Freddy's Dead: The Final Nightmare (1991)
Freddys Finale - Nightmare on Elmstreet 6
Freddy's Dead: The Final Nightmare (1991) Freddys Finale - Nightmare on Elmstreet 6
Oder: great graphics
Einige Jahre sind vergangen seit dem Zusammentreffen von Alice mit Freddy, welcher gnadenlos weitergewütet und inzwischen alle Kinder in Springfield ausgerottet hat. Die übrigen Bewohner von Springfield sind in eine Massenpsychose verfallen und leben alle in tiefer Furcht vor dem nächtlichen Killer.
Im Nachbardorf wird John (Shon Greenblatt) von der Polizei gefunden und im so genannten "Bunker" abgeliefert, einer Erziehungsanstalt für Jugendliche. Er leidet unter Gedächtnisschwund und hat keine Ahnung, wie er in die Stadt gekommen ist. Maggie Burroughs (Lisa Zane), die selber einige offene Fragen hat, nimmt sich John an und versucht, ihm zu helfen. Der einfachste Weg eine Amnesie zu brechen, ist - laut Handbuch -, eine bekannte Gegend aufzusuchen. Also fährt Maggie mit John nach Springfield.
Kaum sind sie dort angekommen, finden sie im Auto einige blinde Passagiere aus dem Heim, die auf diesem Weg fliehen wollen. Bevor sie sich mit der neuen Situation abfinden können, bemerken die fünf, dass sich hinter dem merkwürdigen Dorf mehr verbirgt als auf den ersten Blick erkennbar. Die Bewohner haben schreckliche Angst vor einem gewissen Freddy, der anscheinend für das Verschwinden zahlreicher Kinder verantwortlich sein soll. Anfänglich vermuten Maggie und John noch irgendwelche Hirngespinste, doch dann machen sie persönlich Bekanntschaft mit dem nächtlichen Serienkiller, der sie sofort in seinen Alptraum einlädt.
Wird Maggie es schaffen, Johns Amnesie zu knacken? Ist er wirklich das letzte Kind aus Springfield? Und was hat John für eine Verbindung zu Freddy? Die fünf Kids ziehen in den Kampf, welcher gleichzeitig Freddys letzte Schlacht werden soll. Dieser denkt jedoch nicht im Traum daran, tatenlos aufzugeben und schlägt mit aller Härte zurück. Werden Maggie und John es schaffen, solange den Klingen des Massenmörders entkommen, bis sie ihn ausschalten können?
DVD-Rating
Rachel Talalay übernahm im letzten Kapitel der A Nightmare on Elm Street-Saga die Regie, nachdem sie bereits in Dream Child als Produzentin tätig gewesen war. Interessanterweise liefert sie genau das ab, was ursprünglich im dritten Teil hätte verhindert werden sollen: Freddy ist allmächtig, kann so gut wie alles machen und sowohl Traum wie auch Realität beeinflussen. Bereits etablierte Regeln werden so verdreht, dass sie ins neue Konzept passen und Neues wird eingeführt, das überhaupt nichts mit dem ursprünglichen Konzept zu tun hat. So ist jetzt nicht nur alles möglich, sondern dies wird auch noch unkonsequent umgesetzt. Bisher verschwand noch nie jemand, wenn er zu träumen begann - und warum verschwinden die einen, aber die anderen bleiben? Das sind einige der elementaren Logikfehler, die sich durch den ganzen Streifen hindurchziehen, und so wird auch das Hauptmotiv von Freddy falsch interpretiert, der ursprünglich nur jene Kinder töten wollte, deren Eltern für seinen Tod verantwortlich waren.
Während der ganzen Laufzeit erkennt man auch viele Ähnlichkeiten zu früheren Teilen, die eindeutig auf Einfallslosigkeit hindeuten und nach einer Auszeit oder einem Ende schreien. Für Freddy's Dead haben sie nicht nur die Jugendanstalt als Szenario, sondern auch fast vollständig die Charakterprofile kopiert. So gibt es ein Kampf-Chick, einen mit einer Behinderung und einen Sprücheklopfer. Dazu kommen ein Psychiater und eine Frau, die den Kids zu helfen versuchen. Als einzige Innovation ist die männliche Leadfigur anzumerken.
Positiv ist, dass Freddy's Dead nicht an die verkorkste Story von Dream Child anknüpft, sondern versucht, etwas Neues aufzubauen, um frischen Wind in die Serie zu bringen. Die eigentlichen, auf Horror getrimmten Traumsequenzen wirken jedoch lächerlich und absolut fehl am Platze, denn Freddy's Dead kann nur als Komödie einigermassen ernst genommen werden; als Horrorfilm versagt er völlig. Wenigstens hat es den makabersten Kill der ganzen Serie (Stichwort Hörgerät) und auch sonst amüsiert sich Freddy köstlich mit seinen Opfern. Da amüsiert sich sogar der Zuschauer, eine stimmige Atmosphäre sucht man jedoch vergebens, denn der völlig unpassende Soundtrack verunmöglicht sie. Ganz nett ist hingegen der Kurzauftritt von Alice Cooper.
Fazit: A Nightmare on Elm Street 6 bildet das Ende eines steinigen Wegs, der seit dem dritten Teil der Serie andauert und immer schlechtere Sequels hervorgebracht hat. Sequels, die sich immer mehr vom Horror-Genre entfernt und die eigentliche Story nicht nur verzerrt, sondern auch verfälscht haben. Trotz allem vermag der vermeintlich letzte Teil durchaus zu unterhalten und versucht auch wieder, etwas Innovation in die Saga zu bringen. Diese Innovation resultiert in einer konfusen und mit Logiklöchern gespickten Story, die zwar unterhält, aber als Ganzes weit von der Qualität entfernt ist, die man aus Dream Warriors gewohnt ist. Als allein stehender Film ist Freddy's Dead noch zu empfehlen, als Teil der Saga ist er jedoch nur das Eingeständnis, dass es endgültig an der Zeit ist, die Sequelorgie zu beenden und die Saga zu einem würdigen Ende zu bringen - welches in diesem Falle aber genauso unspektakulär wie schlecht ausfällt.
Die DVD kommt, wie üblich, mit einer ordentlichen Ausstattung daher und versagt auch, wie üblich, in der deutschen Version. Im Vergleich zu den vorhergehenden Filmen ist die Synchronisation akzeptabel, hat aber erhebliche Schwächen in der Übersetzung. Das Bonusmaterial bietet das Finale in 3D, wie es vorgesehen war, eine 3D-Brille wird aber nicht mitgeliefert. Die Berichte gehen von einem wenig aussagenden Interview mit Clive Barker, dem Schöpfer der Hellraiser-Saga, bis zum Geständnis der Regisseurin, dass das gewählte doch nicht das beste Ende gewesen sei.
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3.8 Sterne (10 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: Widescreen 1.85:1
- Sprachen: Deutsch: Dolby Digital Surround / English: Dolby Digital 5.1
- Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Dokumentation "Tod in 3D" / Dokumentation "Hellraiser" / Dokumentation "Fortsetzung folgt?" / 3D Ende / Trailer




