The Abyss (1989)
Creatures From the Abyss
The Abyss (1989) Creatures From the Abyss
Oder: Welcome to my Nightmare...
Lindsey Brigman (Mary Elizabeth Mastrantonio) hatte eine einzigartige Vision: Eine Ölbohrplattform, die nicht wie üblich auf dem Meer schwimmt, sondern direkt auf dem Meeresgrund nach Öl bohrt. Viele Jahre und eine Ehe später, hat sie ihre Vision realisiert, die inzwischen gebaute Plattform mit den Namen "DeepCore" bohrt mit einer kleinen Crew, die von ihren noch-Ehemann Bud Brigman (Ed Harris) angeführt wird, am Meeresboden nach Öl. Zur selben Zeit geschieht allerdings etwas, was die Crew sehr schnell aus der Bohr-Routine herausholen soll: Ein amerikanisches U-Boot ist aus unbekannten Gründen nicht weit von der DeepCore-Station auf Grund gelaufen und man verdächtigt bereits die Russen. Da DeepCore die schnellste Möglichkeit ist, die eingeschlossene Crew zu bergen, wird kurzerhand die Bohrplattform von der Armee gekapert und für eine Bergungsmission entführt.
Kaum hat DeepCore den Unfallort erreicht, stösst nicht nur Lindsey wieder zur Crew, sondern auch eine Gruppe Seals, welche die Bergung des U-Bootes vollziehen sollen. Die Seals stehen unter dem Kommando von Lt. Coffey (Michael Biehn), der genau so unfreundlich wie engstirnig ist, und alles daran setzt, seine Mission zu erfüllen. Doch es nützt nichts, obwohl Coffey die Mission vorantreibt, kommen sie zu spät: Die ganze Crew des U-Bootes ist bereits ertrunken. Aber was hat das amerikanische Kriegsschiff versenkt? Als einer der Bergungsmannschaft im U-Boot ins Koma fällt und Lindsey behauptet, ein helles, unerklärliches Etwas gesehen zu haben, befürchtet Coffey bereits ein russisches Spionage-U-Boot.
Zur gleichen Zeit erreicht an der Oberfläche der Orkan, der während der letzten Stunden immer näher gekommen war, eine solche Stärke, dass der Kran losgerissen wird, an dem die lebensnotwendige Leitung von DeepCore befestigt ist. Jetzt ist die Crew mehrere Tausend Meter unter der Wasseroberfläche gestrandet. Langsam geht ihnen die Wärme und der Sauerstoff aus, und sie haben keine Möglichkeit, den unerklärlichen Wesen aus den Tiefen des Meeres sowie dem immer wahnsinniger werdenden Lt. Coffey zu entkommen...
DVD-Rating
Sieht man die Filmographie von Kultregisseur James Cameron an, muss man ihm eines zugestehen: Beinahe mit jedem Film hat er die Art, wie man Filme dreht, revolutioniert. Sei es Terminator, Titanic oder demnächst Avatar, immer wieder probierte er neue Technologien aus, welche nach ihm zum Standard wurden. Bei The Abyss war es nicht anders, er revolutionierte die Art, wie man Unterwasser Filme dreht und lieferte Bilder, die genau so faszinierend wie neu waren. Allerdings ist das auch ein Film, den man sich kaum ansehen kann, ohne seine dramatische Entstehung zu kennen.
Cameron wollte schon lange sein Hobby, das Tauchen, mit einem Film verbinden, doch erst nachdem er an der Universität einen Vortrag über das Tiefseetauchen gehört hatte, fand er das entscheidende Element für die Handlung. So entstand die erste Fassung von The Abyss. Als die Produktion begann, standen sie allerdings vor vielen Problemen, denn es mussten zuerst alle Technologien entwickelt werden, damit sie überhaupt unter Wasser drehen konnten. Vor allem die Taucherausrüstungen waren revolutionär, denn es kamen zum erste Mal Ausrüstungen zum Einsatz, welche den Schauspielern nicht nur das Atmen sondern auch das Sprechen unter Wasser ermöglichten. Diese, direkt am Set aufgenommenen Dialoge, konnten dann 1:1 im Film verwendet werden, nachdem man das Geräusch der Sauerstoffzufuhr entfernt hatte. Die gigantischen Sets wurden in einem halb komplettierten Nuklearreaktor aufgebaut, welche mehrere Millionen Liter Wasser fassen konnte und genügend Raum für die ganze Crew sowie die Schauspieler bot.
