Wolf (1994)
Wolf - Das Tier im Manne
Wolf (1994) Wolf - Das Tier im Manne
Will Randall (Jack Nicholson) arbeitet als Lektor in einem grossen Verlagshaus und fährt eines Nachts durch eine verschneite Gegend. Der fallende Schnee nimmt dem Autofahrer die Sicht und so kollidiert er mit einem Wolf, der danach auf der Strasse liegen bleibt. Das schlechte Gewissen plagt Randall, und er will den Wolf wenigstens von der Strasse ziehen, als dieser plötzlich zubeisst und danach in den Wald verschwindet.
Die gebissene Hand wird verbunden, und bald darauf bemerkt Will, dass er keine Brille mehr zum Lesen braucht, durch seinen Geruchssinn Gerüche auf Distanz riechen kann, und auch seine Hörkraft nimmt stetig zu. Das hilft ihm beim harten Kampf im Arbeitsalltag, in dem sein ehemaliger Protegé Stewart Swinton (James Spader) den älteren Kollegen aus dem Job drängen will und sich dabei unfairen Mitteln bedient.
Die Tochter des Verlegers, Laura (Michelle Pfeiffer), wird auf Randall aufmerksam und eine Freundschaft bahnt sich an. Sie wird zur Freundin, gegenüber der sich Randall auch bezüglich seinem "Wolf"-Problem öffnen kann. Doch als Nachrichten von toten Tieren und nächtlichen Überfällen auf Passanten die Runde machen und Will Randall sogar abgebissene Finger in seiner Jackentasche findet, weiss er, das seine Verwandlungen bekämpft werden müssen. Und als dann noch ein zweiter Wolf auftaucht und sich an Laura ranmacht, läuft alles auf den ultimativen Showdown heraus.
DVD-Rating
Filme über Menschen und deren Verwandlungen in Werwölfe bei Vollmond haben natürlich eine lange Tradition. Von verwackelten Schwarz/Weiss-Klassikern bis hin zu modernen Versionen gehört der Werwolf zu den beliebteren Figuren in der Filmgeschichte. 1994 nahm sich Mike Nichols (Charlie Wilsons War, Closer) dem Thema an und besetzte die Hauptrolle gleich mit einem Superstar. Jack Nicholson, dem ja eh ein "animalisches Wesen" nachgesagt wird, hatte hier also die Möglichkeit, sich richtig auszutoben.
Die Story vermag vor allem in der ersten Hälfte richtig gut zu punkten. Bereits nach ein paar wenigen Minuten wird die Geschichte lanciert, und die "Verwandlung" von Jack Nicholson ist zwischendurch sogar recht lustig. Wenn er den Tequila-Atem eines Kollegen riecht und diesen daraufhin zurechtweist oder auf der Terrasse seine Öhrchen spitzt. Solche Momente hätte es definitiv mehr gebraucht und Wolf wäre ein ganz toller Film geworden.
Leider gehts nach einem Weilchen in eine Richtung, die kaum mehr was mit Überraschungen oder Spannung zu tun hat, sondern die leider erwartet werden musste. Ein finaler Kampf im Pferdestall, ein bisschen Dramatik und eine (auch heute noch) wunderschöne Michelle Pfeiffer reichen da halt leider nicht aus. Ausserdem ist James Spader enttäuschend blass und verliert das direkte Duell gegen Jack Nicholson deutlich. Nett übrigens, dass auch Prunella Scales, die "Sybil Fawlty" aus Fawlty Towers, einen kleinen Auftritt hat.
Fazit: Wolf hat ein paar gute Szenen, bleibt aber schlussendlich unter seinen Möglichkeiten. Es wird uns ein Hochglanz-Werwolf-Film präsentiert, der zwar optisch was hergibt, aber inhaltlich derbe Schwächen zeigt. Und ausser Jack Nicholson kommt kein Schauspieler richtig auf Touren. Irgendwie schade, denn wer guckt schon nicht gern Hollywoodstars beim Mond-Anheulen zu...
Ausser dem offiziellen Trailer hat die DVD von Wolf leider keine Extras zu bieten. Ausserdem ist das Bild leider sehr körnig, was in den dunklen Szenen nicht zu verbergen ist. Der Ton ist passabel, wird in diversen Versionen angeboten, und die vielen Untertitelfassungen sind auch von Vorteil, wenn man beispielsweise einen norwegischen oder finnischen Kollegen hat.
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3.6 Sterne (12 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 31.08.1998
- Bildformat: 1:1.85 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Deutsch (Surround), Englisch (DD 5.1), Englisch (Surround)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Türkisch
- Extras: Trailer



