Screamers (1995)

Screamers - Tödliche Schreie

Screamers (1995) Screamers - Tödliche Schreie

Oder: Alles Gute kommt von unten!

Hier kommscht du nid rein!

Hier kommscht du nid rein!

Wir schreiben das Jahr 2078. Auf dem einst so blühenden Minenaussenposten Sirius 6B hat sich nach einer gewaltigen Katastrophe das Leichentuch der Strahlung und des Todes gelegt. Die immer noch in den Kommandobunkern stationierten Soldaten müssen sich gegen gegnerische Truppen, die Strahlung und andere Naturphänomene durchsetzen, die Vermächtnisse und der Fluch des langen Krieges.

Der Commander der Einheiten der Allianz ist Joseph Hendrickson (Peter Weller), der den Auftrag hat, den Aussenposten gegen die Angriffe des Neuen Ökonomischen Blockes zu verteidigen. Einen Krieg, der jetzt schon über Jahrzehnte andauert und allmählich seinen Tribut fordert. Kriegsmüde und ausgelaugt hoffen die Soldaten schon lange vergeblich auf Frieden und sehnen sich nach besseren Zeiten. Schon vor geraumer Zeit begann die Allianz mit dem Einsatz einer absolut tödlichen, wie auch intelligenten Waffe: Den Screamers. Hochintelligente Roboter, die sich im Boden bewegen, sich irgendwo selber produzieren und mit tödlicher Präzision die Gegner in Stücke schneiden können. Obwohl Hendrickson an einem zerstörten Screamer langsam bemerkt, dass sie sich über die letzen Jahre weiterentwickelt haben, schlägt er die Warnung in den Wind.

Würste bruzeln in der Zukunft?!

Würste bruzeln in der Zukunft?!

Als dann überraschend eine Botschaft auf dem Kommandobunker der Allianz abgeliefert wird, der Friedensverhandlungen vorschlägt und mysteriöse Verstärkungen eintreffen, ergibt sich die Möglichkeit, den langen sinnlosen Krieg endlich zu beenden. Als sich der Kommander aber in die Wüste wagt, um Kontakt mit dem Feind aufzunehmen, bemerkt er erst, wie fest er die Screamers und ihre Fähigkeiten unterschätzt hat. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt....


DVD-Rating

Screamers - oder "Tödliche Schreie" lehnt sich an die Geschichte "Variante Zwei" von Philip K. Dick an, dem einflussreichen Science-Fiction Autor, der auch die Basis für Filme wie Blade Runner oder Total Recall bot. Screamers erzählt die Geschichte vom Kampf gegen Maschinen, welche zwar anfänglich eine gute Unterstützung sind, sich dann aber selbst für die "Guten" zu einer tödlichen Gefahr entwickeln.

Screamers hält sich nicht lange mit einem Intro auf. Nach einem kurzen Rolltext, der die Situation beschreibt und wie es dazu gekommen ist, sind wir schon im Kommandobunker auf Sirius B und sehen zu wie einer der gegnerischen Soldaten in Stücke geschnitten wird. Ja es geht rau zu in Screamers und spätestens als sich der Commander und sein Kollege auf den Weg machen um die Friedensverhandlungen abzuwickeln, entfaltet Screamers seine ganze Stärke. Die Screamers haben sich nämlich seit ihrer Einführung vor mehreren Jahrzehnten enorm weiter entwickelt und schon sehr bald merken die Soldaten, dass in der Kriegswüste noch viel tödlichere Gefahren lauern als bloss Strahlung.

Durch neue Tarnmethoden sind die Screamers kaum mehr zu entdecken und die Soldaten stehen vor dem Dilemma, dass sie nicht mehr wissen, wem sie überhaupt trauen können. Screamers schafft es, diese beklemmende Atmosphäre von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten. Immer diese Ungewissheit, wem kann man vertrauen, wer ist jetzt ein Killer und vor allem, wie kann man sich gegen die Killerroboter schützen, baut eine enorme spannung auf. Gut differenzierte Charaktere steigern dies zusätzlich und sobald man sicher ist, den Schuldigen gefunden zu haben, wird man wieder überrascht.

Wenn auch die Spannung und die Atmosphäre ausgezeichnet sind, enttäuscht Screamers in der Umsetzung. Die schlechte Spezialeffekte und die billigen Sets sind meilenweit von einer Qualität entfernt, die man von einem Kinofilm erwarten kann und siedelt sich höchstens auf einer schlechten B-Movie-Qualität an. Das gleiche gilt auch für die Schauspieler. Keine überragenden Glanzleistungen, aber durchaus solide in den verschiedenen Rollen. Am ehesten ist Screamers noch mit Pitch Black zu vergleichen. Low Budget, mässige Schauspieler aber ausgezeichnete Spannung und beklemmende Atmosphäre.

Fazit: Ein Film, den man durchaus als Geheimtipp unter den Science Fiction Filmen einstufen darf, jedoch weder in der Umsetzung noch im Bereich der Schauspieler wirklich überragende Resultate abliefern kann. Dafür kann er mit einer äusserst beklemmendne Atmosphäre, einer grossartigen Endzeitstimmung und einem gut ausgearbeiteten Szenario überzeugen, was einiges wieder wett und Screamers bis zum schluss spannend macht.

Die DVD kommt leider sehr karg daher und verfügt ausser den verschiedenen Tonspuren, guter Ton und Bildqualität, Kapitelanwahl und ein paar Filmographien über nichts Weltbewegendes.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.54.5

 

03.12.2005 / db

Community:

Bewertung: 3.5 (19 Bewertungen)

 

 

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