The Mask (1994)

Die Maske

The Mask (1994) Die Maske

Oder: Kindergarten im Comicformat

The Mask

Yee-Haa!

Stanley Ipkiss (Jim Carrey), arbeitet bei einer Bank, hat bei den Frauen keinen Erfolg und zieht sich abends meist mit Hund "Milo" in seine kleine Wohnung und die hässlichen Pijamas zurück. Ausgerechnet heute tritt die schöne Tina (Cameron Diaz) in sein Leben. Sie will ein Konto eröffnen und stellt die Handtasche mit der versteckten Kamera unauffällig auf Ipkiss' Pult. So dass ihr Macker Dorian (Peter Greene) einen Einblick in die Bank bekommt, die er später ausrauben will.

Nach einem weiteren missglückten Date und der Feststellung, dass Tina sich nie und nimmer für ihn interessieren könnte, macht Stanley eine Entdeckung. In der Annahme, dass da im Wasser ein Mensch schwimmt, stürzt sich Stanley zu dessen Rettung in den Fluss. Leider wars nix und ausser einer komischen, grünen Maske bringt er nichts heim.

The Mask

Sitzt alles optimal!

Doch diese komische Maske macht aus dem Langweiler Stanley Ipkiss eine durchgeknallte Comicfigur mit grünem Kopf. Dem Kerl ist nichts mehr heilig, Geld wird durch Bankraub organisiert und die schöne Tina ist sein erklärtes Ziel. Dass er aber mit seinen Taten die Polizei und natürlich die Verbrecherbande rund um Dorian auf seine Fährte führt, das wird Ipkiss erst bewusst, als es schon fast zu spät ist. Denn die Wirkung der Maske ist nicht unbeobachtet geblieben.


DVD-Rating

Kanadier sind lustige Menschen. Das bewiesen nicht nur Leute wie John Candy, sondern auch aktuellere Clowns wie Mike Myers oder eben Jim Carrey. Letzterer hatte sich eine schöne Kinokarriere angelacht und konnte 1994 mit Ace Ventura so richtig dämlich über die Leinwand blödeln. Da kam das Angebot für The Mask grad richtig. Der Film über die grüne Comicfigur machte aus Jim Carrey einen Hollywood-Überflieger und Komiker für die Massen, von dem der gute Mann noch heute zerrt. Seine letzten Filme sind nicht mehr ganz so erfolgreich und so wird jetzt nicht mehr nur dumm rumgeblödelt, sondern auch mal was ernsthafteres dazwischen geschoben.

The Mask war aber ein Klamaukspektakel erster Sahne, das optimal auf den Zappelphilipp Jim Carrey zugeschnitten war. Sobald der Kopf grün wurde, durfte der gute Mann seine Grimassen rauslassen, rumhampeln und so richtig die Sau rauslassen. Da wurde improvisiert und geblödelt, was das Zeugs hält. Unterstützt von den gelungenen Special-Effects wurde aus dem Projekt weniger ein Film, sondern mehr ein auf die Leinwand projeziertes Comic. Die physikalischen Grenzen wurden beiseite geschoben und die Titelfigur konnte praktisch machen, was sie wollte. Daraus wurde ein riesiger Hit an den Kinokassen und die Tatsache, dass danach auch Nicht-Comic-Fans die Figur mit dem grünen Gesicht kannten.

So hat der Film dann auch seine grossen Stärken, wenn die Hauptfigur die Maske aufsetzt und wie die Comicfigur rumfräst. Neben all diesem Spass, den kubanischen Gesangseinlagen ("Cuban Pete") und schrägen Sprüchen geht die eigentliche Story um den schüchternen Bankangestellten ein wenig unter. Was aber nicht weiter schlimm ist, denn in dieser Beziehung passiert nicht viel aufregendes.

Jim Carrey drehte anschliessend Dumb and Dumber oder The Truman Show und schaffte den Schritt zum 20-Millionen-Dollar-Mann. Daneben trug Cameron Diaz in diesem Film ihr Debüt vor und glänzte vor allem als sexy aussehende und atemberaubend schöne Frau. Schauspielerisch war noch nicht viel zu sehen, was sich in den nächsten Jahren mehrheitlich auch nicht ändern sollte. Und trotzdem gehört sie heute zu den Grossverdienern im Business und lächelt uns unverschämt süss von diversen Magazinen entgegen. Den Rest der Crew kann man beruhigt vergessen. Sie haben keinen grossen Einfluss auf die Geschichte, die sich bei näherem Hinsehen als One-Man-Show von Jim Carrey entpuppt.

Fazit: The Mask hat abgefahrene Szenen zu bieten, herrlichen Witz und coole Effekte. Das reichte dann auch, um den Film zu einem der Erfolgreichsten des damaligen Jahres zu machen. Heute sieht man sich diese Effekt-Show noch immer gerne an, auch wenn der Zauber von damals ein bisschen verflogen ist. Trotzdem ists ein cooler Film geblieben.

Ein paar schöne Features hat die DVD zusätzlich zu bieten. Die zusätzlichen Szenen sind nicht schlecht, aber die Dokus über die "Cartoon-Logik" oder das Debüt von Cameron Diaz sind ganz klar hervor zu heben. Dazu gibts zwei Audikommentare (einen aktuellen und einen von 1994), sowie den offiziellen Trailer zum Film. Technisch macht die DVD eine anständige Falle, wobei der Ton schlussendlich besser und klarer abschneidet, als es das Bild zu schaffen vermag. Dort hats einige Schmierereien, die sich wohl mit dem Alter des Films erklären.

3.9 Sterne 4.2 Sterne
3.9 Sterne (43 Bewertungen) | 4 Kommentare

4.54.5
04.09.2007 / muri


DVD-Infos

Special Edition, erschienen am 17.06.2005

  • Bildformat: 1.85:1 (16:9 anamorph)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Extras: Nicht verwendete Szenen, Zurück in Edge City, Cameron Diaz' Filmdebüt, Cartoon-Logik, Was Fido zum laufen bringt, Audiokommentar, Audiokommentar von 1996, Trailer