Cliffhanger (1993)
Cliffhanger - Nur die Starken überleben
Cliffhanger (1993) Cliffhanger - Nur die Starken überleben
Oder: Die Hard im Hochgebirge
Gabe Walker (Sylvester Stallone) ist Kletterer mit Leib und Seele. Er kennt die Rocky Mountains wie seine Westentasche, und kein Risiko ist ihm zu gross, wenn es darum geht, ein Menschenleben zu retten. Bisher hat er mit seinem eingespielten Rettungsteam schon viele erfolgreiche Einsätze durchgeführt. Als sein bester Kollege, Hal Tucker (Michael Rooker) mit seiner grossen Liebe Sarah auf einem Berg festsitzt, ist es natürlich Ehrensache, dass man ihm aus der Patsche hilft. Diesmal verläuft die Bergungsaktion aber nicht wie geplant. Als Sarah vom Berg zum Helikopter abgeseilt werden soll, löst sich ihr Klettergurt und selbst Gabe, der ihr nachgeklettert ist, kann nicht verhindern, dass sie in den gähnenden Abgrund stürzt.
Seit dem tödlichen Unfall von Sarah sind acht Monate vergangen, Gabe hat sich aus dem Bergdorf zurückgezogen und in der Stadt eine Stelle gefunden. Zermürbt von Selbstzweifeln kehrt er nochmals zurück, um seine letzten Materialien sowie seine Liebe Jessie (Jessie Deighan) zu holen, um ein neues Leben zu beginnen. Diese denkt jedoch nicht im Traum daran, das kleine Dorf zu verlassen und mit Gabe wegzuziehen. Ihr Entschluss wird noch bestärkt, als sie im Rettungsbüro einen Notruf von einer Gruppe erhalten, die in den Bergen abgestürzt ist und schnell Hilfe benötigt. Verzweifelt wendet sich Jessie an Gabe, damit er ihnen ein letztes Mal hilft. Nach viel Überzeugungsarbeit klettert Gabe dann doch mit Tucker los, um den Gestrandeten zu helfen. Doch diese entpuppen sich als eine Gruppe von Söldnern, die vom skrupellosen Eric Qualen (John Lithgow) angeführt werden und bei einem Flugzeugabsturz mehrere Millionen Dollar in drei Koffern verloren haben. Diese Koffer gilt es jetzt zu finden, und Gabe und Tucker werden gezwungen, die geldgierigen Banditen zu führen...
DVD-Rating
Über den Verlauf von Silvester Stallones Karriere kann man eines mit Sicherheit sagen: Der Mann ist ein Arbeitstier. Trotz einiger Karrieretiefs hat er weitergekämpft und immer wieder bewiesen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Cliffhanger war nach einer längeren Durststrecke eines dieser grossen Comebacks und gehört mit einem Einspielergebnis von über $250 Millionen, neben Rocky Balboa, zu Stallones grössten Erfolgen und katapultierte ihn auch wieder in die Kategorie der grossen Box-Office Magneten zurück.
Cliffhanger gehört zu den Filmen, welche von der ersten Minute an ihre Muskeln spielen lassen und den Zuschauer gleich in den Bann ziehen. Halsbrecherisches Klettern im Hochgebirge, kopfüber Entlanghangeln an Überhängen und gefähliche Abseilaktionen lassen den Atem stocken und zeigen schon im Intro, was die grossen Stärken von Cliffhanger sind. Diese setzt er dann auch über die ganze Laufzeit immer wieder geschickt ein und kann so mit waghalsigen Stunts, grossartigen Panoramaaufnahmen und dem tödlichen Katz- und Mausspiel zwischen Gabe Walker und Eric Qualen, der wie ein Bluthund hinter seinen Millionen her ist, für packende Action sorgen.
Doch trotz reissender Action und überzeugendem Schauspiel auf Stallones Seite, Cliffhanger - oder Stirb Langsam im Hochgebirge - bleibt klar ein Actionfilm, der - im Gegensatz zu Filmen wie Nordwand - sehr wenig Gewicht auf Realismus legt. Sei es jetzt beim Klettern im Unterhemd auf mehreren Tausend Metern Höhe, munteres Schwimmen in zugefrorenen Flüssen oder dem Befestigen der Kletterhaken mit einer Pistole, alles so gut wie unmöglich. Doch wie einst bei Rambo: Wer braucht schon bei der Kampfmaschine Stallone Realismus? Für lediglich gute Unterhaltung stört dies kaum, ganz im Gegensatz zu Janine Turner als Stallones Anhang Jessie, welche bald mit ihrer Unfähigkeit und ihrem Gekreische an den Nerven nagt.
Fazit: Cliffhanger ist ein sehr spektakulär inszenierter, kurzweiliger und auch sehr humoristischer Thriller, der mit lockeren Sprüchen, unsympathischen Bad-Guys und natürlich viel Stallone überzeugt. Selbst wenn so einiges mehr als unrealistisch und fragwürdig ist, bleibt es ein Klassiker mit einem zeitlosen Look, der 100 Minuten beste Unterhaltung garantiert.
Die Steelbox-DVD kann jedoch nicht restlos überzeugen. Neben einem grässlichen Menu wirkt auch das gelieferte Bild äusserst körnig und der Ton platt. Das Bonusmaterial ist die übliche Ansammlung aus Trailern, Interviews und Featurettes. Viele Informationen liefern die Clips allerdings nicht, einzig kurze Einblicke und oberflächliche Erläuterungen. Wenigstens liefern die Interviews einige Infos. Für einen solchen Film ist es allerdings recht enttäuschend.
![]()
3.8 Sterne (38 Bewertungen) | 9 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 12.01.2007
- Bildformat: Widescreen 2.35:1 (Anamorph)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1); Deutsch (DD 2.0)
- Untertitel: Deutsch, Türkisch, Englisch, Holländisch
- Extras: Trailer; Teaser; Behind the Scenes; Making of..; Interviews; Fotogallerie



