guys schreiten immer näher ans Chaos heran.

Ja, The Rock ist ein typischer Michael Bay-Film, der tolle Bilder liefert, spektakuläre Stunts zelebriert und mit einem tollen Cast auffährt. Neben Nicholas Cage, der ein paar Anfangsschwierigkeiten hat, treffen wir da auf Sean Connery ("It's a Grunge Thing"), den superben Ed Harris als Bösewicht für den man irgendwie noch Verständnis hat oder auch auf David Morse (Disturbia), Michael Biehn (The Terminator), sowie John C. McGinley (Scrubs, Wild Hogs).

Fazit: Den Film hat eh scho jeder gesehen, der sich Actionfan schimpft. Und aus dieser Sicht betrachtet, ist The Rock ein ganz toller, gut gemachter, aufwändiger und spannender Film geworden. Natürlich kann man ihm ankreiden, dass die Aktionen ein bisschen gar übertrieben sind und das ganze (wie meist bei Michael Bay) mächtig aufgeblasen wurde, aber wen kümmert das schon, wenns an allen Ecken rummst und bummst. Eben.

Inzwischen gibt es viele Versionen des Films auf DVD zu kaufen. Die Vorliegende hat leider keine Extras oder Hintergrundberichte zu bieten. Dafür müsste man dann schon die "Deluxe-Edition" posten, die mit Booklets, Reportagen und Interviews auffährt. Technisch ist die vorliegende "Widescreen-Edition" aber trotzdem gelungen. Die Explosionen fordern die Boxen heraus und das Bild darf sich sehen lassen.

4.8 Sterne 3.0 Sterne
4.8 Sterne (89 Bewertungen) | 12 Kommentare

4.54.5
22.09.2008 / muri


DVD-Infos

  • Bildformat: 2.35:1 (anamorph 16:9)
  • Sprachen: Englisch (DD 5.1), Deutsch (Dolby Surround), Spanisch (Dolby Surround)
  • Untertitel: Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte
  • Extras: Keine, Disc muss gewendet werden

The Rock (1996)
Bewertung: 4.8 (89 Bewertungen)
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