Jurassic Park (1993)

Jurassic Park (1993)

Oder: Hei Schatz, ein Dino hat unsere Kinder gefressen!

Jurassic Park

Erst die Vorbereitung...

Dr. Alan Grant (Sam Neill) und Dr. Ellie Sattler (Laura Dern) sind leidenschaftliche Dinosaurierforscher und machen nichts lieber, als in ihrer Ausgrabungsstätte nach neuen Fossilen zu suchen. Das ist ihre Welt, und solange sie genügend Geld für ihre Grabungen erhalten, sind sie wenig an der Aussenwelt interessiert. Deshalb sind sie auch verwundert, als John Hammond (Richard Attenborough) - der ihre Grabungen schon seit längerem finanziert- plötzlich in ihrem Wohnwagen aufkreuzt. Er macht ihnen jedoch ein Angebot, dem sie nicht widerstehen können. Sie steigen mit Hammond in den Helikopter, der sie auf eine Insel irgendwo im Meer fliegt.

Jurassic Park

... dann die Praxis

Auf dieser Insel hat Hammond einen ganz speziellen Attraktionspark eingerichtet, der Grants wildeste Träume übertrifft. Zum ersten Mal trifft er auf lebende Kreaturen, welche er über die letzten Jahrzehnte als Skelette aus dem Boden ausgegraben hat: Dinosaurier! Hammond hat aus geborgener Dinosaurier-DNA lebende Dinosaurier geklont, die jetzt seinen Themenpark bevölkern. Grant ist entzückt, doch obwohl er von den lebenden Urzeittieren fasziniert ist, bleibt er skeptisch, ob sich Hammond wirklich der Macht bewusst ist, mit der er hier spielt. Ungeachtet dessen, steigt die Gruppe in die Wagen ein, welche vollautomatisch einen Parcours durch den Park abfahren und machen sich auf, die verschiedenen Gehege zu begutachten. Was jedoch gut anfängt, nimmt schnell eine bösartige Kehrtwende, als mitten im Parcours plötzlich der Strom ausfällt und die Wagen irgendwo zwischen zwei Gehegen zum Stehen kommen. Das wäre soweit nicht schlimm, wenn sie nicht vor dem T-Rex Gehege stehen würden, der jetzt nicht mehr von einem unter Strom stehenden Zaun zurückgehalten wird. Ein gnadenloser Kampf gegen die Urzeitmonster beginnt.


DVD-Rating

Wenn man die neuste Filmgeschichte betrachtet, hat die Filmbranche eine gewaltige Entwicklung durchgemacht. Dank der neuen Technologien und dem Einsatz des Computers sind heute Bilder möglich, welche vor einigen Jahrzehnten noch undenkbar waren. Zu diesem Fortschritt haben sicher viele Personen etwas beigetragen, doch es gibt drei Regisseure, welche es entscheidend geprägt haben: James Cameron, George Lucas und Steven Spielberg. Jeder lies auf seinem Bereich neue Technologien für seine Filme entwickeln, die heute als Standard gelten und nicht mehr wegzudenken sind. Steven Spielberg hat vor allem mit dem Meilenstein Jurassic Park einen gewaltigen Einfluss auf diese Entwicklung genommen. Mit den revolutionären Technologien, welche für die Animierung der Dinosaurier entwickelt wurden, läutete er die neuste Generation der Filme ein, bei denen mit Hilfe des Computers alles gemacht werden konnte und Filme, wie Lord of the Rings, die Star Wars Prequels und Terminator 2 erst ermöglichten.

Jurassic Park selber ist eine Adaption des gleichnamigen Buches, welches von Michael Crichton verfasst wurde, der später auch die Vorlage für das Sequel the Lost World geliefert hat. Obwohl es bei der Adaption zu einigen kleineren Abänderungen gekommen ist, hat sich Spielberg grösstenteils daran gehalten und dabei einen Film produziert, der lange der erfolgreichste Film aller Zeiten wurde, bis er von Titanic abgelöst wurde. Der grosse Erfolg von Jurassic Park rührte jedoch nicht nur von der hohen Qualität des Filmes, sondern primär von den genial umgesetzten Dinosauriern selber. Zum ersten Mal war es möglich, ein ganzes Tier komplett am Computer entstehen zu lassen, welches sich kaum von den real gebauten Puppen unterschied. Ein Augenschmaus für die damalige Kinowelt.

