Eraser (1996)
Eraser (1996)
Oder: Shut up, you're dead!
Bei Gerichtsverhandlungen begeben sich Kronzeugen, welche eine verhandlungskritische Rolle spielen, bei einer Aussage oft in tödliche Gefahr. Um zu verhindern, dass diese Zeugen vor der Verhandlung liquidiert werden, gibt es innerhalb der US-Regierung ein streng geheimes Zeugenschutzprogramm (Witness Security Department - WitSec), welches solchen Zeugen eine neue Identität verschafft. John Kruger (Arnold Schwarzenegger) ist eine Legende unter den Top-Secret-Agenten und einer der Besten des Zeugenschutzprogramms.
Lee Cullen (Vanessa L. Williams) wollte eigentlich dem FBI nur sensible Daten über einen Riesendeal beschaffen, in dem Waffen illegal an Private weiterverkauft werden sollen. Sie ist sich dabei gar nicht bewusst, in welch tödliche Gefahr sie sich damit begeben hat, denn an diesen Daten können sich einige sehr hohe Tiere in Washington die Finger verbrennen. Kaum hat Cullen die Daten dem FBI überreicht, soll Kruger ihre Sicherheit garantieren, denn es wurde bereits ein Killerkommando auf sie angesetzt. In letztem Moment kann Kruger sie retten und versteckt sie an einem Ort, der nur ihm bekannt ist. Doch damit ist die Gefahr noch nicht gebannt: Plötzlich werden andere Schützlinge von WitSec umgebracht, und es wird klar, dass sich ein Verräter in die Organisation eingeschlichen hat. Kruger bleibt nichts anderes übrig, als auf eigene Faust zu handeln und zurückzuschlagen!
DVD-Rating
Die Ikone des Actiongenres lässt es noch einmal richtig krachen: Nach den von allen Seiten zerrissenen Komödien Jingle All The Way und Junior kehrt Schwarzenegger nochmals in das Genre zurück, um genau das zu tun, was ihn berühmt gemacht hat. Ganz im Stil von Red Heat, Commando oder True Lies, mimt er den unaufhaltbaren Top-Agenten und bietet ein lineares Actionspektakel, wie es im Buche steht.
Chuck Russell, der bis heute auch A Nightmare on Elm Street 3, The Mask oder The Scorpion King realisiert hat, entwickelte mit Arnold Schwarzenegger das Konzept von Eraser und war von Anfang an von dem wildentschlossenen Agenten fasziniert, der alles tut, um seine Zeugin zu schützen. Um es spannender zu machen, wird John Kruger eine unsichtbaren Übermacht gegenüber gestellt, die wild entschlossen ist, ihn auszuschalten. Doch je mächtiger der Gegner, umso mehr Action kann geboten werden, denn jetzt muss John Kruger im Kommando-Stil und mit viel Geschick vorgehen, um sich und seine Zeugin am Leben zu erhalten. Daraus zimmert man schnell einen kurzweiligen Agententhriller, und dank Missachtung jeden Realismus und einer gehörigen Prise Selbstirionie und Humor funktioniert dies auch sehr gut. Allerdings darf man sich keine Minute damit aufhalten, die illegal produzierten Waffen (die Railguns) oder einige Stunts zu hinterfragen, denn vieles ist schlichtweg unmöglich und wäre nicht Schwarzenegger in der Hauptrolle, dann wären sie komplett lächerlich.
Auch wenn das Szenario mit korrupten Agenten und Beamten eher altbekannt ist, wird es von Regisseur Chuck Russel sehr gut in Szene gesetzt, und auch an der reissenden Kameraführung gibt es nichts zu kritteln. So wird die Story ohne grosse Hänger temporeich vorangetrieben. Dank einem guten Ausgleich zwischen recht brutaler Action, amüsanten Onelinern sowie den üblichen Comdey Sidekicks kann man auch übersehen, dass Arnie mit Pistolen auf Flugzeuge schiesst oder nach einem beinahe ungebremsten freien Fall nach dem Aufschlag ohne Probleme herumlaufen kann. Beim Cast geben nicht nur Schwarzenegger, sondern auch Vanessa Williams einen gute Anker für Film und haben mit James Caan einen genau so fiesen, wie arroganten Gegenspieler.
Fazit: Eraser ist primär ein Back to the Roots - eine Rückkehr zu den rauen, brutalen und dennoch unterhaltenden Actionstreifen, die auf jeden Realismus pfeifen und mit einer durchschnittlichen Rahmenhandlung primär auf Bombastaction sowie sympathische Figuren setzen. Für Mitdenker kaum zu empfehlen, aber für Kinogänger, welche gerne einfach mal hundert Minuten kurzweilig unterhalten werden, sicher einen Blick wert.
Die getestete DVD ist noch ein Sprössling aus der Zeit, wo die DVDs mit Papp-Hüllen auf den Markt geworfen und die Fans mit minimalster Ausstattung abgespiesen wurden. Selbst wenn es alle nötigen Tonspuren sowie unzählig unnötige Untertitel hat, wird ausser einem Trailer und Minibiographien der Stars kein Bonusmaterial geboten. Das Bild ist körnig und unscharf sowie der Ton ist dumpf.
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3.4 Sterne (26 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 25.03.1999
- Bildformat: Widescreen 2.35:1
- Sprachen: Englisch (DD 5.1); Deutsch (DD 5.1); Spanisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch; Spanisch; Französisch; Italienisch; Türkisch; Holländisch; Schwedisch; Norwegisch; Dänisch; Finnisch; Portugiesisch; Griechisch; Polnisch; Hebräisch; Tschechisch; Ungarisch; Isländisch; Kroatisch; Dt.+Engl. F. Hörgeschädigte
- Extras: Biographien; US-Kinotrailer



