El Día de la bestia (1995)

El Día de la bestia (1995)

Oder: Fahr zur Hölle, mein Sohn

El Día de la bestia

Fesselspiele?

Seit 25 Jahren ist Pater Angel Berriartua (Alex Angulo) nun dran, Berichte über die Apokalypse zu lesen und zu studieren. Und siehe da, der Mann scheint tatsächlich vor dem Durchbruch zu stehen. Er hat herausgefunden, dass die vielen Worte und Namen mit Zahlen verglichen werden müssen und schlussendlich das Datum der Geburt des Antichristen enthüllen. Als er dies dem Kaplan vorträgt und dieser ihm seine Unterstützung anbietet, fällt das grosse Kreuz und begräbt Angels Kollege unter sich. Ein Akt des Teufels?

Unser Padre macht sich auf den Weg nach Madrid. Dort irgendwo soll, am Weihnachtsabend, der Teufel wiedergeboren werden und die Zerstörung der bekannten Welt ihren Anfang nehmen. Aber um dies zu verhindern, muss Pater Angel mit dem Teufel vorher sprechen. Und das geht nur, wenn er sich unchristlich benimmt und das Biest auf sich aufmerksam macht. Als Pfarrer, dem die Leute vertrauen, ist das allerdings recht schwierig.

El Día de la bestia

Backstreet Boys? Kenn ich leider nicht.

Angel trifft in einem Heavy-Metal-Laden auf José-Maria (Santiago Segura), der diese Teufelsmusik hört und auch sonst in der Szene gut Bescheid zu wissen scheint. Mit seiner Hilfe alleine klappt Angels Vorhaben aber nicht. Er braucht zusätzliche Unterstützung. Und die erhofft er sich durch den Fernseh-Hellseher Cavan (Armando De Razza).

Cavan hat aber keinerlei Absichten, diesem scheinbar verwirrten Pfarrer und dessen langhaarigem Kollegen zu helfen und wird dafür in seiner eigenen Wohnung gefesselt und geknebelt. Gemeinsam müssen Angel und José-Maria nun, mit Anweisungen des gefangenen Cavan, eine schwarze Messe veranstalten und hoffen, dass der Teufel erscheint. Als schliesslich ein Kalb auftaucht und sich auf die Hinterbeine stellt, weiss Padre Angel, dass er dem Teufel mächtig auf der Spur ist.


DVD-Rating

Regisseur Alex de la Iglesia ist bekannt durch seine "etwas anderen" Filme, die meist lustig und verrückt daherkommen und sich wohltuend vom Einheitsbrei abheben. Der Mann aus Bilbao (Spanien) ist nicht nur für Perdita Durango verantwortlich, sondern auch für den Überraschungserfolg Crimen Ferpecto. Einer seiner früheren Filme ist El Dia de la Bestia, in dem sich ein Pater auf die dunkle Seite begibt, um dem Teufel gegenüber stehen zu können.

Überschüttet mit Awards wurde El Dia de la Bestia an vielen Festivals und das absolut zu Recht. Der Film ist eine gelungene Mischung zwischen Grusel, Horror und schwarzer Komödie geworden. Wenn der Pfarrer versucht, unchristlich zu handeln, Koffer stiehlt, Pantomimen vom Sockel schubst und Sterbenden die letzte Ölung verweigert, kommt man aus dem Grinsen nur schwer wieder heraus. Sei es auf der Suche nach dem Blut einer Jungfrau (für die Zeremonie) oder seien es die herrlichen Dialoge zwischen Pater und Heavy-Metal-Fan, der Film schafft die Gratwanderung zwischen den Genres auf herrliche Art und Weise.

Wer sich an Laberinto del Fauno erinnern kann, dem dürfte das Gesicht von Alex Angulo nicht unbekannt sein. In Filmen von Regisseur Alex de la Iglesia ist er vielfach zu finden. Ebenso wie Santiago Segura, der in El Dia de la Bestia einen herrlichen Heavy-Metal-Fan abgibt, der nichts unversucht lässt, seinen neuen Freund, den komischen Pater, in dessen Absicht den Teufel zu sprechen, zu unterstützen.

Fazit: El Dia de la Bestia ist ein sehr unterhaltsamer Film über ein interessantes Thema geworden. Angereichert mit herrlichem Witz und skurrilen Szenen, vergisst der Film nie, dass er eigentlich ein Horror- und Gruselfilm ist und beweist das auch in den einzelnen Szenen, bei denen teilweise das Blut halt schon etwas im Vordergrund steht. Eine interessante Geschichte, tolle Schauspieler und ein skurriler, aber lässiger Film. Ein Geheimtip. Und sei es nur, um das Schulspanisch wieder aufzumöbeln...

Über zwei Stunden Extras wurden auf diese Doppel-DVD gepresst und die decken eigentlich alle Ansprüche ab, die man an den Film und die Macher haben könnte. Das Herzstück ist ganz klar die Interview-Reihe mit Regisseur und Darstellern, bei denen man schon mal fast 50 Minuten dem Filmemacher an den Lippen hängt und mehr erfährt, als in sonstigen Features dieser Art. Ein schönes Making-Of, das sich als Blick hinter die Kulissen herausstellt, ein schwarz/weisser Kurzfilm und Filmografien sind ebenfalls Abrufbar. Ausserdem gibts einen kurzen Ausschnitt aus einer Preisverleihung von 1996, in der niemand anderes als Rutger Hauer (Blade Runner) den Film mit einem Preis auszeichnet.

Technisch ist El Dia de la Bestia anständig geworden. Zwar hätte man den Ton nochmals überarbeiten sollen, da er in einigen Szenen ein bisschen dumpf klingt, aber der Gesamteindruck ist durchaus positiv. Natürlich darf man keine digitale Überarbeitung erwarten, aber das wäre für einen speziellen Film wie diesen auch ein bisschen zuviel verlangt.

4.0 Sterne 4.2 Sterne
4.0 Sterne (11 Bewertungen) | 3 Kommentare

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21.04.2008 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 04.01.2002

  • Bildformat: 1:1.85
  • Sprachen: Deutsch (Dolby Surround), Spanisch (Dolby Surround)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, etc.
  • Extras: Trailers, Interviews, Making-Of, Filmografien, Kurzfilm