Jurassic Park selber ist eine Klasse für sich und selbst heute - über zehn Jahre später - wirkt er immer noch zeitlos. Es gelingt ihm grossartig, in der ersten Hälfte die Schönheit des Parkes einzufangen und dank ausführlichen Erklärungen glaubt man nicht nur, was man sieht, man findet es auch eine tolle Sache. Wer würde nicht einmal gerne einen lebenden T-Rex 1:1 sehen? Wegen dem grossartig gemachten ersten Zusammentreffen mit den Dinosauriern und sehr guten Schauspieler - allen voran Sam Neill - wird man richtig in den Film hineingezogen und fiebert auch mit. Was jedoch so romantisch und magisch angefangen wurde, wird innert Sekundenbruchteilen zu einem Alptraum und dank der grossartigen Inszenierung von Spielberg und den genialen Dinosauriern von ILM, Stan Winston sowie Puppenmeister Phil Tippet können Szenen geboten werden, deren Intensität und Spannung beinahe an die Schmerzensgrenze geht. Dabei werden mit dem Regen und Nachtaufnamen Szenen geboten, welche die tödliche Gefahr der Dinosaurier grossartig einfangen und zwischendurch auch immer wieder ermöglichen, die Schönheit der Tiere zu bewundern.

Fazit: Jurassic Park ist klar ein Meilenstein in der Filmgeschichte, der die damals neusten Technologien perfekt einsetzte, um einen ausgezeichneten Film abzuliefern, der zuerst mit seiner Schönheit entzückt und später dank den ungebändigten und gnadenlosen Attacken der Dinosaurier umso tiefer in den Sessel drückt. Die sechser Wertung wird Jurassic Park eigentlich nur wegen den doch sehr penetranten Nebendarstellern verweigert - allen voran den Kindern - welche nicht wenige Male die Nerven bis aufs unerträgliche strapazieren. Ansonsten ist der Jurassic Park ein Film, der in jedes Regal gehört.

Die Ultimate-Edition, welche alle drei Filme und eine zusätzliche Special-Features Disk enthält, bietet den Film in einer - für sein Alter - sehr guten Qualität und lässt auch mit dem Sound die Wände wackeln. Da ist man Mitten im Geschehen. Das Bonusmaterial fällt dabei sehr üppig aus und deckt nicht nur die aufwändige Entwicklungsphase ab, wie die Technologien entwickelt wurden, sondern auch die Schwierigkeiten während den Dreharbeiten. Genau so muss Bonusmaterial sein. Informativ, interessant und umfassend. Sehr gute Arbeit.

4.9 Sterne 4.6 Sterne
4.9 Sterne (81 Bewertungen) | 9 Kommentare

5.5 Sterne5.5 von 0.0-6.0
13.05.2008 / db


DVD-Infos

The Ultimate Collection, erschienen am 15.09.2005

  • Bildformat: Widescreen (1.85:1 - anamorph)
  • Sprachen: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 5.1, Ungarisch Dolby Digital 2.0/DS
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Hindi, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Isländisch, Griechisch, Bulgarisch, Kroatisch
  • Extras: DVD 1: Jurassic Park- Making Of- Pre-Production Meetings- Storyboards- Location Suche- Phil Tippets Animationen- Produktionsfotos- Kinotrailer- Dinosaurier-Enzyklopädie- Produktionsnotizen- Schauspielerporträts- DVD-ROM-Teil / DVD 2: Jurassic Park 2- Making Of- Nicht verwendete Szenen- Illustrationen und Konzeptzeichnungen- Storyboards Modelle- Die Welt von Jurassic Park- Produktions-Fotos- Kinotrailer- Dinosaurier-Enzyklopädie- Prouktionsnotizen- Schauspielerporträts- DVD-ROM-Teil / DVD 3: Jurassic Park 3- Making Of- Die neuen Dinosaurier von Jurassic Park- Besuch bei ILM- Hinter den Kulissen- Führung durch das Stan-Winston-Studio- Storyboard-Sequenzen- Dinosaurier-Profile- Montana: Die Suche nach den neuen Dinosaurieren- Fotogalerie- Trailer- DVD-ROM-Teil- Kommentar des Special-Effects-Team / DVD 4: Jenseits von Jurassic Park (Bonus-DVD)Zu Jurassic Park 1:- Making Of- Steven Spielberg inszeniert Jurassic Park- Computer-Animation: Der T-Rex greift an- Orkan auf Kauai (Kurzfeature)- ILM und JP: Vor und nach den visuellen EffektenZu Jurassic Park 2- Making Of- Interviews mit dem Autor Michael Crichton- ILM und Die vergessene Welt: Vor und nach den visuellen Effekten- Die Compie-Tanznummer: "Danke, Steven Spielberg" von ILMZu Jurassic Park 3:- Die Spezialeffekte von Jurassic Park III- Die ILM Presse-Montage- Der Sound von Jurassic Park III- Die Kunst von Jurassic Park III- Jurassic Park: Der Ride