Timecop (1994)

Timecop (1994)

Oder: Koffer gepackt?

Timecop

Riech mal!

Im Jahr 2004 sind Zeitreisen nicht mehr unmöglich. Im Gegenteil. Diese Art von Reisen birgt die grosse Chance für den Reisenden, die Geschichte zu ändern und zu seinen Vorteilen zu nützen. Das man das natürlich nicht einfach so hinnehmen kann, ist klar. Aus diesem Grund gibt es die T.E.C., in welcher Max Walker (Jean Claude van Damme) tätig ist und sich den Ruf als knallharter und äusserst erfolgreicher Zeitpolizist erarbeitet hat.

Senator Aaron McComb (Ron Silver) hat den Vorsitz über diese Einheit und ist im Besitz eines mobilen Zeitreisegerätes. Er hat vor, die Abteilung zu schliessen und holt sich in der Vergangenheit den einen oder anderen Batzen Geld, um seine Kampagne für die amerikanische Präsidentschaft zu finanzieren. Als er bei einem solchen Trip auf Gegenwehr in Form von Max Walker stösst, kann er sich zwar gerade noch in die Zukunft retten, weiss aber nun, dass man ihm auf den Fersen ist.

Timecop

Die Hose hält

So sieht der machthungrige Politiker nur noch eine Möglichkeit, sein Ziel der Präsidentschaft zu erreichen. Er muss seinen Verfolger unschädlich machen. Dass das jedoch nicht in der Gegenwart passieren kann, scheint klar. Aus diesem Grund macht sich McComb auf in Walkers Vergangenheit, um künftige Konfrontationen zu verhindern. Dass der fleissige, kampferprobte und spagatmachende Polizist ihm auf den Fersen ist, wird in einem fulminanten Finale bewiesen. Wird die Gerechtigkeit von morgen die Taten von gestern vereiteln können?


DVD-Rating

In den 90-er Jahren kam ein Belgier nach Hollywood, der dem ganzen damaligen Actionkino einen Schub nach vorne gab. Da war einer, der konnte zwar mehr schlecht als recht englisch, aber körperlich total auf der Höhe. Während all die Schwarzenegger und Stallones auf aufgepumpte Oberarme und Waffenkraft setzten, zeigte sich Jean Claude van Damme mit schöner Martial-Arts-Kunst und erfolgreichen Moves, die ihm damals den Platz im Actionhimmel sicherten. Leider ist von diesem Ruhm nichts mehr übrig geblieben, denn nach seinem letzten einigermassen erfolgreichen und nicht ganz so üblen Film Sudden Death (1995) gings steil bergab. Brunz wie The Order oder The Quest folgten und ebneten den "Muscles from Brussels" den Weg in die Reihen der Videotheken. Mit Timecop hatte er wenigstens vorher noch den Sprung in die Kinos geschafft...

Und der Film ist denn auch gar nicht so schlimm, wie die neueren Werke. Zeitreisen sind eh immer ein gutes Thema für einen Film und wenn der an sich recht blasse Hauptdarsteller dann noch einen richtig fiesen Gegenspieler hat, der hier von Ron Silver gelungen porträtiert wird, dann kann man sich durchaus auf einen Film dieser Sorte einlassen. Die Kampfszenen sind solide und gut, der obligate Spagat in Unterhosen fehlt nicht, sowenig wie auch die Sexszenen, die sich der gute Belgier wohl regelmässig ins Drehbuch schreiben lässt. Recht hat er....

Die Geschichte ist anfänglich interessanter als gegen das Ende hin. Was als guter Storybogen beginnt, endet in einer dunklen und regnerischen Nacht in einer Schlägerei, wobei der Zuschauer entweder ein Nachtsichtgerät braucht, damit er was sieht, oder sich anhand der Geräusche unterhalten lassen muss. Denn sehen tut man relativ wenig.

Fazit: Timecop ist 90-Jahre-Action, wie man es damals gemocht hat und heute eher darüber schmunzelt. Wer sich für allerdings darauf einlässt, der erhält einen Film, der sicherlich nicht zu den Genre-Klassikern gehört, der aber dennoch gut zu unterhalten weiss. Auch wenn belgische Schauspieler in Hollywood auch heute noch mit Sprachproblemen kämpfen und die Hauptfigur herrlich am Anfang von seiner Freundin darauf hingewiesen wird, so hatte Jean Claude van Damme hiermit einen seiner besseren Werke abgeliefert. Schade, dass er das heute nicht mehr tut und seine (immer wieder von irgendjemandem finanzierten) Werke nun in den Videotheken landen. Ganz hinten in der Ecke....

Die DVD hat ausser Texttafeln zum Film und den Schauspielern nur noch den Trailer zu bieten. Ausserdem merkt man dem Film das Alter im Bildbereich an und auch der Ton kommt manchmal etwas dumpf rüber.

3.1 Sterne 0.5 Sterne
3.1 Sterne (19 Bewertungen) | 0 Kommentare

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04.08.2005 / muri


DVD-Infos

  • Bildformat: 2.35:1
  • Sprachen: Englisch (Dolby 5.1), Deutsch (Dolby 5.1), Französisch (Dolby 5.1), Spanisch (Dolby 5.1), Tschechisch (Dolby 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Holländisch, Schwedisch, Finnisch, usw.
  • Extras: Produktionsnotizen, Stab & Besetzung, Trailer