Child's Play (1988)

Chucky - Die Mörderpuppe

Child's Play (1988) Chucky - Die Mörderpuppe

Oder: Andere wollen dein Geld, er will deine Seele...

Child's Play

Bob, der Baumeister...

Die Geschichte beginnt am 9. November 1988, als der Serienmörder Charles Lee Ray (Brad Dourif), verfolgt von Detektiv Mike Norris (Chris Sarandon), durch die Strassen eines verfallenen Stadtviertels rennt und sich in einem Spielzeugladen vor dem langen Arm des Gesetzes verstecken will. Dort wird Charles vom Detektiv Norris angeschossen. Kurz bevor Charles an den Schusswunden stirbt, transferiert er seine Seele mit Hilfe eines Voodoo-Rituals in eine der vielen "Good Guy"-Puppen, die sich im Geschäft stapeln. Während des Rituals wird der Laden durch einen Blitz getroffen und brennt nieder.

Child's Play

oder doch Sprengmeister?

Am gleichen Tag feiert Andy Barclay (Alex Vincent) seinen sechsten Geburtstag. Alles, was er sich wünscht, ist eine dieser Good Guy Puppen, deren Werbespots im TV nonstop gezeigt werden. Doch die Mutter kann sich dies nicht leisten und schenkt ihm Kleider als Ersatz. Als die Mutter jedoch Andys riesige Enttäuschung bemerkt, ersteht sie eine dieser Puppen von einem Obdachlosen. Dummerweise handelt es sich dabei genau um die Puppe, die von Charles Lee Rays Geist besessen ist. Kaum befindet sich die Puppe in Andys Zuhause, beginnt eine mysteriöse Mordserie. Alles deutet auf Andy als Täter hin.

Ein tödliches Rennen gegen die Zeit beginnt. Kann Andy die Erwachsenen rechtzeitig davon überzeugen, dass nicht er für die Morde verantwortlich ist? Können sie den wahnsinnigen Mörder stoppen, bevor er noch mehr Opfer fordert?


DVD-Rating

Im Horrorgenre ist bekanntlich alles möglich. Man kann durch seine Träume sterben, wenn man fünfmal Candyman sagt oder an einem Würfel herumfummelt. Es kann aber auch tödlich enden, wenn man ganz einfach eine Puppe für sein Kind kauft. Mit der Killerpuppe Chucky wurde in Child's Play ein Mörder vorgestellt, der nicht eine zwei Meter grosse Killermaschine ist, sondern einfach der Geist eines Mörders, der in Form einer Puppe auf Killertour geht. Eine tödliche Story, die seither in fünf bluttriefenden Kapiteln erzählt wurde, sich aber nie so wirklich in der Horrorwelt etablieren konnte.

Mit den ersten durchaus intensiven und grusligen Minuten wird ein guter Einstieg in den Grusler ermöglicht, der mit dem passenden Soundtrack und einigen Spannungsmomenten überzeugen kann. Was aber so viel versprechend beginnt, hat nach kurzer Zeit sein Pulver schon verschossen und wird schnell zur Routine. Der Killerknirps hat lange nicht die Faszination eines Pinhead, dem man stundenlang bei der Arbeit zuschauen könnte. Chucky ist eine Puppe, welche auch die grösste Zeit als Puppe in die Kamera grinst, und so hat man sich recht schnell an ihm satt gesehen. Dazu kommt, dass die eher sinnfreie Hintergrundgeschichte bereits nach dem ersten Drittel der Spielzeit ausgeschöpft ist und der Humor, welcher dringend benötigt wäre, eher ungewollt zum Einsatz kommt.

Wie auch in den Sequels stellt man bei Child's Play rasch etwas sehr Positives fest. Im Gegensatz zu den anderen Teenieslashern, wie Friday the 13th, greift Child's Play auf Schauspieler zurück, welche ihr Handwerk verstehen. Dies verleiht dem Film eine Qualität, die man in diesen Low-Budget Horrorstreifen aus den 80er eher selten findet. Dennoch nervt man sich schnell ab dem Overacting der Mutter und der gnadenlos überzeichneten Naivität des kleinen Andy (Alex Vincent). Wenigstens kann man sich kurz an Brad Dourif (Lord of the Rings) erfreuen, der auch in den Sequels der Killerpuppe die Stimme lieh.

Fazit: Child's Play ist eine gelungene Etablierung der Killerpuppe, öffnet Tore für Sequels und schürt sicher auch die Angst vor grossen Puppen. Näher betrachtet ist der erste Teil der Chucky-Franchise aber eher ein durchzogener Grusler, der die dünne Story knapp mit einigen gelungenen Spannungsmomenten, etwas Splatter und einem packenden Finale überdecken kann. Dennoch, ein innovativer Streifen mit einem frischen Konzept, was wohl auch der Hauptgrund gewesen ist, warum die Killerpuppe überhaupt in Serie ging.

Die DVD ist eine typische Low-Budget Ausführung, die den Film in sehr schwankender Qualität liefert und noch in derselben Szene von sehr unscharf bis wiederum sehr scharf schwankt. Beim Bonusmaterial ist ein Trailer das höchste der Gefühle. Schade, da hätte man eingies mehr hineinpacken können.

3.6 Sterne 2.8 Sterne
3.6 Sterne (14 Bewertungen) | 7 Kommentare

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22.11.2007 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 14.03.2007

  • Bildformat: 1.85:1 (Anamorphic Widescreen)
  • Sprachen: Englisch: Dolby Digital Surround, Französisch: Dolby Digital Surround, Deutsch: Dolby Digital Surround, Italienisch: Dolby Digital Surround, Spanisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch, Niederländishc, Französisch, Italienishc, Spanisch, Potgueischisch, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Polnisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
  • Extras: Kinotrailer