Black Rain (1989)

Black Rain (1989)

Oder: Killerjagd im fernen Osten

Black Rain

Der Tom Lüthi von gestern

Nick Conklin (Michael Douglas) und Charlie Vincent (Andy Garcia) sind Cops in New York. Vor allem Conklin ist ein wilder Kerl, der an seinen freien Tagen illegale Motorradrennen fährt und auch bei einer Ermittlung mal in den Beutesack gegriffen hat. Deswegen muss er sich nun von der polizeiinternen Stelle verantworten. Als die Cops an einem Abend in einer Bar einen japanischen Mörder fangen, kriegen sie einen neuen Auftrag: Sie sollen Sato (Yusaku Matsuada) zurück nach Osaka bringen.

Black Rain

Der Mann im Regen

Eigentlich hört sich dieser Auftrag nicht besonders schwierig an, wird aber mühsam, als bereits am Flughafen der Verbrecher flüchten kann. Nun befinden sich Nick und Charlie in einer fremden Stadt, schlagen sich mit der ihnen unbekannten Kultur herum und müssen mit Polizisten zusammenarbeiten, bei denen sie auf keinen Respekt stossen. Bald schon wird auch die Amerikanerin Joyce (Kate Capshaw) in die Ermittlungen involviert, und die japanische Mafia (Yakuza) schlägt erbarmungslos zurück. Unsere Cops stehen einer Wand an Gewalt und Brutalität gegenüber, der sie kaum gewachsen sind.


DVD-Rating

Ridley Scott war bekanntlich 1982 für den Klassiker Blade Runner verantwortlich. Ein Film, in dem es meistens dunkle Szenen gibt, der Regen praktisch durchgehend fällt und viel mit Lichtern und deren Effekten gespielt wird. 1989 nahm sich Scott seiner Vorliebe für schlechtes Wetter wieder an und drehte Black Rain. Mit akzeptablem Erfolg an den Kinokassen und mit einem Michael Douglas, der nach Fatal Attraction und Wall Street kaum etwas falsch machen konnte.

Douglas wurde also in diese Story um die japanische Mafia gesteckt und erhielt Unterstützung vom jungen (und schlankeren) Andy Garcia, der sich aber dezent im Hintergrund hält und bei seiner besten Szene etwas kopflos agiert...

Der Film ist typisch Achtziger. So wie wir die grossen Actionfilme und Thriller von damals kennen: mit Synthesizermusik unterlegt, langen Töffszenen und vielen kulturellen Missverständnissen. Was Black Rain aber besser macht als viele Kollegen, ist die Ernsthaftigkeit, mit der ans Werk gegangen wird. Kein überflüssiger Witz, keine lustige Prügelei, sondern seriöse Krimiarbeit und spannende Action. Es wird gerannt, verfolgt, geschossen und investigiert. Das alles mit einer tollen Intensität des Hauptdarstellers und seinen japanischen Kollegen, von denen Ken Takakura den besten Eindruck macht und am präsentesten ist. Kate Capshaw, ihres Zeichens seit Indiana Jones and the Temple of Doom die Frau an der Seite von Steven Spielberg, versucht aufregend und geheimnisvoll zu sein, schafft es aber nicht durchgehend.

Fazit: Black Rain ist ein schöner Krimi, der sich gegen Ende überraschend viel Zeit lässt, um endlich zum Ende zu kommen. Der ewige Regen und die überwiegend dunklen Bilder sind Gewöhnungssache, und manch einer wird sich nur an die eine Szene mit Andy Garcia erinnern. Dabei wäre Black Rain durchaus wieder mal wert, gesehen zu werden.

Die DVD hat schon einige Jahre auf dem Buckel, und das merkt man dem Film auch an. Das Bild ist recht verschmutzt und lässt in den vielen Regenszenen sehr zu wünschen übrig. Der Ton kommt im Original mit guter und satter Qualität, während in den verschiedenen Synchroversionen ein paar Abstriche gemacht werden müssen. Bonusmaterial ist leider auf dieser DVD keines zu finden. Aber vielleicht gibt's ja eine Überarbeitung zum 25-jährigen Jubiläum?

4.2 Sterne 2.0 Sterne
4.2 Sterne (19 Bewertungen) | 0 Kommentare

4.54.5
02.04.2010 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 08.09.2000

  • Bildformat: 2.35:1 (Widescreen)
  • Sprachen: Englisch (DD 5.1); Deutsch (Surround); Französisch (Surround); Italienisch (Surround); Spanisch (Surround); Tschechisch (Surround); Ungarisch (Surround)
  • Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte; Englisch; Deutsch; Dänisch; Französisch; Finnisch; etc.
  • Extras: keine