The Shadow (1994)

Shadow und der Fluch des Khan

The Shadow (1994) Shadow und der Fluch des Khan

Oder: Hei Hei Dschingis Khan, ho Reiter, he Reiter, immer weiter....

The Shadow

Nö, Gandalf kenn ich nicht

Playboy Lamont Cranston (Alec Baldwin) kann auf eine düstere Vergangenheit zurückblicken. Einst war er ein gefürchteter Drogenbaron in Tibet, der die Menschen brutal und unbarmherzig tyrannisierte. Als ihm ein Mönch die Fähigkeit lehrte, den Geist seines Gegenübers zu verwirren, kehrte der geläuterte Cranston dem Unrecht den Rücken und begab sich nach New York, wo er Jagd auf Gangster, Räuber und sonstige Bösewichte machte. Für das menschliche Auge unsichtbar, streift er durch die Nacht. Nur etwas ist sichtbar geblieben: sein Schatten.

Shiwan Khan (John Lone) ist ein Nachfahre des legendären Dschingis Khan und wird von unwissendem Museumspersonal aus seinem Schlaf geweckt. Der dunkeläugige Bartträger hat nur ein Ziel: die Weltherrschaft! Um dieses Ziel zu erreichen, entführt er Professor Lane (Ian McKellen), da dieser grad an der Atombombe rumtüftelt. Dank seiner Fähigkeiten, den Geist der Menschen zu beeinflussen, wird unser schwarz gekleideter Held auf den Bösewicht aufmerksam.

The Shadow

Dunkelheit ist mein Freund

Einem Angebot zur Kooperation ausweichend, hat "The Shadow" nur noch ein Ziel: Er muss die Vernichtung der Welt durch diesen Grössenwahnsinnigen stoppen. Dabei kommt ihm die Hilfe der schönen Tochter des Professors (Penelope Ann Miller) gerade recht. Der Dunkle und die Schöne machen sich mit Hilfe der vielen Agenten, die dem Schatten einen Gefallen schulden, auf, dem Bösen den Kampf anzusagen.


DVD-Rating

1994, vor den grossen Comicverfilmungen wie Spiderman oder Hulk vermochte ein dunkler Rächer meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In Amerika schaute ich mir damals The Shadow an und die Tatsache, dass danach grad ein Shirt zum Film gekauft wurde, auf welchem der Schatten nachts mit den Augen leuchten konnte, sagt viel aus über die Sympathie, die ich diesem Film über den mir bis dahin gänzlich unbekannten Helden entgegenbrachte. Gelungene Effekte, gute Musik, eine düstere Stimmung und ein überzeugender Cast vermochten bis heute zu gefallen.

Die Geschichte um einen geläuterten Mann, der maskiert durch die nächtlichen Gassen schleicht und geheimnisvolle Auftritte hat, mag nicht neu sein, schafft es aber definitiv, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Wenn man nämlich die Geschichte und die Figuren nicht bierernst nimmt, wird aus einem vermeintlich düsteren Film eine richtig gute Abenteuergeschichte, die mehr als einmal an die Verfilmung von Phantom erinnert, dessen Bekanntheit ebenso nicht die grossen Ausmasse erreichte, wie er eigentlich verdient hätte. Unterhalten tun beide auf herrliche Art.

Dass in der Baldwin-Sippe schauspielerisches Talent spärlich gesegnet ist, dürfte ebenso kein Geheimnis sein wie die Tatsache, dass Bruder Alec Baldwin immerhin hin und wieder doch den einen oder anderen Kassenerfolg zu verbuchen hatte. Und in Hunt for Red October war er sogar sehr gut. Hier stellt er sein durchaus vorhandenes Talent gut zur Schau und passt optimal in die Hauptrolle. An seiner Seite treten bekannte (Ian McKellen aus X-men 2 oder Lord of the Rings oder der unverwüstliche Tim Curry) und weniger bekannte (Penelope Ann Miller, die nach Erfolgen mit Carlitos Way oder Chaplin in Vergessenheit geraten ist) Gesichter auf. Allesamt aber passend zur jeweiligen Rolle.

In einer Comicumsetzung dürfen natürlich die Special-Effects nicht fehlen. Seien es gefrässige und fliegende Messer, Rauchschwaden oder sonstige Tricksereien. Mag nicht alles up-to-date sein (hey, der Film hat auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel), kommt aber sehr charmant und teilweise recht lustig und skurril daher.

Fazit: The Shadow ist gelungenes Abenteuerkino der alten Schule. Passend besetzt vermag die Geschichte unspektakulär daherkommen, wird aber durch die gut eingesetzten Effekte und den Charme dieses Old-School-Filmes gelungen gerettet. Wer von all den neumodischen Superhelden eine Pause braucht, kann sich diesen Film ohne weiteres anschauen. Den Fans solcher klassischen Retter der Menschheit-Abenteuer ist er sowieso zu empfehlen.

Die in Spanien gekaufte DVD hat leider keine Extras auf Lager. Das Bild ist aber ansprechend, wie auch der Ton. Man merkt dem Film die 11 Jahre an, die er auf dem Buckel hat.

3.8 Sterne 0.0 Sterne
3.8 Sterne (15 Bewertungen) | 5 Kommentare

4.54.5
05.10.2005 / muri


DVD-Infos

  • Bildformat: 1.85:1
  • Sprachen: Englisch (Dolby 5.1), Französisch (Dolby 5.1), Spanisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Englisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch, Norwegisch, Holländisch, Türkisch
  • Extras: Nada