The Fly II (1989)
Die Fliege II
The Fly II (1989) Die Fliege II
Oder: Der zweite Versuch
Die Geburt von Martin (Eric Stoltz) war nicht nur spektakulär und ungewöhnlich, sondern für seine Mutter auch tödlich. Martin wurde in einem Kokon auf die Welt gebracht, aus dem er dann von einer Schar Ärzte geschält wurde. Kein Wunder, sein Vater (Jeff Goldblum) hatte zu dessen Lebzeiten das Pech, sich selber mitsamt einer Stubenfliege von einer Kammer zur Nächsten zu teleportieren. Die Folge daraus war die Verwandlung des Menschen in eine fliegenähnliche Kreatur, die dann schlussendlich erschossen wurde.
Martin wächst rasant heran. Im Kinderalter steht dem Doktoren da ein ausgewachsener, junger Mann gegenüber, der keine Ahnung hat, dass die netten Menschen um ihn herum nur bedingt an seiner Gesundheit interessiert sind und ihn stattdessen mit Vorliebe als Testobjekt brachen. Unter der Leitung von Anton Bartok (Lee Richardson) wächst Martin also heran und kennt die Aussenwelt nur vom Hörensagen. Als er schliesslich an den Teleportern arbeiten darf, an denen schon sein Vater geforscht hat, scheint er dem Geheimnis der perfekten Teleportation mit grossen Schritten näher zu kommen.
Gleichzeitig fängt Martin sich an, für das andere Geschlecht zu interessieren. Beth (Daphne Zuniga) wird seine Freundin und der junge Mann geniesst die Freuden des Lebens. Als er aber entdeckt, was wirklich hinter den Kulissen dieser scheinbar so netten Firma abgeht, sein Lieblings-Laborhund verunstaltet wird und sich die ersten Anzeichen einer eigenen Transformation zeigen, will Martin Antworten finden.
Zusammen mit Beth macht er sich auf, einen Kollegen seines Vaters zu befragen und so hinter das Geheimnis seiner Verwandlung zu kommen. Doch dafür scheint es zu spät. Denn die "innere Fliege" will raus. Und das auf spektakuläre und, für Martins Gegner, schmerzhafte Art.
DVD-Rating
1986 schickte Regisseur David Cronenberg den Schauspieler Jeff Goldblum (Jurassic Parkl) in die Transformationskammer, wo dieser als The Fly wieder herauskam. Drei Jahre später produzierte die Firma von Mel Brooks (!) die Fortsetzung. The Fly 2 präsentierte Eric Stoltz (Pulp Fiction, Anaconda) als jungen und unverbrauchten Schauspieler, der sich durch diesen mehr als nur gewöhnungsbedürftigen Film quälen musste.
Die Geschichte, die schöne Hinweise auf den ersten Teil drin hat, kommt leider nie so richtig auf Touren und bietet lahme Figuren, sowie eine zum Himmel schreiende Kreatur, die leider erst am Schluss so richtig in Szene gesetzt wird. Über einen grossen Teil des Films wird geredet, beobachtet und einem jungen Mann beim Erwachsenwerden über die Schulter geschaut. Da hätte man sicher ein bisschen mehr erwarten dürfen, denn der erste Teil war ja doch recht cool.
Eric Stoltz gibt uns den Titelhelden recht steif und ohne grosse Emotionen. Für das, dass er scheinbar eigene Veränderungen am Drehbuch und am Charakter vorgenommen hat, ist da recht wenig rüber. Auch seine Filmpartnerin Daphne Zuniga (Spaceballs) hat ausser der Sexszene keine bleibenden Momente zu bieten.
Was uns zum heimlichen Star des Films bringt. Natürlich, und da wird nicht zuviel verrraten, verwandelt sich die Hauptfigur am Schluss in ein komisches Fliegending. Das kann ganz toll aus dem Dunkeln hervorspringen, seinen Gegnern ins Gesicht kotzen und ganz doll bös gucken. Mehr gibts von dieser lachhaften Puppe nicht zu sehen. Kein Vergleich zu den Verwandlungen in The Fly.
Fazit: The Fly 2 ist eine Fortsetzung, die niemals ans Original heranreicht und auch als eigenständiger Film eine ziemlich lasche Nummer ist. Wer auf Gruselmonster steht, kriegt fast nichts geboten. Dafür platzt einmal ein Kopf und wie ein Hund nach der misslungenen Teleportation aussieht, kriegt man auch zu sehen. Das wars. Kein Film zum mehrmals gucken. Definitiv nicht.
In einem klitzekleinen Making-Of wird die Geschichte nochmals erläutert und die Darsteller kommen zu (wenigen) Worten. Ein bisschen ausführlicher gehts in den Interviews zu und her. Aber auch da bleibt der "Aha"-Effekt aussen vor. Der Trailer schliesst das magere Angebot ab. Auch technisch ist diese (einfache) Version des Filmes keinesfalls mit den aktuellen Produkten zu vergleichen. Zwar wirs uns ein DD5.1-Ton im Original vorgespielt, aber der klingt grauslig dumpf und macht keinen grossen Spass. Die anderen Sprachvarianten müssen auf eigene Gefahr getestet werden. Das Bild ist zwischendurch körnig und dann auch wieder mit dieser 80er-Geschmier zu sehen. Ganz schwach.
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1.8 Sterne (5 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 19.06.2001
- Bildformat: 1.85:1 (Widescreen)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1); Deutsch (Surround 2.0); Spanisch (Surround 2.0)
- Untertitel: Englisch; Spanisch; Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Making-Of; Trailer; Interviews



