Lionheart (1990)

Leon

Lionheart (1990) Leon

Oder: Von Löwen und Lämmern

Frisch rasiert

Frisch rasiert

Leon (Jean Claude Van Damme) erfährt in der Fremdenlegion, dass sein Bruder auf dem Sterbebett liegt und startet eine spektakuläre Flucht. Nach Prügeleien, Verhaftungen und Kämpfen kommt Leon mit einem Frachter in New York an, wo er erfährt, dass sein Bruder inzwischen verstorben ist. Getötet von Drogendealern. Und denen will sich Leon nun annehmen.

Um sich ein wenig Geld zu verdienen, hängt er sich an Joshua (Harrison Page), der illegale Strassenkämpfe organisiert und Leons Talent bald mal entdeckt. Die erste Kohle fliesst und Leon macht sich langsam aber sicher einen Namen als toller Fighter, der seine Konkurrenz in Grund und Boden kickt. Um an das grosse Geld zu kommen, muss Leon aber mit der "Lady" Cynthia (Deborah Rennard) in Kontakt kommen. Die findet den attraktiven Kämpfer auch privat recht süss und versucht, Geschäftliches mit Privatem zu verbinden.

Die neueste Bademode

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Als Leon aber bockt und einfach nur kämpfen will, fängt Cynthia an zu schmollen und bringt in den Ring immer stärkere Gegner, denen sich Leon nun zu stellen hat. "Attila" (Abdel Qissi), der brutalste und tödlichste Kämpfer, steht bald an, und Leon muss sich auf eine gewaltige Tracht Prügel einstellen. Vor allem auch, weil ihn zwei Soldaten aus der Fremdenlegion aufgespührt haben und keine Sekunde zögerten, ihm auch noch ein paar Rippen zu brechen.

Ein aussichtsloser Kampf für Leon. Doch für seine Schwägerin und deren kleine Tochter muss unser Held sein Herz in die Hand nehmen und den Kampf seines Lebens bestreiten.


DVD-Rating

Seit 1988 in Bloodsport die Filmwelt auf den eleganten und geschmeidigen Kämpfer Jean Claude van Damme aufmerksam wurde, reihten sich Produktion an Produktion, in denen der Mann mit den flinken Füssen Gegner im Minutentakt verkloppen durfte. Zwei Jahre später startete der gute Mann dann sogar den Versuch, seine Prügelfilme durch richtige Handlungen aufzuwerten. Lionheart ist so einer geworden, der zwar storytechnisch noch sehr einfach gestrickt ist, aber trotzdem mehr zu bieten hat als nur stumpfe Prügeleien.

Es versteht sich von selber, dass Jean Claude Van Damme hier seine Stärken in den Zweikämpfen und den Prügeleien hat und nicht etwa im schauspielerischen Element. Und trotzdem macht der Belgier gar keinen so schlechten Eindruck. Ausserdem hat er mit Harrison Page (der cholerische Chef von Sledge Hammer) eine gute Figur neben sich und auch Deborah Rennard (spielte jahrelang eine Sekretärin in Dallas) macht eine anständige Figur.

Fazit: Lionheart kann nicht mehr mit so tollen Kampfszenen aufwarten wie beispielsweise ein Bloodsport, ist aber trotzdem ein akzeptabler Film geworden. Die Kämpfe sind recht trashig (im leeren Swimming-Pool, im Autoring), machen aber Spass. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber kann mit den aktuellen Produktionen des Hauptdarstellers durchaus mithalten.

Kann sich noch jemand an die "Laserdisc" erinnern? Dieses Format kam nie recht aus den Startlöchern und die vorliegende DVD von Lionheart ist ein Transfer von eben dieser Laserdisc auf DVD. Das hat zur Folge, dass kein Bonusmaterial vorhanden ist, keine Original-Tonspur und ein Bildformat, das nicht mehr zeitgemäss ist. Wer also kein megamässiger Jean Claude Van Damme-Fan ist, der sollte hier eher die Finger davon lassen.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.53.5

 

27.06.2008 / muri

Community:

Bewertung: 4.4 (6 Bewertungen)

 

 

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