Doch die harten Bedingungen bei den Dreharbeiten gingen nicht spurlos an den Schauspielern vorbei. Mary Elizabeth Mastrantonio erlitt am Set einen Nervenzusammenbruch, und Ed Harris wäre beinahe ertrunken. Besonders die langwierigen Aufnahmen unter Wasser sowie viele technische Komplikationen mit den gigantischen Sets, machten die Dreharbeiten zur Tortur und setzten die Schauspieler wie auch die Crew enormen Strapazen aus. Besonders sollte beachtet werden, dass viele der Tauchszenen ohne Stuntdoubles gedreht wurden und so die Schauspieler mehrmals für längere Zeit ohne Sauerstoffversorgung durch das Wasser tauchen mussten. Dies sollte nie vergessen werden, denn auch wenn die Special Effects revolutionär waren und auch mit einem Oscar ausgezeichnet wurden, wurde vieles damals noch real gedreht.
Wer sich auf den Film einlässt, muss sich viel Zeit nehmen. Die Director's Cut-Version hat eine Spiellänge von 167 Minuten, und diese muss man sich einfach nehmen, denn jede Minute ist es wert. Nicht nur wegen der grandiosen Bilder, sondern auch wegen der grossartigen schauspielerischen Leistungen von Mary Mastrantonio, Ed Harris sowie dem wahnsinnigen Seal Michael Biehn wird The Abyss zum Genuss. Durch die epische Länge des Filmes und die grösstenteils sehr realistische und bis auf die Aliensequenzen sehr glaubwürdige Inszenierung entsteht ein packendes, klaustrophobisches Gefühl, das einem nicht mehr loslässt.
Fazit: Mit The Abyss hat James Cameron ein Mammut-Projekt umgesetzt, in dem nicht nur die Schauspieler sondern auch die Crew Extrembedingungen ausgesetzt waren. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Abyss geniesst heute nicht nur Kultstatus, er ist auch ein Klassiker unter den Sci-Fi Filmen. The Abyss ist jedoch kein leichter Film, den man locker mal so nebenbei schaut, dafür hat er eine zu dichte Handlung. Grossartig inszenierte Unterwasseraufnahmen und eben so gute schauspielerische Leistungen runden den sehr eindrücklichen Film ab. The Abyss gehört sicher neben Terminator und anderen in jedes ordentliche DVD-Regal.
Die DVD selber hat bereits einige Jahre auf dem Buckel, was man ihr leider auch ansieht. Obwohl das Bild überraschend sauber ist, hat es ein sehr schlechtes Format, was für Widescreen-Bildschirmen nicht geeignet ist. Der Ton ist wiederum sehr klar und sauber, allerdings auch centerlastig. Die DVD enthält die originale Kino-Version des Filmes sowie die rund dreissig Minuten längere Director's Cut Version. In der Director's Cut-Fassung geht Cameron viel tiefer auf die beteiligten Figuren ein und konnte mit neu komplettierten Special Effects endlich den Film abliefern, den er immer hatte drehen wollen. Durch mehrere neue Subplots und ein völlig neues Ende erhält der Film eine ganz andere Aussage und wirkt auch um einiges runder als die Kinofassung. Für das Bonusmaterial haben sie tief in den Archiven gegraben und nicht nur behind the Scenes Material, wie zum Beispiel das DeepCore Set, das im verlassenen Atomreaktor gebaut wurde, gefunden, sondern auch das ganze Script zum Durchblättern beigelegt. Trailer, Audiokommentare, einige Bilder sowie Biographien der Schauspieler runden das Paket ab. Der Kern bildet jedoch eine rund einstündige Dokumentation über die Entstehung des Filmes und die unglaublichen Strapazen, die die Crew durchlaufen musste. Sehr eindrücklich und sehenswert.
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4.8 Sterne (32 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
Special Edition, erschienen am 15.11.2000
- Bildformat: Widescreen 2.35:1
- Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 2.0 (Stereo)
- Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
- Extras: DVD1 Orginale Kinoversion, Special Edition Version , mit 28 Min. zusätzlichen Filmszenen, Wahlweise Kommentare zu beiden Versionen DVD2: "Hinter den Kulissen" Material, 60 Min Dokumentation "Unter Druck", James Cameron Original Drehbuch, Featurette, Film über Special Effekte, Foto Galerie, Biografien der Darsteller, "Wasserwurm" aus verschiedenen Blickwinkeln - Trailer



