Like Water for Chocolate - Como agua para chocolate (1992)

Bittersüsse Schokolade

Like Water for Chocolate - Como agua para chocolate (1992) Bittersüsse Schokolade

Oder: Liebe geht durch den Magen

Like Water for Chocolate - Como agua para chocolate

... und sie schmalz wie Schoggi

Mexiko um die vorletzte Jahrhundertwende. Wieder wird ein Mädchen geboren statt eines Sohnes: Tita (Lumi Cavazos). Wie es die Familientradition verlangt, soll sie als die jüngste von drei Töchtern für die Mamá Elena (Regina Torné) bis zu deren Lebensende sorgen. Eine Heirat ist deshalb ausgeschlossen.

Als sich Tita in den Schönling Pedro (Marco Leonardi) verliebt, wird es deshalb nichts mit Mamas Segen. Aber für was hat man schliesslich eine ältere Schwester? So heiratet Pedro Rosaura (Yareli Arizmendi), und beichtet Tita beim eng tanzen, dass er es nur mieche, um sich in ihrer Nähe zu befinden. Tita, die sich über die Jahre zur exzellenten Köchin entwickelt hat, wird darob so traurig, dass sie in den Hochzeitskuchenteig weint - mit magischen Folgen für die Festgesellschaft. Eine geheimnisvolle Lebensmittelvergiftung bringt die Gäste zuerst zum weinen und dann zum kotzen. Dies soll nicht die letzte seltsame Verköstigung in diesem Film werden...


Film-Rating

Neben Babettes Fest aus Dänemark und Ang Lees Eat Drink Man Woman ist immer auch von Como Agua para Chocolate die Rede, wenn man vom so genannten "Food Film "spricht. Tatsächlich wird in diesem mexikanischen Film desöfteren gekocht und immer wieder mal die Gabel zum Mund geführt. Mit teilweise höchst aphrosidierender Wirkung auf die Protagonistinnen. Nach einem Mahl, das aus Rosen vom Geliebten gefertigt wurde, wird es einer Frau so heiss, dass deren Duschkabine zum Brennen beginnt, als sie sich vergeblich zu kühlen versucht.

Nicht vergessen werden dürfen auch die zahlreichen Metaphern aus der Lebensmittelabteilung mit denen der Liebestaumel in diesem Film beschrieben wird. Die stammen von der Nichte von Tita, die uns ihre Geschichte aus dem Off erzählt. Dieses Voice-Over und das unsägliche Geklimper des Synthesizer Scores lassen den Film oft wie eine dieser latein-amerikanischen Telenovelas erscheinen, die früher auch bei uns noch liefen, als die Deutschen noch keine eigenen produzierten. Nichtsdestotrotz trotz wurde der Film, der auf dem gleichnamigen Buch von Laura Esquivel basiert, zum Welthit und bekam 1992 auch eine Nomination zum Golden Globe für den besten ausländischen Film. Gedreht hat den Film übrigens Alfonso Arau. Das ist nicht nur der Ehemann von Esquivel sondern auch der Bösewicht aus dem Robert Zemeckis-Film Romancing the Stone.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.02

 

26.05.2006 / rm

Community:

Bewertung: 1.8 (3 Bewertungen)

 

 

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