Jason Goes to Hell: The Final Friday (1993)
Jason goes to hell - Die Endabrechnung
Jason Goes to Hell: The Final Friday (1993) Jason goes to hell - Die Endabrechnung
Oder: Hei Dude, wo is mei Körper
Harte Zeiten verlangen harte Massnahmen. Das sagten sich auch die Polizeitruppen rund um Crystal Lake und setzten kurzerhand eine Freiwillige ein, welche Jason aus seinem Versteck locken sollte. Dies gelingt auch. Kaum hat sich die Freiwillige in einer der Hütten an Crystal Lake bequem gemacht, kommt auch schon Jason auf den Plan und hängt sich an die Fersen des Lockvogels. Dieser führt ihn kurzerhand vor die Gewehrläufe eines Erschiessungs-Kommandos, welches ihn sprichwörtlich auseinander nimmt.
Doch Jason wäre nicht Jason, wenn er sich so leicht ausschalten liesse. Obwohl sein Körper in Stücke geschossen wurde, hält ihn das nicht auf, seine schwarze Seele auf den Pathologen (Richard Gant) zu übertragen. Mit diesem neuen Körper geht Jason auf eine Killertour, welche ihn direkt nach Crystal Lake zurückführt. Genau um die Zeit hat der Kopfgeldjäger Duke (Steven Williams) den Auftrag angenommen, Jason ein für allemal auszuschalten. Dies entpuppt sich jedoch als äusserst schwierig, denn Jason wechselt immer schneller den Körper und je länger die Jagd andauert, desto tödlicher wird die Gefahr, denn inzwischen kann nicht mehr nachvollzogen werden, in welchem Körper Jason steckt. Die letzte Schlacht gegen den Killer von Crystal Lake hat begonnen.
DVD-Rating
Der Verkauf der Friday the 13th - Rechte, oder besser gesagt der Jason Vorees Rechte (New Line Cinema durfte den Begriff "Freitag der 13." nicht gebrauchen), läutete ein neues Zeitalter ein. Ein Zeitalter, in dem neue Storys entwickelt und versucht wurde, etwas Neues zu bieten. Für den zweiten "Final Friday" kehrte Sean S. Cunningham, der Regisseur des ersten Friday the 13th, als Produzent zurück, um auch darauf zu achten, dass New Line in die richtige Richtung geht. Dies ist gelungen, denn Jason goes to Hell gibt sich redlich Mühe, etwas Neues zu etablieren und auch ordentlichen Splatter zu bieten.
Schon der Anfang mit der sehr visuellen Exekution von Jason setzt neue Massstäbe, denn diese sieht schlichtweg genial aus. Doch wie vermutet hält das Jason nicht auf: Laut dem neuen Konzept ist Jason einfach ein böses Wesen das, sobald der eigentliche Körper zerstört ist, in einen anderen wechseln kann, bis er wieder zu seinem ursprünglichen zurückkehren kann. Deshalb ist Jasons eigentliche Screentime auch nur auf maximal fünfzehn Minuten beschränkt. Dazwischen springt das wurmartige Wesen von Körper zu Körper. Durch die gute Leistung dieser Stand-Ins kommt man jedoch gar nicht dazu, den machetenschwingenden Killer zu vermissen.
Schon nach der ersten Szene wird klar, dass bei Jason goes to Hell mit einer grösseren Kelle angerührt wurde, als bei Paramount. Die Handlungsplätze, die TV-Show mit der Reportage über Jason und einige ganz deftige Splattereffekte bringen eine Qualität auf den Bildschirm, welche in der Friday-Serie schon lange nicht mehr zu sehen war. Dies und das gute Schauspielerensemble machen Jason goes to Hell zu einem überzeugenden Schocker, der gleichzeitig die Figur von Jason weiter entwickelt und auch mehr Hintergrundinformationen über den Killer selber bietet. So kann man auch die doch recht konstruierte Endlösung von Jason schnell vergessen.
Fazit: Mit Jason goes to Hell hat New Line bewiesen, dass Jason Vorhees bei ihnen in guten Händen ist. Gute Schauspieler, etwas Hintergrundgeschichte und ein völlig neues Konzept zeugen von der dringend benötigten Innovation, welche es ermöglicht, eine spannungsgeladene Story zu erzählen. Obwohl man die vertraute Hockeymaske vermisst, kann man ohne Einschränkung den wohl intensivsten und brutalsten Teil seit Friday the 13th Part 4 geniessen.
Die DVD trägt klar eine nicht-Paramount-Schrift, denn es wird nicht nur der Film in guter Bild- und Tonqualität geboten, sondern sogar Bonusmaterial. Neben einem Kommentar von Regisseur Adam Marcus werden alternative Szenen, ein Trailer und das innovative Jump-to-a-Death-Feature geboten. Damit kann man sich die Kills einzeln anschauen. Sehr gelungene DVD, die wiederum beweist, dass ein frischer Wind in der Friday-Welt weht.
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4.2 Sterne (11 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 13.10.2006
- Bildformat: Widescreen (1.85:1 - anamorph)
- Sprachen: Englisch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 1.0
- Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Alternative Szenen der TV-Version- Audiokommentar von Regisseur Adam Marcus und Drehbuch-Autor Dean Lorey- Scene Access: "Sprung in den Tod"- Trailer



