Freejack (1992)

Freejack - Geisel der Zukunft

Freejack (1992) Freejack - Geisel der Zukunft

Oder: Like a Rolling Stone

Freejack

*Boom*

Im Jahr 2009 sterben die Reichen nicht mehr einfach so weg, sondern haben eine Möglichkeit gefunden, die eigene Persönlichkeit in einen jungen Körper zu transferieren. Damit ist die Zukunft der Elite gesichert, und um die Opfer kümmert sich eh niemand, da sie exakt beim Zeitpunkt ihres Todes aus der Vergangenheit rübergeholt werden. So auch passiert mit dem Rennfahrer Alex (Emilio Estevez), der 1991 bei einem Rennen gegen eine Brücke katapultiert wird. Allerdings geht bei der Übertragung etwas schief und Alex kann seinem künftigen Schicksal entfliehen.

Freejack

Beatles oder Stones?

Der Mann, der gerne den jungen Körper von Alex hätte, heisst McCandless (Anthony Hopkins) und ist der "Kopf" hinter diesen Persönlichkeitsübertragungen. Nun ist er tot und hat nur ein paar Tage Zeit, sich in den neuen Körper zu transferieren. Da dieser aber nun auf der Flucht ist, wird der Knochenjäger Vacendak (Mick Jagger) angeheuert. Während sich dieser an die Fersen Alex' heftet, versucht jener, mit seiner Freundin aus der Vergangenheit, Julie (Rene Russo), Verbindung aufzunehmen.


DVD-Rating

Herrlich, endlich mal wieder eine dieser Achtzigerjahre-Produktionen, der versucht, Sci-Fi mit Action zu verbinden. Unter der Regie von Geoff Murphy hatte Hauptdarsteller Emilio Estevez bereits in Young Guns 2 mitgespielt, und ein paar Jahre später kam das Duo mit Freejack erneut zusammen. Leider blieb dieser Film jedoch unter den Erwartungen und an den Kinokassen überwiegend unbeachtet.

Dabei hat Freejack eigentlich eine tolle Story zu bieten, wobei vor allem das Grundgerüst der Bewusstseinsübertragung zu interessieren vermag. Leider wird der Fokus mit zunehmender Filmdauer vermehrt auf Action und Verfolgungen gelegt, was dem Ganzen halt schon ein bisschen den Spass nimmt. Aber wenn Mick Jagger mit steinerner Miene in die Kamera glotzt, dann hat das schon was Witziges.

Überhaupt, der Frontmann der "Rolling Stones" macht in seiner Rolle als Jäger einen gar nicht so üblen Eindruck. Er braucht nicht viele Worte, ballert rum und verzieht keine Miene. Da hat Emilio Estevez schon einiges mehr zu tun. Und das macht er auf passable, aber keineswegs überragende Art und Weise. Ganz im Gegensatz zu Anthony Hopkins und Rene Russo, die beide hemmungslos verbraten werden.

Fazit: Freejack ist ein solid produzierter Actionfilm, dem man inzwischen sein Alter ansieht. Ein schönes Grundgerüst der Geschichte mischt sich mit Actionsequenzen, denen aber mit der Zeit ein bisschen die Luft ausgeht. Dafür kriegen wir ein schönes, weil etwas überraschendes Ende geboten.

Die DVD hat sichtlich mit dem Alter zu kämpfen. Das Bild ist vielfach gefleckt und nicht richtig sauber, während der Ton in solidem Dolby Digital abgemischt wurde. An Extras finden wir auf der DVD leider nur den Trailer zum Film.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.04

 

02.07.2010 / muri

Community:

Bewertung: 3.0 (5 Bewertungen)

 

 

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