A Nightmare On Elm Street: The Dream Child (1989)

Nightmare 5 - Das Trauma

A Nightmare On Elm Street: The Dream Child (1989) Nightmare 5 - Das Trauma

Oder: auch Babies träumen

A Nightmare On Elm Street: The Dream Child

moderne Schattenspiele

Alice (Lisa Wilcox) hat mit ihrem Freund nur knapp die letzte Konfrontation mit Freddy Krueger, dem nächtlichen Killer, überlebt und gerade das College abgeschlossen. Allerdings werden die Vorfreude auf das Abschlussfest sowie die anstehende Reise zu zweit durch die schrecklichsten Alpträume getrübt. Obwohl Alice als sogenannter Dream Master Freddy besiegen und bis heute in Schranken halten konnte, steigern sich die neusten Alpträume in bisher unerlebte Extreme. Langsam beschleicht Alice das Gefühl, dass sie nicht mehr die volle Kontrolle hat.

A Nightmare On Elm Street: The Dream Child

das nenn ich ein burn out!

Wie dem auch sei. Für Alice wird sowieso nichts aus der Abschlussparty, denn sie hat einen Arbeitseinsatz im Café. Auf dem Weg zur Arbeit hat sie eine schreckliche Vision und ruft in Panik ihren Freund Dan (Danny Hassel) an. Dieser folgt ihrem Anruf, findet aber auf dem Weg zu ihr auf mysteriöse Weise den Tod. Alice vermutet das Schlimmste und versucht ihre Freunde zu warnen und sie gegen Freddy zu vereinen. Noch während Alice sie zu überzeugen versucht, bleibt Freddy nicht untätig und metzelt sich durch die Teenager des Dorfes.

A Nightmare On Elm Street: The Dream Child

einmal gut durch bitte

Warum kann Freddy weitermorden, hat er doch noch eine Hintertüre gefunden? Alice lässt nicht locker und folgt den Hinweisen, bis diese schliesslich zu Amanda Krueger, Freddys Mutter, führen. Doch um Amanda zu finden, muss Alice tief in Freddys Alptraumwelt vordringen. Je länger sie sucht, umso mehr bringt sie ihre Freunde in Gefahr. Wird sie es schaffen, Freddy zu stoppen, bevor er sie alle ermordet...?


DVD-Rating

Nightmare on Elm Street: Dream Master hinterliess eher einen schalen Nachgeschmack und erweckte nicht wirklich die Hoffnung, dass es noch ein Sequel auf dem Niveau von Dream Warriors geben würde. Leider bestätigt sich mit Dream Child diese Befürchtung. Was einen starken Anfang hat, wird ab der Mitte immer schwächer und endet in einem genauso überstürzten, wie laschen Finale.

Stephen Hopkins zeichnete sich für Dream Child verantwortlich. Er musste sich zum grössten Teil mit Schadensbegrenzung herumschlagen, um aus dem Handlungsbogen, der im vierten Teil begonnen wurde, das Beste zu machen. Das kriegt er anfänglich auch ganz gut hin. In den ersten Traumsequenzen erreicht er beinahe die Intensität von Nightmare on Elm Street. Doch danach kann er weder im Bereich der Story noch in der Intensität etwas Ordentliches bieten. Unter dem Strich schlachtet Dream Child nur das aus, was in Dream Warriors eingeführt wurde. Ein Grund warum Freddy weitermorden sollte, ist gar nicht mehr vorhanden.

Konsequent wird auch die Demontage des ursprünglichen Horrorfilms in eine Komödie weitergeführt. So verschwinden in Dream Child endgültig alle Horrorelemente. Blood and Gore räumen die Bühne für makabere Tode, schwarzen Humor und eine Story ohne Spannung oder Brutalität. Dadurch wird Dream Child eine sehr zweischneidige Sache, die zwar gut anfängt und auch ihre Stärken hat, aber letztlich mehr und mehr zu einem schwachen, blutleeren Sequel degeneriert.

Positiv anzurechnen ist, dass wieder der Cast aus Dream Master vereinigt ist. Das erleichtert Einstieg um einiges. Die neuen Opfer aus Dream Child, können jedoch weder überzeugen noch wirklich Mitleid erwecken. Neben Freddy und Alice haben sie kaum Präsenz und werden auch entsprechend als Kanonenfutter verheizt. Wenigstens hat sich Steven Hopkins wirklich bemüht, die Todessequenzen vielseitig zu gestalten. Er bietet zudem auch neue, ungekannte Szenen. Aber für abgehärtete Horrorfans provozieren sie höchstens ein müdes Lächeln.

Fazit: Dream Child fügt sich nahtlos an Dream Master an und führt die immer konstruierter werdende Story einfallslos weiter. Freddy wird endgültig zum Sprücheklopfer und hat einige Lacher auf seiner Seite. Doch von seiner anfänglichen Rolle als blutrünstiger unaufhaltbarer Racheengel ist kaum mehr was zu spüren. Dream Child ist, wie auch sein Vorgänger, ein deutliches Zeichen dafür, dass die Serie dringend eine Pause gebraucht hätte, um ihre Werte neu zu evaluieren. Denn so halbgare und zweischneidige Sequels sind nicht nötig.

Die DVD bietet in der englischen Fassung gute Bild und Tonqualität, die deutsche Synchronisation von Freddy ist allerdings nicht zu gebrauchen, also wiederum den Tipp, schaut euch den Film auf Englisch an. Das Bonusmaterial bietet nur eine kurze Sequenz aus den Dreharbeiten und einige Interviews der Verantwortlichen, die auch einen Einblick in den chaotischen Entstehungsprozess bieten. Zwei Musikvideos runden das Bonusmaterial ab. Ganz ordentlich und informativ, aber beschränkt auf das Minimum.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.52.5

 

19.08.2006 / db

Community:

Bewertung: 3.4 (15 Bewertungen)

 

 

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