The Little Mermaid (1989)
Arielle, die Meerjungfrau
The Little Mermaid (1989) Arielle, die Meerjungfrau
Oder: Under the sea
Arielle (Stimme von Jody Benson) ist die jüngste Tochter des Meereskönigs Triton. Doch anstatt sich unter Wasser ein Leben zu schaffen, das sie geniessen kann, schwärmt die rothaarige Meerjungfrau von den Menschen. Das Leben an Land ist verlockend und die Leute dort oben so schön und fröhlich. Drum will sie weg vom Nass und rauf aufs Festland. Doch wie soll das gehen? Als Wasserwesen?
Eines Tages bekommt sie ihre Chance. Sie rettet den Prinzen Erik (Stimme von Christopher Daniel Barnes) vor dem Ertrinken und verliebt sich in ihn. Jetzt ist ihr Entschluss endgültig. Trotz den Warnungen ihrer Freunde Fabius (Fisch) und Sebastian (Krabbe mit Reggae-Feeling) hat sich das junge Mädchen in den Kopf gesetzt, ein "Mensch" zu werden. Doch dafür braucht sie die Unterstützung der unheimlichen Meerhexe Ursula (Stimme von Pat Carroll).
Diese tintenfischähnliche, intrigante und auf den Meeresthron scharfe Frau sieht ebenfalls ihre grosse Chance gekommen und schwänzelt um Arielle herum. Sie ist bereit der Meerjungfrau zu helfen auf dem Festland leben zu können. Aber sie muss den Prinzen dazu bringen, sie zu lieben, sonst gehts schnell wieder zurück ins Wasser. Und zu allem Überfluss verlangt Ursula als "Preis" für die Verwandlung Arielles Stimme. Denn mit dieser hat sie etwas weit grösseres vor. Und Meereskönig Triton soll das Opfer sein.
DVD-Rating
In den späten 80-er Jahren kam das Disney-Fliessband mit den veröffentlichten Zeichentrickfilmen ein bisschen ins stottern. The Great Mouse Detective lief nicht so toll, der Nachfolger Oliver and Co ebenfalls nicht. So versuchten sich die Menschen von Disney an einer lockeren Adaption eines Märchens von Hans Christian Andersen, in dem es sich um eine Meerjungfrau dreht. Diese wurde optisch aufgepeppt, ein paar schmissige Songs dazu geschrieben und zusätzliche Charaktere entwickelt. Und fertig war der Startschuss in eine neue, gewinnbringende und klassische Phase des Trickfilms. The Little Mermaid war zusammen mit The Lion King, Aladdin und Beauty and the Beast verantwortlich für den neuerlichen Aufschwung des Studios, dessen Höhenflug erst 1995 mit Pocahontas wieder etwas gebremst wurde. Ausserdem heimste The Little Mermaid immerhin zwei Oscars für die Filmmusik ein.
Natürlich gehört die Titelfigur inzwischen zu den Klassikern eines jeden Disneyparks und hat ihren festen Platz in jeder Nachmittagsparade. Ausserdem geht der "Under the Sea"-Song praktisch nicht mehr aus dem Ohr, wenn man nach dem (Happy-)End den TV ausmacht. Aber das war damals im Kino schon der Fall. Die vielen lustigen und bunten Figuren dürfen ebenso nicht fehlen, wie ein hemmungslos überzeichneter Bösewicht, der gegen Ende sogar gigantische Ausmasse annimmt.
Die Geschichte wird mit viel Herz erzählt, die Lieder sind sehr fetzig, romantisch und schön. Für den Witz ist fast ausnahmslos Krabbe Sebastian zuständig, wobei auch die Möwe ihre lustigen Aktionen hat. Arielle ist für kleine Mädchen natürlich das, was Tarzan für Jungs ist. Genau so will man mal werden, wenn man gross ist. Und wenn die Romantik dann nicht zu kurz kommt (schöne Szene im Boot unter Vollmond), dann glitzern die Augen nicht nur bei kleinen Mädchen.
Fazit: The Little Mermaid ist ein Klassiker geworden, der seinen Namen voll und ganz verdient. Lustig, lüpfig, gegen Ende sogar noch actionreich und durchgehend unterhaltend. Wer sich damals diesen Film nicht im Kino angesehen hat, dürfte jetzt ohne Gewissensbisse zulangen. Denn in der ganzen DVD-Sammlung von Disney-Klassikern darf dieser hier auf keinen Fall fehlen.
Wie bekannt, sind solche Disney-DVDs recht vollgestopft mit Features. Tinkerbell und Meet the Robinsons werden per Trailer vorgestellt, bevor es dann zu einem kleinen, aber herzigen Kurzfilm geht, der, wie The Little Mermaid selber, auf einer Geschichte von Hans Christian Andersen basiert. Ein Musikvideo für kleine Mädchen darf nicht fehlen und in der Sektion "Games and Activities" gibt es erstaunliche Neuigkeiten bezüglich einer Park-Attraktion, die eigentlich schon fertig geplant war und den Mitfahrer "under the Sea" hätte entführen sollen. Wieso nichts daraus geworden ist, erklärt das anschliessende Feature. Mehr zum Hauptfilm, wie er gemacht wurde und warum man sich nicht total auf das Märchen bezog, erfährt der Gwundrige in den zwei Beiträgen, die sich mit der Machart und der Geschichte des Films befasssen.
Sicherlich gab es schon uninteressantere Features auf einer DVD, doch irgendwie scheint mir der ultimative Bericht (wegen dem man eine DVD, nebst dem Film, kauft) zu fehlen. Dafür ist tonmässig alles schön und sauber und auch das Bild lässt keinerlei Wünsche offen.
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4.6 Sterne (37 Bewertungen) | 4 Kommentare
DVD-Infos
Special Edition, erschienen am 01.11.2006
- Bildformat: 1:1.78 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Türkisch (DD 5.1), Österreichisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Extras: Spiele, Die Attraktion die es fast gegeben hätte, Making-Of, Die Geschichte, Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, Musikvideo, Trailershow, Bildergalerie



