1001 films (1989)
1001 films (1989)
Oder: Alles ist vergänglich...
Zum hundertjährigen Bestehen des Films hat der Belgier André Devaux eine achtminütige Collage aus zerfallenden Filmschnippseln gedreht. Diese sollen den Zuschauer daran erinnern, dass alte filmische Werke am Zerfallen sind und darum die Arbeiten der Filmrestaurateure und -archive immens wichtig ist. Jedes kleine Stück Film ist auch ein Stück Erinnerung...
Kinofilm-Rating
Heute, im schnellen digitalen Zeitalter, vergessen wir oft, dass nicht alles so beständig ist, wie wir meinen. Schallplatten sind bis auf Nischeneinsätze verschwunden und das gute alte Kassettli gammelt höchstens noch in einer Pultschublade vor sich hin - Kassettenplayer sind mehr erhältlich. Doch auch die heutigen Medien haben nur eine begrenzte Lebensdauer - CDs und DVDs beispielsweise sind kaum länger als 50 Jahre haltbar.
Und auch Zelluloid hält nicht ewig. Viele der Zeitdokumente sind schon zerfallen - umso wichtiger ist die Konservation der noch vorhandenen Werke. Aufgeschreckt durch den Zerfall und Verlust von Meisterwerken des Stummfilms, kümmern sich weltweit seit den 1930-er Jahren Filmliebhaber um den Erhalt und die Archivierung von Filmen. In der Schweiz ist dafür hauptsächlich die Stiftung cinematheque suisse - Schweizer Filmarchiv zuständig, die sich seit 1943 um die Schweizer Filme kümmert.
1001 films ist André Devaux letztes Werk. Der Belgier gründete das belgische nationale Filmmuseum und setzte sich für die Präservation von Filmen ein. Mit 1001 films will er an die Vergänglichkeit von Zelluloid erinnern.
Auch wenn der Kurzfilm in den halb zerfallenen Filmstreifen eine gewisse Ästhetik aufzeigt, sind es doch die kurzen Ausschnitte aus den Anfängen des Films, die besonders faszinieren - und von denen wird leider zu wenig gezeigt. So ist der Kurzfilm "nur" eine Ode an die Filmrestauration - nicht mehr und nicht weniger. Wer mehr über das spannende Thema erfahren will, ist auf sich alleine gestellt...
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